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… der Collie
Der Collie Der Collie ist seinem Ursprung nach ein schottischer Hütehund. Allerdings ist der Hütetrieb nicht mehr bei allen Collies vorhanden.
Durch die moderne Verwendung als Familien- und Ausstellungshund ist
der Hütetrieb leider nur noch selten, oder gar nicht mehr vorhanden.
Die Collies, die heute noch Hütetrieb zeigen, sollten daher unbedingt
in ihrer Veranlagung gefördert werden. Der schottische Schäferhund existiert schon seit dem 13. Jahrhundert in England und wurde bis ins 18. Jahrhundert zum Schafehüten verwendet. Mitte des 19. Jahrhunderts (1840 Gründung des "Collie Club"s) wurde er u. a. Stammvater des Australischen Cattle Dog. Um dem Collie ein edleres Aussehen zu verleihen, damit er nicht mehr wie ein ganz normaler Bauern-Hütehund aussieht, hat man u. a. Barsois und angeblich auch Setter eingezüchtet. Dem Barsoi hat er seine lange Schnauze zu verdanken. Dieses Zuchtmerkmal wurde eine Zeit so sehr forciert, dass das Colliegesicht eher dem Barsoi glich. Durch den extrem schmalen Kopf wurde ihm eine mindere Intelligenz zugesprochen. Dieses Extrem hat sich mit der Zeit zum Glück wieder nivelliert. Nachdem Königin Victoria ihn als Gefährten wählte, und spätestens mit Lassie aus der gleichnamigen Fernsehserie, stieg er zu einer der beliebtesten Haushunderassen auf. Seinen Namen verdankt er einer englischen Schafsrasse. Der Collie wird heute in zwei Varianten gezüchtet. Der Britische
Collie ist ein eleganter bis 61 cm großer und bis 25 kg schwerer
Begleithund. Er gilt auch heute noch als vornehmer, um nicht zu sagen
adliger Luxushund. Aber er ist auch ein ausgezeichneter Wächter
für Tierherden, wie Schafe und ein guter Spielkamerad für
Kinder. Dieser geschmeidige und aktive Hund hat dichtes Fell, das Deckhaar
ist lang und straff mit pelzigem Unterhaar. Der weiße Collie hat den typisch gezeichneten Colliekopf mit rotem, schwarzem, blue-merle oder sable-merle Kopf und wird erst hinter der typischen Halskrause überwiegend weiß. Flecken sind dabei durchaus möglich. Auch von Queen Viktoria ist bekannt, dass sie weiße Collies gehalten hat. Der weiße Collie wird bisher nur in Amerika, Kanada, den Niederlanden und Belgien von der FCI anerkannt, aber es gibt ihn durchaus auch in Deutschland. Eine Variante des Rough ist der nicht vom FCI anerkannte Amerikanische
Collie. Er entspricht in seinem Äußeren mehr dem "Lassie-Typ".
Er ist bis zu 66 cm hoch und schwerer als der britische Collie. Er hat
weniger Unterfell, ein kräftiges Fundament, eine etwas andere Gesichtsform
und mandelförmige, etwas größere Augen. Der Club für
Amerikanische Collies e.V. hat den amerikanischen Zuchtstandard übernommen
und züchtet hier in Deutschland Collies im Amerikanischen Typ in
insgesamt 8 anerkannten Farbvarianten, auch in Weiß. Intensive Forschungen der letzten 20 Jahre und vor allem die moderne
Biotechnologie brachten den Beweis, dass der MDR1-Defekt Ursache dieser
Empfindlichkeit und Ivermectin nur ein gefährlicher Wirkstoff von
vielen ist. Auch für andere Hunde oder Menschen harmlose Mittel,
wie Durchfallmittel, Antibiotika oder Herzmittel, können, je nach
Wirkstoff, die beschriebenen Nebenwirkungen hervorrufen. Das Gray Collie Syndrome (Canine Cycliy Neutopenia) ist ebenfalls ein Gendefekt, der nur beim Collie auftritt. Zu testen war dieser Gen Defekt bisher nur bei HealthGen in Kanada. Allerdings hat HealthGen in München eine Filiale eröffnet und der Test wird nun auch in Deutschland möglich sein. (mehr Info wird hier folgen) Der Kurzhaarige Collie (engl. Smooth), hat hartes, dichtes und kurzes
Haar und ähnelt auf den ersten Blick einem Laufhund oder Windhund.
Der FCI führt ihn als eigene Rasse unter der Nummer 296. Er ist
in der Öffentlichkeit sehr selten anzutreffen. Da er nie Modehund
war dürfte es um seine Gesundheit besser bestellt sein, jenseits
aller "Modetorheiten". FCI-Standard Collie (Langhaar)
Allgemeine Erscheinung: Stellt einen Hund von großer Schönheit mit gelassener Würde dar. Dabei ist kein Einzelteil unproportioniert zum Gesamtbild. Charakteristik: Der Körperbau ist geprägt von Kraft und Aktivität, er ist frei von Plumpheit und ohne jede Spur von Grobheit. Der Ausdruck ist von größter Wichtigkeit. Betrachtet man die hierfür relevanten Merkmale, so wird er geprägt durch die vollkommene Ausgewogenheit und richtige Zusammensetzung von Schädel und Vorgesicht, Größe, Form, Farbe und Sitz der Augen und korrekt angesetzte und richtig getragene Ohren. Wesen: Freundlich veranlagt, ohne jegliche Spur von Nervosität oder Aggressivität. Kopf und Schädel: Die Besonderheit des Kopfes ist von großer Wichtigkeit; er muss
im Verhältnis zur Größe des Hundes betrachtet werden.
Von vorn oder von der Seite gesehen gleicht der Kopf einem gut abgestumpften,
sauber geschnittenen Keil mit glatten Außenlinien. Augen: Sehr wichtiger Punkt, sie geben dem Hund den lieblichen Ausdruck. Mittelgroß (auf keinen Fall sehr klein), etwas schräg eingesetzt, mandelförmig und von dunkelbrauner Farbe, ausgenommen bei den Blue-merles, bei denen die Augen häufig (eines oder beide ganz, oder eines oder beide teilweise) blau oder blaugefleckt sind. Der Ausdruck ist voller Intelligenz, mit einem lebhaften und wachsamen Blick beim Lauschen. Ohren: Klein, weder zu nahe beieinander auf dem Schädel, noch zu weit voneinander angesetzt. In der Ruhe zurückgelegt, jedoch sobald seine Aufmerksamkeit erregt wird, nach vorne gebracht und halb aufrecht getragen; das heißt: annähernd zwei Drittel des Ohres stehen aufrecht und das obere Drittel kippt auf natürliche Art nach vorne, bis unter die waagrechte Linie der Kippfalte. Fang und Gebiss: Die Zähne sind von guter Größe. Kiefer kräftig, mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigem Scherengebiss, das heißt wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Hals: Muskulös, kraftvoll, von angemessener Länge und gut gebogen. Vorderläufe: gerade und muskulös, wobei die Ellenbogen weder nach innen noch nach außen drehen, mit nicht zu starken Knochen. Körper: Im Vergleich zur Schulterhöhe etwas länger, Rücken fest, mit leichter Wölbung über der Lendenpartie. Rippen gut gewölbt. Tiefe Brust, dabei hinter den Schultern ziemlich breit. Hinterhand: Oberschenkel muskulös, trocken und sehnig unterhalb der gut gewinkelten Kniegelenke. Sprunggelenke tief stehend und kraftvoll. Pfoten: Oval, mit gut gepolsterten Sohlen. Zehen an den Vorderpfoten gut, an den Hinterpfoten etwas weniger aufgeknöchelt und dicht zusammenstehend. Rute: Lang, ihr Knochenende reicht mindestens zu den Sprunggelenken. In Ruhe wird sie tief, mit leicht aufgebogener Spitze getragen. Bei Erregung kann sie höher, jedoch niemals über dem Rücken getragen werden. Gangart und Bewegung: Die Bewegung ist ein unverkennbares, charakteristisches Merkmal dieser Rasse. Ein gut gebauter Hund dreht niemals die Ellenbogen aus, dennoch kommen sich die Vorderpfoten in der Bewegung verhältnismäßig nahe. Strickendes, kreuzendes oder rollendes Gangwerk ist höchst unerwünscht. Von hinten betrachtet stehen die Hinterläufe von den Sprunggelenken zum Boden parallel, jedoch nicht zu eng zusammen. Von der Seite gesehen ist die Bewegung fließend. Hinterläufe kraftvoll mit starkem Schub. Ein entsprechend raumgreifender Schritt ist erwünscht, dieser sollte leicht und mühelos sein. Haarkleid: Passt sich den Umrisslinien des Körpers an, sehr dicht. Deckhaar glatt, es fühlt sich hart an. Unterwolle weich, pelzig und sehr dicht, nahezu die Haut verbergend. Mähne und Halskrause üppig. Maske und Gesicht glatt und kurz. Ohren an den Spitzen glatt und kurz, zum Ansatz hin zunehmend mehr Haar. Vorderläufe gut befedert. Hinterläufe oberhalb der Sprunggelenke üppig behaart, unterhalb jedoch kurzhaarig. Rute sehr üppig behaart. Farbe: Zobelfarben-weiß, Tricolor und Blue-merle. Zobelfarben: Jede Schattierung von hellem Gold bis zum satten Mahagoni oder schattiert zobelfarben. Helle Stroh- oder Cremefarbe ist höchst unerwünscht. Tricolor: Vorwiegend schwarz mit satten, lohfarbenen Abzeichen an Kopf und Läufen. Ein Rostschimmer im Deckhaar ist höchst unerwünscht. Blue-merle: Vorwiegend klares, silbriges Blau, mit schwarzen Flecken oder schwarzmarmorierter Zeichnung. Satte lohfarbene Abzeichen sind erwünscht, ihr Fehlen sollte nicht beanstandet werden. Große schwarze Flecken, Schieferfarbe oder ein Rostschimmer sowohl im Deckhaar als auch in der Unterwolle sind unerwünscht. Weiße Abzeichen: Alle vorgenannten Farben können die für den Collie typischen weißen Abzeichen mehr oder weniger aufweisen. Folgende Zeichnung ist vorteilhaft: ganz oder teilweise weiße Halskrause, weiße Brust, Läufe und Pfoten, weiße Rutenspitze. Auf dem Vorgesicht und/oder am Schädel darf eine Blesse vorhanden sein. Größe: Widerrist: Rüden 56 - 61cm Hündinnen 51 - 56cm. Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte. Anmerkung: Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen,
die sich vollständig im Skrotum befinden.
Kurzbeschreibung Der Collie ist ein aufmerksamer, geschmeidiger, kräftiger und aktiver Hund, mit einem geraden und festen Stand. Die tiefe, breite Brust vermittelt Stärke, die schräge Schulter und die gut gewinkelten Sprunggelenke zeugen von Geschwindigkeit und Eleganz, der Gesichtsausdruck spiegelt hohe Intelligenz wider. Der Collie zeigt ein eindrucksvolles, stolzes Bild der Ausgeglichenheit und wirkt harmonisch. Ängstlichkeit, Schwäche, Bösartigkeit, Schwerfälligkeit, sowie Mangel an Lebhaftigkeit und Ausgeglichenheit gehören nicht zum Charakter des Collies. Kopf Sowohl von vorne als auch von der Seite hat der Kopf starke Ähnlichkeit
mit einem gut abgerundeten Keil mit glattem, klaren Umriss und ausgewogenen
Proportionen. And den Seiten verläuft er glatt und stufenlos von
den Ohren hin bis zum Ende der schwarzen Nase spitz zu, ohne spitze
Ausläufer des Hinterkopfes oder zu enger Maulpartie. In der Profilansicht
liegt die Oberkopf- und die Stirnpartielinie parallel zu der Nasenrückenlinie;
gerade Linien von gleicher Länge, getrennt von einem sehr feinen,
aber deutlichen Stop. Der Mittelpunkt zwischen beiden Augen sollte auf
der Hälfte der Kopflänge liegen. Das Ende der glatten, gut
gerundeten Maulpartie ist stumpf, aber nicht eckig. Der Unterkiefer
ist kräftig, gut geschnitten. Augen Ohren Hals Körper Läufe Gang Rute Fell Farbe Größe Ausstrahlung Kurzhaar Fehler Mittel: deutliche Abweichungen vom Standard. Stehohren, „Ringelrute", größere Abweichungen von Größe oder Gewicht. Fehlen von weißen Abzeichen an Pfoten, Bauch, Rutenspitze oder Halskrause. Gebäudefehler ( Fehlstellungen der Gliedmasse wie z.B. fassbeinig, kuhhessig).Gangfehler. Deutliche Abweichungen v. Haarlänge u. Dichte. Schwer: fehlende Zähne oder Zahnfehlstellungen. Fehlen mehrerer der weißen Abzeichen. Anhaltender Passgang. Fehlfarbe. Aggressives Verhalten.
Welpenkauf Erste Überlegungen: Als erstes sollten Sie sich die Frage stellen ob Sie wirklich bereit
sind sich persönlich einzuschränken! Auch mit der Urlaubsplanung ist es nicht mehr so einfach! Der Collie
muss jetzt stets in Ihre Planung miteinbezogen werden. Wobei Sie hierbei steht’s auf uns als „Urlaubssitter“ vertrauen können. Auch wenn Sie mal krank sind oder einen Notfall haben, einmal SOFORT schnelle Hilfe brauchen, wir sind immer für Sie da. Trotzdem sollten Sie sich dies gut überlegen! Kann ich die Kosten für einen Collie tragen? Rechnen Sie pro Monat ruhig noch mal 150,-€ für Futter (gerechnet auf Colliegröße), Impfungen, Pflege, Versicherung, Steuer usw. hinzu. Was ist wenn der Hund krank wird? Können Sie diese Kosten locker wegstecken oder stellt dies ein finanzielles Problem dar? Bedenken Sie: je nach Krankheit kann das schon mal in die Hunderte oder Tausende gehen! Eine neue Hüfte für einen HD kranken Hund liegt momentan bei ca. € 3500,- pro Seite. Wenn dies ein finanzielles Problem für Sie darstellt, Sie aber trotzdem auf die Anschaffung eines Hundes nicht Verzichten wollen, kann ich Ihnen nur empfehlen eine Hundekrankenversicherung abzuschließen. Diese sind, wenn man sie gleich im Welpenalter abschließt gar nicht so teuer und helfen einem im Notfall aber sehr weiter! Kosten ca. € 8,- / Monat. Kann ich den Hund artgerecht halten? Der Hund ist ein Rudeltier, man kann ihn nicht einfach wegsperren, nichts ist schlimmer für einen Hund als allein zu sein. Zwingerhaltung ist daher nicht artgerecht! Auch wenn Sie berufstätig sind ... denken Sie daran dass der Collie immer leidet wenn er nicht bei seinem Rudel sein kann. Wenn er zulange am Tag alleine ist, verkümmert er und wird zu einem „armen, traurigem Wesen“ Wenn Sie die ersten 3 Fragen mit Ja beantwortet haben können Sie einen Schritt weiter gehen und können sich die nächsten Fragen stellen: Will ich auf Ausstellungen gehen? Vielleicht sogar züchten? Will ich Hundesport betreiben? Agility? Oder will ich einfach eine treue Langnase an meiner Seite und einen lieben Familienhund? Setzen Sie sich mit verschiedenen Züchtern in Verbindung und achten bei dem Besuch darauf, wie die Tiere gehalten werden, ob sie zutraulich sind und wie sie gepflegt sind, schauen Sie sich an wie der Züchter mit seinen Hunden umgeht. Sagen Sie dem Züchter, für was Sie dem Hund haben wollen. Liebhabertier oder doch züchten oder ausstellen? Ein verantwortungsvoller uns seriöser Züchter wird Ihnen sicherlich behilflich sein den richtigen Welpen aus dem Wurf auszuwählen. Er wird Ihnen jede Frage beantworten und sämtliche Unterlagen und Untersuchungsergebnisse zur Einsicht vorlegen. Aber bedenken Sie bitte auch hier: Ein verantwortungsvoller uns seriöser Züchter wird Ihnen auch Löcher in den Bauch fragen ... er wird nicht nur darauf bedacht sein Ihnen einen Collie zu verkaufen, sondern er wird sehr genau wissen wollen WER Sie sind und WO sein Colliebaby hinkommt. Wir kontrollieren und suchen unsere Käufer sehr genau aus … zum Wohlergehen unserer Welpen! Sollten Sie allerdings nicht damit einverstanden sein, dass auch wir einmal bei Ihnen vorbeischauen, und uns ein Bild machen möchten von dem Haus und der Familie, zu der unsere Welpen kommen sollen, dann sollten Sie bitte erst gar keinen Kontakt zu uns aufnehmen, denn Sie werden keinen Hund von UNS bekommen. Bedenken Sie bitte, wenn Sie den Züchter für IHREN Collie aussuchen, dass jemand, der OHNE PAPIERE züchtet, also keinem Verband angeschlossen ist, auch nicht kontrolliert wird und keinen Zwang für irgendwelche Untersuchungen oder Vorsorgemaßnamen hat. Suchen Sie Ihren Collie bitte nicht über den Preis aus, das lohnt sich im Endeffekt nicht wirklich. (ein sehr schlauer Mensch hat einmal folgendes über "Billigprodukte" geschrieben: Zum Nachdenken! ... dies gilt auch für den "Colliekauf" !!! Bevor Sie den Welpen jetzt zu sich ins Haus holen, sollten noch einige
Dinge besorgt und bedacht werden. Von uns bekommen die Welpen einige Dinge mit wenn sie (leider irgendwann) ausziehen: Leine und Halsband, Spielzeug, Hundenahrung, eine Decke usw. usw. Der große Tag ist da ... Sie holen Ihren Welpen beim Züchter ab. Lassen Sie sich Zeit.
Auch wenn Sie vielleicht eine größere Strecke fahren müssen,
planen Sie genug Pausen ein, für sich selbst, und auf der Rückfahrt
für den Welpen. Wenn Ihnen der Züchter, den Sie sich ausgesucht haben, dies nicht anbietet, schicken Sie Ihrem Welpen eine Decke bevor Sie ihn abholen! Zwei bis drei Wochen vorher und der Welpe hat seine eigene Decke, wenn sie ihn abholen. Besser noch – bringen Sie ihm die Decke selbst vorbei! Ich finde dies sehr hilfreich und wichtig bei der Eingewöhnung von Welpen in ein neues Zuhause. Die „Pinkelpause“ oder die Sache mit der Stubenreinheit ... Was habe ich schon von den unterschiedlichsten Leuten für Geschichten
über die erste Nacht gehört! Da geht das Repertoire von SUPER
EINFACH bis KATASTROPHE. Das wichtigste, was Sie Ihrem Baby bieten müssen ist: WÄRME!
Dies wird meiner Meinung nach immer vollkommen unterschätzt. Stellen
Sie sich vor, der Welpe hat in seinem bisherigen Leben noch nie einen
Hundekorb alleine „aufheizen“ müssen. Immer hatte er
die Möglichkeit sich mit seinen Geschwistern und seiner Mutter
zusammenzukuscheln, damit es angenehm warm für ihn war. Und Hunde
tun das sehr oft! Jetzt ist er alleine. Zu 100% berichten Welpenkäufer,
dass der Welpe das Winseln und Jaunxen aufgehört hat als Sie Ihn
ins Bett holten! Viele werden sagen: „Ja weil er dann nicht mehr
alleine ist“. Mein Rat: Bieten Sie dem Welpen von Anfang an genügend Wärme und Sie werden fast keine Probleme mit einem weinenden, winselnden Welpen und Pinkelpausen in nur 2 stündigem Abstand haben. Halsband und Leine ... Jeder Hund braucht ein passendes Halsband und eine Leine. Es gibt viele
Arten von Halsbändern und Leinen. Am besten eignen sich für
das Welpenalter einfache und leichte Leder- oder Stoffhalsbänder,
die einfach zu verstellen sind. Unsere Welpen haben den Anfang mit Halsband
und Leine schon bei uns gemacht ... und jeder Welpe bekommt natürlich
seine Garnitur mit wenn er in die große weite Welt hinaus zieht. Geben Sie Ihrem neuen Hausgenossen einpaar Tage Zeit um sich bei Ihnen
einzugewöhnen. Bitte ... vermeiden Sie es den Welpen hinter sich her zu ziehen ... dies kann zu einer Leinenphobie des Welpen führen und schlimmstenfalls zu Verletzungen der Halswirbelsäule. Die Welpenfütterung Lassen Sie ihren Collie in Ruhe fressen. Wasser muss immer bereitgestellt werden Fressen und Trinken sollte an einem ungestörten Ort bereitgestellt werden Wenn Sie sich genauer über den WELPENKAUF informieren möchten, kann ich Ihnen nur mein kleines Büchlein "WELPEN - FIBEL Eine Anleitung für Welpenkäufer ... schon vor dem Kauf!" empfehlen. Es wird Ihnen wertvolle Hilfe schon vor dem Kauf, bevor Sie überhaupt einen Züchter gefunden haben, sein. In der WELPEN-FIBEL finden Sie folgende Themen: Inhalt: 1. Vor dem Kauf 2. Wie finde ich
den richtigen Züchter? 3. Beim Züchter nachzulesen auf der CollieWebWorld unter Der Collie - Welpen Fibel Die erbliche Augenkrankheit Collie Eye Anomalie (CEA) Die Augenkrankheit Collie Eye Anomalie, im folgenden CEA abgekürzt, ist erblich und wird von einem Defekt im Augenhintergrund verursacht. Die Schwere der Krankheit variiert von leichter Abnormalität bis hin zur kompletten Blindheit, verändert aber ihre Ausprägung im Laufe des Hundelebens nicht. Aus diesem Grund kann ein Spezialist einen CEA-Befall schon beim Welpen feststellen. Die vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen der CEA machen eine zuverlässige Diagnose unter Umständen sehr schwer. Bei einem diagnostizierten Befall sollte aus diesem Grunde immer noch ein zweites Gutachten erstellt werden. Da seit Dez. 2004 ein DNA-Test für das CEA-Gen zur Verfügung steht (siehe Der CEA-Gentest) kann jedoch auf diesem Wege der Sachverhalt eindeutig geklärt werden. Die Vererbung der CEA CEA wird autosomal rezessiv vererbt. Was heißt das? Jede Merkmalsausprägung wird von Genen bestimmt. Das für den Befall an CEA verantwortliche Gen ist rezessiv ("unterlegen") gegenüber dem Gen für die normale Ausprägung des Augenhintergrundes. Aus diesem Grunde ist es nicht äußerlich erkennbar, wenn es nicht doppelt, also reinerbig oder homozygot vorliegt, wenn also einzig die Gene für die Krankheit auf den Chromosomen des Hundes vorhanden sind. In diesem Fall spricht man von CEA-Befall. Alle Hunde, die ein oder zwei dominante ("gesunde") Gene von den Elterntieren geerbt haben, zeigen äußerlich keinen Befall an CEA. Es ist deshalb nicht möglich, einen gesunden Hund (zwei dominante Gene) von einem "Träger" (ein dominantes Gen, merkmalsausprägend und wie beschrieben ein rezessives, "krankes" Gen, überdeckt) nur durch eine tierärztliche Augenuntersuchung zu unterscheiden. Das große Problem ist, dass Hunde, die ein dominantes und ein rezessives Gen tragen (eben die "Träger"), in ihrer äußeren Erscheinung, "phänotypisch"- gesund sind, aber das rezessive Gen an ihre Nachkommen, auch über mehrere Generationen, weitergeben können. Werden dann durch Zufall zwei äußerlich völlig gesunde "Träger" verpaart, sind unter den Nachkommen mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder CEA-befallene Hunde. Diese Gefahr ist aber nun durch den CEA-Gentest sicher gebannt, sofern alle Zuchthunde selber getestet worden sind oder von genetisch CEA-freien Eltern stammen. Der beste Untersuchungszeitraum, liegt zwischen der 6 und 9 Lebenswoche.
Dies nennt man dann Frühspiegelung!
Hundelexikon von A - Z A Aalstrich Dunkel gefärbter Fellstrich vom Nacken bis zur Rute. Abbrechen Den in einen Gegner verbissenen Fang mit hölzernem Knebel öffnen. Ineinander verbissene Hunde durch Hochheben an den Hinterläufen und Wegziehen trennen, keinesfalls mit der Hand. Abführmittel Die natürliche Abführmittel für den Hund sind: Euter, Lunge, und rohe Leber. Ablegen Erziehung zum Platznehmen und Platzhalten im Haus und an jeder beliebigen Stelle im Freien. Hund darf seinen Platz nur auf ausdrücklichen Befehl des HF (Hundeführers) verlassen. Grundlage für angenehmes Halten im Haus und im Freien und für weitere Erziehungsaufgaben. Ableinen Den Hund von der Leine lösen. Abpfeifen Rufen des Hundes durch besonderen Pfiff, z.B. mit der Hunde-Pfeife. Abrufen Hund durch Zuruf, Pfiff oder Sichtzeichen zur Rückkehr auffordern; besonders wichtige Gehorsamsübung. Abzahnen Der Junghund wechselt in der Regel zwischen dem 4. und 7. Monat das Milchgebiss; in dieser Zeit braucht er kalkreiche Nahrung. Etwa ab den 9. Monat ist das bleibende Gebiss fertig ausgebildet. Abzeichen Kleine, sich von der Grundfarbe des Hundes abhebende Teile des Deckhaares (Berner Sennenhund, Beagle). Afterklaue, Afterkralle, Afterzehe (Wolfskralle) Bei einigen Hunderassen an der Innerseite der Hinterläufe wachsender Daumen. Afterkrallen sind häufig verkümmert. In der Regel werden sie bereits im Welpenalter entfernt, da eine latente Verletzungsgefahr besteht, wenn der Hund mit der Afterklaue im Gebüsch hängen bleibt. Bei manchen Rassen gehört die Afterkralle zum Zuchtstandard, sie wird bei diesen Rassen normalerweise nicht entfernt (z.B. Pyrenäenberghund). Aggression ist eine Sammelbezeichnung für alle Elemente des Angriffs-, Verteidigungs- und Drohverhaltens. Es werden damit eine Vielzahl von Verhaltensweisen unterschiedlicher Bedeutung und Verursachung zusammengefasst. Aggression kann zwischen Artgenossen oder zwischen Angehörigen verschiedener Arten auftreten. Aggressivität bedeutet die Bereitschaft zur gegnerischen Auseinandersetzung. Aggressivität ist viel ursächlich und entspringt nicht einem gemeinsamen Trieb, wie ehemals angenommen wurde. Agility Agility (engl. Beweglichkeit) ist ein Geschicklichkeitssport, bei dem der Hund eine Reihe von Hindernissen in möglichst kurzer Zeit überwinden muss. (Hürden, Tunnel, Kletterwände, Wippe etc.) Agonistisches Verhalten Agonistisches Verhalten steht als übergriff für sämtliche Verhaltensweisen, welche mit kämpferischen Auseinandersetzungen zwischen Individuum in Zusammenhang stehen. Es umfasst dabei sowohl Angriffsverhalten als auch Fluchtverhalten, bezieht also aggressive und defensive Verhaltensweisen ein (Annähern, Imponieren, Drohen, Angreifen, Abwehren, Beschwichtigen, Unterwerfen, Fliehen). Dem agonistischen Verhalten liegen lebensnotwendige Ansprüche hinsichtlich Raum, Nahrung, Fortpflanzungspartnern, Betreuung von Nachkommen zu Grunde. Ahnentafel Gilt in Mitgliedsländern des internationalen Dachverbandes der Hundezüchter und -besitzer F.C.I. (Fédération Cynologique Internationale) als offizieller Abstammungsnachweis des Rassehunds. Sie muss auf vorgedrucktem Formblatt erfolgen und vom Zuchtbuchführer und vom Züchter unterschrieben werden. Ahnenverlust Vererbbare Eigenschaften, die aber nach zwei oder mehreren Generationen nicht mehr auftreten und der Zuchtlinie verloren gehen. Albinismus (Albino) Durch Mangel von Farbpigmenten nahezu weisse Tier, dessen Augen rötlich erscheinen. Alpha Tiere Viele Wirbeltiergesellschaften weisen eine soziale Hierarchie, eine so genannte Rangordnungsstruktur auf. Im extremen Fall ist dabei der ganze Verband durchstrukturiert und jedes Tier hat einen festen sozialen Status. An der Spitze der Hierarchie steht das Alpha Tier. Auch in Wolfsrudeln existiert eine Rangordnungsstruktur mit einem weiblichen und männlichen Alpha-Tier an der Spitze. Leben mehrere Hunde zusammen, entwickelt sich ebenfalls eine Rangordnung. Sie ist meistens nicht so fest gefügt wie beim Wolf. Im Sozialverband von Mensch und Hund sollte unbedingt der Mensch die Rolle des Alpha-Tiers einnehmen. Analdrüsen Die Analdrüsen befinden sich neben der Afteröffnung des Hundes. Sie produzieren eine stark riechende, schwarze Paste die mit Kot zusammen abgesetzt wird. Der Geruch diese Analdrüsensekretes ist im gesamten Revier des Hundes vorhanden und identifiziert den Hund einem fremden Hund gegenüber als Revierinhaber. Analgesicht Durch Absonderungen der Analdrüse ergibt sich eine individuelle Duftvisitenkarte im Analbereich des Hundes. Analkontrolle Begrüssungsritual zwischen Hunden. Durch gegenseitiges Präsentieren und ausgiebiges Beschnüffeln der Analregion wird der fremde Hund "erforsch". Androgene Sammelbezeichnung für die im Hoden und Nebennieren produzierten männlichen Sexualhormone (C19-Steroidhormone, Testosteron). Angeborenes Verhalten Als angeborenes Verhalten bezeichnet man diejenigen Verhaltensweisen, welche nicht erlernt oder durch Lernprozesse abgeändert sind (z.B.. Saugbewegungen eines Welpen). Angeborene Verhaltensweisen sind zwar in den Erbanlagen vorgegeben, benötigen für Ihre Entfaltung jedoch die Wirkung von Umweltreizen. Der Begriff besagt also nicht, das die Umwelt an der Ausbildung eines solchen Merkmals keinen Anteil hat. Vielmehr entwickeln sich auch angeborene Verhaltensmerkmale in einem ständigen Wechselspiel zwischen Erbgut und Umwelt. Angeborene Verhaltensweisen können durch Lernen präzisiert oder mit anderen erlernten Verhaltensweisen gekoppelt werden (z.B. Fortbewegung auf unterschiedlicher Bodenstrukturen). Hier werden die angeborenen Verhaltensanteile also durch Lernvorgänge sozusagen vervollständigt und erweitert. Angstbeisser Als Angstbeisser wird ein Hund bezeichnet, der aus Angst zubeisst, also aggressives Verhalten auf Grund einer für ihn gefahrvoll erscheinenden Situation zeigt. Das ist im Grunde genommen völlig natürlich. Das Problem besteht im Allgemeinen vielmehr darin, das dem Hund meistens in seiner Welpenzeit nicht die Möglichkeit gegeben wurde (soziale) Erfahrungen zu sammeln und seine natürliche Angst vor Unbekanntem zu bewältigen. Ankörung Ein angekörter Hund ist ein Zuchthund, der als besonders wertvoll für die Verbreitung seiner Rasse angesehen wird. Anthropomorphismus (Vermenschlichungstendenz) Übertragung menschlicher Eigenschaften auf Tiere. Das Verhalten von Tieren, insbesondere das höherer Säugetiere, verleitet gerade bei engem Zusammenleben zu solchen Übertragungen. Dabei erden den Tieren Verhaltenseigenschaften zugesprochen, die höheres Bewusstsein oder sogar Einsicht voraussetzen. Diese weit verbreitete Tendenz verhindert die artgerechte Haltung von Tieren in Menschenobhut und sorgt häufig für Missverständnisse. Antrieb Die Bereitschaft eines Lebewesens zur Ausführung einer bestimmten Handlung, sie wird von einer Vielzahl innerer und äusserer Faktoren bestimmt, Etwa bedeutungsgleich finden die Begriffe Motivation und Handlungsbereitschaft Anwendung. Ansetzen Den Hund auf eine Spur setzen. Apfelkopf Apfelförmige Kopfform bei einigen Zwerghunderassen (z.B. Chihuahua). Apportieren (lat., herbeitragen) Heranbringen eines Gegenstandes auf Befehl. Der neben dem HF frei sitzende Hund muss auf dessen Verlangen, in schneller Gangart, auf den mindestens 6m geradeaus fortgeworfenen, vom HF selbstgewählten Gegenstand zulaufen, diesen sofort aufnehmen, dem HF in schnellen Gangart auf dem kürzesten Weg bringen, sich vor dem HF hinsetzen, den Gegenstand ausgeben und sich nachher wieder an den linken Fuss des HF setzen. Apportierholz Ein Stück Holz, mit dem der Hund das Apportieren lernt. Atavismus (Rückschlag) Auftreten von Körper- oder Verhaltenmerkmalen der Ahnenform. Mischlinge können charakterliche oder körperliche Eigenschaften zeigen, die bei keinen Elternteil vorhanden waren und auf eine frühere Generation zurückgehen. Aufreiten Bespringen des Sexualpartners, unter gleichgeschlechtlichen Tieren häufig auch Dominanzgeste oder Frustrationsgeste. Ausarbeiten Erfolgreiches Verfolgen einer Spur durch den Hund. Ausbildung Richtet sich nach der Rasse und den Wünschen des Besitzers. Sie muss konsequent nach den erarbeiteten, in vielen Fachbüchern niedergelegten Erfahrungen durchgeführt werden und hat zum Ziel, dem Besitzer einen wohlerzogenen Kameraden und zuverlässigen Gefährten zu geben. Ausdrucksmittel Kampfbereitschaft wird angezeigt durch Zähnefletschen, Hochziehen der Lefzen, Spitzen der Ohren oder Aufstellen der Rute. Angst zeigt sich durch Einziehen der Rute unter den Bauch oder Zurücklegen der Ohren. Unterwerfung wird angedeutet durch das liegen auf dem Rücken. Das Wedeln mit der Rute zeigt Freude und Freundlichkeit. Auslassen Der Hund muss von klein auf an gewöhnt werden, Gegenstände, die er im Fang hält, auf Befehl des Herrn freizugeben. Auslöser Sammelbezeichnung für alle eine Reaktion des Tieres auslösenden Reize. Dies können Verhaltensäusserungen, Körpermerkmale, Sicht- und Lautzeichen sein. Ausstellungswesen In einer Hundeausstellung werden die Hunde auf einem geräumigen Platz (dem Ring) zusammen mit gleichgeschlechtlichen Tieren ihrer Rasse einem Richter zur Beurteilung vorgeführt. Die Hunde werden vorgestellt nach Rassen getrennt, und nach Altersstufe. Aussenlinie Schattenriss des Hundes. Er dient unter anderen zur Beurteilung der Schönheit bei Zuchtschauen. B Backenpartie Ober- und Unterkiefer treffen in der Backenpartie zusammen. Bastard Mischlinge; Nachkommen von Eltern verschiedene Rassen. Bauchspeicheldrüse Hier werden Insulin und Glukagon gebildet. Insulin benötigt der Köper zur Regulierung des Blutzuckergehaltes. Glukagon dient der Speicherung des Zuckers. Von der Bauchspeicheldrüse erzeugten Fermente und Verdauungsenzyme werden an den Darm abgegeben. Becken Die Gelenkpfannen des Beckens bilden mit den runden Köpfen der Oberschenkel die Kugelgelenke. Behang Die herabhängenden Ohren der Hunde. Begleithunde Hunde, welche die Begleithundeprüfung abgelegt haben. Beisshemmung Das Liegen auf dem Rücken, wobei dem Gegner die ungeschützte Kehle dargeboten wir, veranlasst den anderen Hund, nicht zu beissen. Bei Fuss Gehen Der Hund läuft links neben dem Hundeführer/in. Belegen Das Decken der Hündin.
Bellen Hundelaut, der je nach Anlass und Stimmung verschieden ist. Scharfes, kurzes Bellen lässt sich leicht von freudigem oder durch Winseln unterbrochenem bittendem Bellen unterscheiden. Benehmen Die richtige Erziehung baut auf den natürlichen Anlagen des Hundes auf und formt sie durch beständige und konsequente Einwirkung zum erwünschten Benehmen. Beutetrieb Aus dem Bereich des Selbsterhaltungstriebes stammender Urtrieb, verwandt mit dem Jagdtrieb. Das ererbte Handlungsschema Aufstöbern, Verfolgen, Ergreifen, Todschütteln und Fressen bzw. die Beute den Jungen bringen wird der Abrichtung zugrunde gelegt. Man fördert systematisch die Apportierlust und damit den Bringtrieb, so dass der Hund die Beute unversehrt abliefert. Bewachen Bei vielen Hunden angewölfte (angeborene) Eigenschaft. Bewegungs- und Betätigungstrieb Es ist wichtig, im Auge zu behalten, dass dieser ganze Triebbereich, der ein Teils des Selbsterhaltungstriebes ist, auch beim domestizierten Hund erhalten geblieben ist. Beim Jungtier äussert er sich als unermüdliche Freude am Spielen. Der Hund jeden Alters und jeder Rasse braucht die entsprechende Bewegungsmöglichkeit an jedem Tag, er nimmt physischen Schaden, wenn ihm regelmässige Bewegung versagt bleibt. Bissigkeit Wird den Hunden oft durch falsche Erziehung (anhetzen) beigebracht. Angstbeissen ist Wesensschwäche. Bissigkeit kann vereinzelt durch sorgfältige Beobachtung und sofortiges Gegenwirken gehemmt werden. Bisswunden Wegen damit verbundenen Infektionsgefahr, hervorgerufen z.B. durch verweste Futterreste zwischen den Zähnen des Hundes, ist es grundsätzlich ein Arzt hinzuzuziehen. Eine Tetanusimpfung sollte in jeden Fall vorgenommen werden. Biotin (Vitamin H) Wichtiges Vitamin für die Verwertung der Fettsäuren in der Nahrung und für die Gesundheit von Haut und Haar. Blinddarm Darmauswuchs zwischen Dünn- und Dickdarm. Blue Merle Vererbbare Farbveränderung. Statt schwarz ist der Hund grau marmoriert. Ist bei einigen Rassen als Farbschlag anerkannt geht aber oft mit Missbildungen, Blindheit oder Taubheit einher. (z.B. Collo, Deutsche Doge) Bodenwitterung Am Bodenhaftender Spurgeruch. Borreliose (Lyme Borreliose) In der Regel durch Zeckenbisse übertragene, akute Infektionskrankheit. Brustbein Der Brustkorb des Hundes ist nach unten offen, nicht alle Rippen sind am Brustbein befestigt. Brustkorb Schützt Lunge, Herz und Leber; wird von den Rippen, dem Brustbein und den Brustwirbeln gebildet.
Buschieren Aufstöbern des Wildes durch eine Hundemeute vor dem Schuss. C CAC Certificat d' Aptitude au Championat: Anwartschaft auf den Titel eines nationalen Schönheits-Champions. CACIB Certificat d' Aptitude au Championat International de Beauté: Anwartschaft auf dem Titel eines internationalen Schönheits-Champions. canidae Lateinischer Name für die Familie der hundeartige Lebewesen. Charakter Summe der Eigenschaften eines Hundes: u.a. Anhänglichkeit, Ausdauer, Spielfreude, Temperament, Lernfreudigkeit, Schutztrieb. Chip Ein üblicherweise am Hals unter die Haut implantierter Mikrochip (Transponder). Der Transponder übermittelt einem Lesergerät (Interrogato) eine Zahlencode anhand dessen der Hund eindeutig identifiziert erden kann. Der Code ist weltweit einmalig und wird in einer Datenbank gespeichert. CACIT Certificat d' Aptitude au Championat International de Travail: Anwartschaft auf internationalen Titel Gebrauchshundes. Canis lupus Die lateinische Bezeichnung für den Wolf und seine Abarten. Bezeichnung für den Haushund: Canis familiaris. Chromosomen Träger der Erbinformationen. Hunde haben 39 Chromosomenpaare. D Darmparasiten Neben Bandwürmer treten besonders Spulwürmer auf; sie werden in fast allen Fällen von der Mutter auf die Welpen übertragen. Während der ersten acht Lebenswochen sollten beim Welpen zwei Wurmbehandlungen vorgenommen werde. Deckgeld Steht dem Besitzer des Deckrüden für die Überlassung des Rüden zum Decken; nur bei eingetragenen Rüden mit Ahnentafel und, je nach Zuchtordnung, Zuchtzulassend oder Ankörung berechtigt. Zu empfehlen ist eine schriftliche Abmachung für den Deckakt über die Höhe des Deckungsgeld. In der Regel hat der Rüdenbesitzer das Recht der zweiten Welpenwahl (die erste Wahl liegt beim Besitzer der Hündin). Deckschein Eine vom Rüdenbesitzer unterschriebene Bestätigung eines erfolgreichen Deckaktes je nach Zuchtordnung auch vom Züchter ist Voraussetzung für die Eintragung reinrassiger Welpen in das Zuchtbuch.
Demutstellung Der Welpe erlernt die Demutstellung im Spiel mit den Geschwistern oder mit der Mutter, gelegentlich auch mit dem Vater, was sehr wichtig ist für den späteren Umgang mit anderen Hunden. Wenn ein bedrohter Hund sich auf den Rücken wirft, so bewirkt das beim Kontrahenten Beisshemmung. Deprivationssyndrom Fehlentwicklung des Verhaltens als Folge frühkindlicher Isolation oder mangelnde Zuneigung. Dickdarm Bakterien im Dickdarm bauen Nahrungsreste ab, die mit Wasser verdünnt vom Dickdarm absorbiert erden. Diensthund Hunde, die im Dienste von Behörden (Polizei, Militär, Sanität, Zoll, Grenzschutz) stehen. Domestikationsmerkmal Erbliche Änderung im Verhalten oder Köperbau im Vergleich zur Stammform. Drahthaar Dichtes, kurzes und derbes Fell, kommt unter anderem bei Teckel und Terriern vor. Dünndarm Verdauungssäfte aus den Darmdrüsen zerlegen hier die Nahrung in Bausteine, die ins Blut übergehen. E Eifersucht Ein der menschlichen Eifersucht verwandtes Gefühl kann auch bei Hunden stark entwickelt sein. Liebkosung eines anderen Tieres oder Zurücksetzung gegenüber einem anderen Wesen kann Angriffshandlungen des Hundes gegen dieses oder sogar gegen den Herrn hervorrufen. Eine gefährliche Situation entsteht besonders dann, wenn beispielsweise ein Ehepaar, das bisher einen Hund stark verwöhnt hat, ein Kind bekommt und den Hund nun vernachlässigt und aller abgestammten Rechte beraubt. Ein neues Familienmitglied, sei es Kind, Hund oder Katze, sollte mit einem Hund in Freundlichkeit bekannt gemacht werden, und der Hund müsste immer das Gefühl haben können, dass er noch geschätzt und niemand ihm vorgezogen wird. Eigenfährte (Nasenarbeit) Ausarbeiten einer Eigenfährte mit einer rechtwinkligen Richtungsänderung nach recht oder links und einem eigen Gegenstand am Ende der Fährte. Einkneifen der Rute Bei einigen Windhundarten ist das Tragen der Rute zwischen den Hinterläufen die natürliche Haltung. Bei den anderen Hunden wird Einkneifen der Rute durch Angst vor einem Gegner oder vor Strafe verursacht, häufiges oder dauerndes Einkneifen der Rute durch scheues, geschädigtes Wesen. Bei einem sonst wesensstarken Hund deutet auffallendes Einkneifen der Rute auf den Befall von Würmern hin. Einmann-Hund Hunde die ganz strikt nur einen Menschen als HF anerkennen und jeden anderen, sei es ein Familienmitglied, Bekannter, Hausgenosse ablehnen. Eintragung Die zum Nachweis der Rassereinheit erforderliche, auf Antrag vorgenommene Eintragung des Hundes in das für seine Rasse gültige Zucht- oder Stammbuch gemäss der jeweiligen Zuchtordnung.
Ektropium Auswärtsdrehung bzw. Schlaffheit des unteren Augenlides, teilweise rassentypisch und als erwünschte Eigenschaft bei einigen Rassen. Ellenbogen Die mittleren Gelenke der Vorderläufe. Entfilzungskamm Spezialkamm, dessen Zähne als scharfe Messer ausgeformt sind und zum Durchtrennen verfilzten Fells dient. Entropium Eingerolltes Augenglied. Kann operativ entfernt werden. Entropium ist bei einigen Rassen erblich. Entwöhnung Allmähliches Absetzten der Welpen von Mutter im Laufe des zweiten Lebensmonats. Sobald die Welpen einigermassen laufen können, sind sie imstande, sich an das Fressen aus der Schüssel zu gewöhnen. Schon von der 4. Woche an kann zusätzlich zur Muttermilch künstliche Welpenmilch gegeben werden, von der 5. Woche an Flocken in Milch mit Honig oder in Fleischbrühe mit Hackfleisch. Viele Hündinnen brechen während er Zeit der Entwöhnung ihren Welpen die Nahrung vor, und die Welpen sollten an der Aufnahme dieses Speisebrei nicht gehindert werden. Wichtig ist, dass die Hündin während der Entwöhnungszeit nicht dauernd mit den Welpen zusammen ist, und zwar um so weniger, je älter die Welpen sind, damit die Hündin sich erholt und die Welpen gezwungen sind, das Futter aus der Schüssel anzunehmen. Erbgang Die Übertragung der Erbfaktoren der Vorfahren auf die Nachkommenschaft. Erziehung Die Erziehung des Welpen beginnt mit dem Erlernen des Verhaltens gegenüber anderen Hunden durch die Spiele mit Mutter und Geschwistern. Es folgt die Begegnung mit dem Züchter, und durch sie wird die Basis für die Beziehung zum Menschen überhaupt gelegt. Erziehung im engeren Sinne beginnt mit dem Augenblick der Übernahme durch den Besitzer. Da sich jetzt entscheidet, wie sich das Zusammenleben gestalten wird, sollte der Besitzer und möglichst auch seine Familie sich in diesen Tagen völlig dem kleinen Hund widmen, wobei man nicht zuletzt dessen Veranlagung sehr gut erkennen kann. Während der gesamten Erziehung heisst es, die erwünschten Wesensäusserungen zu unterstützen und zu fördern, die unerwünschten zu unterdrücken. Mit Freundlichkeit aber mit absoluter Konsequenz, sollten die Führungsposition des Herrn und die Unterordnung, der Gehorsam des Hundes hergestellt und befestig werden. Der Hund lernt niemals durch Erklärungen und Ermahnungen, sonder nur durch praktische Erfahrung. Eine bestimmte Handlung bringt ihm Liebkosung und Leckerbissen ein - er wird sie zu wiederholen suchen: Schmerz und Zurücksetzung als Folge eines Benehmens warnen ihn vor dessen Wiederholung. F Fahne Lange Haare an der Unterseite der Rute. Fähe Zoologisch korrekte Bezeichnung für weibliche Wölfe, Füchse und Dachse. Fährte Geruchspur oder Schweissspur (Blutspur) des Wildes, der ein Jagdhund zu folgen vermag (z.B. Bluthund, Basset Hound).
Fährtenhund Speziell auf das Folgen einer Fährte ausgebildeter Hund. Für Gebrauchshunde gibt es die Färtenhundeprüfung, für Jagdhunde stehen spezielle Jagdprüfungen . Fährte Druck- und Duftabdrücke eines menschlichen Fusses auf der Erde, die dem Hund den Weg zum HF (Hundeführer) bzw. bei Verbrechersuche zum Täter führen. Fährtenleine Mehrere Meter lange Leine, Riemen, zur Arbeit auf der Fährte. Fang Schnauze des Hundes. Fass Zuruf des HF als Befehl, den Gegner festzuhalten. Fassbeinig O-beinig, fehlerhafte Stellung der Hunde bei der die Sprunggelenke nach auswärts gebogen sind. FCI Fédération Cynologique Internationale. Internationale kynologische Vereinigung wurde 1912 in Thin/Belgien gegründet. Feldarbeit Bei den Jagdhunderassen unterscheidet man neben der Feldarbeit die Wald- und die Wasserarbeit. Fesseln Andere Ausdruck für Vordermittelfuss. Fingerzahnbürste Praktisches Werkzeug für die Gebisspflege des Hundes. Die Fingerzahnbürste wird auf den Zeigerfinger gesteckt und kann wie eine normale Zahnbürste benutzt werden. Figurant Scheintäter. Flanke Die Köperregion zwischen Brustkorb und Hinterhand. Fledermausohr Breit angesetzte, lang gezogene, oben gerundete Stehohren (z.B. Französische Bulldogge) flehmen Tritt in der Regel nur bei Rüden auf, wenn sie den Harn einer Hündin durch Lecken aufnehmen. Die Lippenbewegungen dienen dazu die Geruchsstoffe in flüssiger Form zum Jakobsonschen Organ zu transportieren. Dieses Geruchsorgan befindet sich im oberen Bereich der Mundhöhle und hat die Aufgabe Geruchsreize zu analysieren. Fluchttrieb Im Bereich des Selbsterhaltungstriebes ist besonders bezeichnend der Fluchttrieb. Das Wildtier, die Urform des Hundes, der Wolf, ist allgemein scheuer als das domestizierte Tier, das nicht in einer Welt ständiger Bedrohung lebt. Der Fluchttrieb steht in Zusammenhang mit einer nicht zielgerichteten inneren Angst oder der Furcht vor einer Person oder Situation. Je verständiger ein Hund ist, je mehr Einsicht er in seine Lebensverhältnisse hat, um so weniger wird er grundlose Angst empfinden. Scheue, ängstliche Wesensart kann zurückzuführen sein auf Vererbung, Aufzucht und Erziehung: durch die Aufzucht insofern, als das Tier nicht rechtzeitig mit Menschen in freundliche Berührung gekommen ist und somit lebenslang scheu bleibt; durch die Erziehung dann, wenn sie zu hart, ungerecht oder zwischen Härte und Nachgiebigkeit schwankend ist. überschreitet ein vermeintlicher Feind
die kritische Distanz des scheuen Hundes, so wird sein Fluchttrieb durch die Situation nicht möglich, so entlädt sich seine Spannung in einem Angriff (Angstbeisser). Flüchtige Suche Jagdlich das Verhalten des Hundes, wenn er beim Suchen weit vorausstreift, d.h. viel Feld nimmt. Fly-Ball Apportierspiel bei dem der Hund einen von der Flyball-Maschine geworfenen Ball über mehrere Hindernisse zu seinen HF zurücktragen muss. Folgsamkeit Eine zu erstrebende Hundetugend und die Grundlage für die gesamte Erziehung. Formbewertung Voraussetzung für die Zuchtzulassung der Rassehunde; sie wird vorgenommen auf internationalen und Spezialzuchtschauen durch eigenes dafür ausgebildete Formrichter. Fransen Lange, herunterhängende Haare am Ohr (z.B. Cocker Spaniel). freies Folgen Der unangeleinte Hund muss seinem HF in jeder Gangart und Richtung willig und freudig so folgen dass er sich mit der rechten Schulter dauernd dicht neben seinen HF auf der Höhe des linken befindet. Beide Arme sind zwanglos zu bewegen. Bei jedem Anhalten hat sich der Hund, ohne Beeinflussung und Andern der Grundeinstellung sofort parallel zum HF und nahe des linken Fuss zu setzen, Schulter auf Kniehöhe des HF. Freisprung Sprung über ein frei stehendes Hindernis, bei Prüfungen zum Beispiel über eine Besenhürde. Freude äussert sich durch Schwanzwedeln und evtl. helles Bellen, Begrüssung. Freudengeheul Mit hellem Bellen gemischte Gefühlsäusserungen. Front, Lautgeben Aus der Grundstellung muss der Hund die Frontstellung einnehmen (gerade vor den HF) und dort zwei Stellungswechsel (Platz und Sitz) zeigen und dreimal kurz und kräftig Laut geben. Danach wird der Hund in die Grundstellung genommen. Führig/Führigkeit Die angeborene oder anerzogene Lenksamkeit nicht nur an der Leine, sondern auch in den einzelnen Arbeitssparten. Führleine Im Gegensatz zur kurzen (etwa 1m lange) Leine ist die Führleine länger. G Galopp Schnellste Gangart des Hundes. Der Galopp ist ein Springen im Dreitakt. Der Hund setzt gleichzeitig seine beiden Vorderpfoten, dann die beiden Hinterpfoten auf. Dann verschiebt sich das Auflagerungsgewicht von den Vorder- auf die Hinterpfoten, der Körper wird hochgestemmt, die Vorderpfoten greifen erneut nach vorne aus. Gangarten Die natürlichen Gangarten des Hundes sind: Schritt, Trab, gemässigter und heftiger Galopp. Ein sich frei bewegender Hund läuft meist im Trab, auch Trollen genannt.
Gebärden Der Hund hat eine Fülle von Ausdrucksmöglichkeiten in Stimme und Gebärden. Die Gebärden zeigen im Gesicht, in der Haltung des Kopfes, besonders der Ohren, in den Augen, in der Haltung des Rumpfes und der Rute die jeweiligen Gemütsstimmung des Hundes an. Sehr markant sind Demutsgeste, Imponiergehabe, Drohstellung, Freude, Trauer und Schmerz. Gebäude Der von der Haut umhüllte aktive und passive Bewegungsapparat in das jeweils rassetypische Gebäude sind die Organe eingebaut, die alle Körperfunktionen nach innen und aussen steuern. Von geschlossenem Gebäude spricht man bei einem Hund mit tief und geräumig erscheinendem Rumpf. Gebiss Das Gebiss des Hundes besteht aus 42 Zähnen. Ober- und Unterkiefer können je nach Rassestandard mit Scherenbiss oder mit Zangenbiss schlissen. Gebrauchshund Sammelbezeichnung für alle Hunde, die im Gegensatz zu Luxushunden eine nützliche Arbeit leisten können wie Behindertenbegleithund, Therapiehunde, Blindenführhunde, Diensthunde, Sanitätshunde, Lawinensuchhunde, Katastrophenhunde, Schutz- und Wachhunde, Hirten- und Hütehunde, Jagdhunde, Schlittenhunde usw. Gehorsam Ererbte Bereitschaft zur uneingeschränkten Anerkennung des in der sozialen Rangordnung höher stehenden Meutegefährten lässt sich durch Erziehung auf den Menschen ausrichten und fördern, bis der bei Gebrauchshunden erwünschte Gehorsam (Unterordnung) erreicht ist. Gehör Der Hund hat ein besser ausgebildeten Gehörsinn als der Mensch. Er rangiert beim Hund an zweiter Stelle nach Geruchssinn. Genotyp Gesamtheit der Erbanlagen eines Lebewesen. Gesäuge Die sechs bis zwölf Milchdrüsen der Hündin sind funktionell mit den Geschlechtsorganen verbunden. Auch durch die Scheinschwangerschaft kann es zum Milchaustritt kommen. Geruchsinn Stärkster Sinn des Hundes. Als Nasentier orientiert er sich in der Umwelt vornehmlich nach Geruchswahrnehmungen, die überdurchschnittlich auch bei gut sehenden Hunden eine sehr grosse Rolle spielen. Wenige andere Säugetiere besitzen ein derart hoch entwickeltes Riechorgan wie der Hund. Mit Hilfe seines von seitlichen Nasendrüsen stets feucht gehaltenen, sehr beweglichen Nasenschwammes orientiert es sich bei Fernwitterung über die Luftströmung. Die Riechfeldfläche ist enorm. Beim erwachsenen Deutschen Schäferhund z.B. erreicht Riechfeld eine Ausdehnung von bis zu 170qcm und eine Dicke von 0,1 mm. Geschirr Riemenzeug, das um den Hals und der Brust angelegt wird ,z.B. Saccowagen fahren, Schlittenhunde, Blindenhunde oder als Hilfsmittel in der Ausbildung). Gesichtsfeld Den Bereich der ein Hund überblicken kann ohne den Kopf zu drehen. Das Gesichtsfeld des Hundes beträgt etwa 250 Grad und des Menschen etwa 100 Grad. Gesichtssinn Sehvermögen des Hundes. Räumliches Sehen ist dem Hund nur in geringem Masse möglich, dafür kann er Bewegungen noch über sehr grosse Entfernung wahrnehmen. In der Dunkelheit seht der Hund besser als der Mensch, da der Augenhintergrund reflektierend ist. Die Farbsichtigkeit ist nur relativ schwach ausgebildet.
gestromt Farbliche Längst- oder Querstreifen des Felles (wie beim Boxer). getigert Farbliche Verteilung auf dem Fell, das dem Tiger ähnelt (z.B. Dalmatiner, Deutsche Dogge) Gewissen Da der Hund nicht menschlich denkt und keinen Moralbegriff hat, ist ihm auch das Gefühl eines guten oder schlechten Gewissens unbekannt. Erweckt er den Anschein, ein schlechtes Gewissen zu haben, so entsinnt er sich nur einer Strafe als unlustvoller Begleiterscheinung bei einer entsprechenden Handlung und hat Angst, wieder bestraft zu werden. Glatthaar Kurzes eng an den Körper anliegendes Deckfell. (z.B. Labrador Retriever, Rottweiler). Gonadotropin Hormone der Hirnanhangdrüse (Hypophyse), welche die Entwicklung der Gonaden (Geschlechtszellen) beeinflussen. Gonaden Die Geschlechtszellen der Hoden bei Rüden. Grasfressen Reguliert die Verdauung und erleichtert das Erbrechen, wenn der Hund seinen Magen von unverdaulichen Futter- und Knochenresten zu befreien sucht. Grössenangaben Bei jeder einzelnen Rasse als Widerrist- oder Schulterhöhe eingetragen. H Haar Das Fell des Hundes besteht aus Unterwolle (Wärmeisolation) und das Deckhaar (Schutz vor Witterungseinflüssen). Bei einigen Rassen ist die Unterwolle kaum oder gar nicht vorhanden. Haarfarbe Die Färbung des Haarkleides variiert beim Hund noch vielmehr als die Haarbeschaffenheit, was bei manchen Rassen zur Unterscheidung besonderer Schläge geführt hat. Die ursprüngliche graubraune Wildfärbung tritt nur noch beim Deutschen Schäferhund und bei einigen Nordlandhunden in Erscheinung. Die vorherrschende Farbe gilt als Grundfarbe. Hellere oder andersfarbige Flecken an Augen, Fang, Kehle, Gelenken, Innenseite der Läufe und Waidloch bilden die sog. Markenfarbe. Scheckung, Wolkung und Schattierung gelten als Zeichnung. Abzeichen sind umschriebene Farbmarken an best. Stellen, wie z.B. die Blesse. Die Farbe ändert sich oft mit zunehmendem Alter, erlauben aber keine zuverlässige Altersbestimmung. Haarwechsel Auch als Abhaaren bezeichnet, in gemässigten Klimazonen grundsätzlich zweimal jährlich erfolgend, hängt ausser von de jahreszeitlichen Einflüssen auch von der Haltung, Pflege und Fütterung ab. Zur Zeit des Haarwechsels ist die Pflege besonders wichtig. Hals Nacken und Kehle des Hundes. Halsband Leder- oder Metallband zum Festhalten, breit genug und nicht zu satt anliegend. Stachelhalsbänder sind in der ganzen Schweiz verboten!
Halswirbelsäule Die lang gezogene Halswirbelsäule ermöglicht dem Hund eine hohe Beweglichkeit des Kopfes. Handscheu Normale Hunde schmeicheln der hand ihres Herrn in Ergebenheit und Zutrauen; fremden Händen begegnen sie gleichmütig. Hunde, die im Gegensatz dazu vor jeder Menschenhand, auch der des Herrn, zurückweichen, sind unglückliche Geschöpfe, nahezu unheilbar scheu durch Vererbung, durch Aufzucht ohne menschlichen Kontakt oder durch anhaltende grobe Behandlung. Handwurzel Hier findet sich bei einigen Rassen die Afterkralle. Hängen Bei der Vereinigung des Rüden mit der Hündin verursacht der Schwellkörper im Penis eine feste Verankerung mit der Scheide, das Hängen. Die Schwellung geht von selbst zurück. Man sollte die Hunde nicht gewaltsam trennen, da dies immer Verletzungen zur Folge hat. Hasenpfote Im Gegensatz zur rundlichen Katzenpfote eine ziemlich flache Pfote. Hautfarbe Abhängig vom Pigmentgehalt der Oberhaut und z.T. der Lederhaut. Je nach Rasse und Körperregion erscheint die haut grau bis schwärzlich oder hell-schokoladebraun. Die oberen Partien des Rumpfes und die Aussenseiten der Läufe sind gewöhnlich deutlicher pigmentiert. Besonders ausgeprägt ist die Färbung an Augenliedern, Lefzenrändern, Nasenspiegel und After. Ganz allgemein verstärkt sich die Pigmentierung mit zunehmendem Alter. Hecheln Der Hund hat am Körper keine Schweissdrüsen; die Schweissabsonderung ist deshalb sehr beschränkt. Nach stärkerer Bewegung und bei höheren Aussentemperaturen atmet deshalb der Hund bei geöffneten Fang, meist mit heraushängenden Zunge, zur Abkühlung erhöhten Eigenwärme. Heimkehrtrieb Um ihren Jungen Futter zu bringen, also die Art zu erhalten, mussten Wolfseltern nach der Jagd stets unverweilt in ihr Nest zurückkehren. Für versprengte Wölfe war es lebenswichtig, zu ihrem Rudel zurückzufinden. So wurde der Heimkehrtrieb im Wesen des Wolfes verankert, und er blieb wie die andern Urtriebe, Triebveranlagung, beim domestizierten Hund erhalten. Dieser kehrt vom ersehnten Spaziergang doch stets freudig wieder zurück, und selbst notorische Streuner stellen sich immer wieder daheim ein. Besonders instinktsicheren Hunden gelingt es, wenn sie durch widrige Umstände von ihrem Herrn getrennt sind, sich sogar aus grosser Entfernung nach Hause durchzuschlagen. Herdengebrauchshund Sammelbegriff für Deutsche Schäferhunde und bodenständig gezüchtete Hütehunde für Schafe, Rinder und Schweine. Sie müssen ihre Herde auch allein in Ordnung halten und rechtzeitig heim treiben können. Hetzen Bei Gebrauchshunden bzw. Polizeihunden das Verfolgen von Menschen. Hetztrieb Ein Teilaspekt des Jagdtriebes und vielen Hunden angeboren. Nicht zur Jagd verwendeten Hunden muss der Trieb, jedes Objekt, das sich vor ihnen rasch bewegt, zu hetzen, von Anfang an energisch abgewöhnt werden. Hepatitis (Contagiosa Canis) Die ansteckende Leberentzündung gibt es heute glücklicherweise kaum mehr. Dass diese Krankheit heute beinahe ausgerottet ist, kann auf die gute Impfdisziplin der Hundebesitzer zurückgeführt werden. Damit die Krankheit nicht wieder aufflammt, wird sie weiterhin der
kombinierten Impfung beigefügt. Ein verantwortungsbewusster Züchter lässt seine Welpen vor Abgabe an neue Besitzer gegen die Krankheit impfen. Herdenschutzhunde Gebrauchshunde die Viehherden vor Angriffen von Raubzeug schützen. Je nach regionalen Anforderungen haben sich viele Rassen von Herdenschutzhunden entwickelt. Heulen Bezeichnung für Lautäusserungen des Haushundes. Wolfsartiges Heulen als Ausdruck der Hilflosigkeit oder des Missbehagens. Der Hund hebt dabei den Kopf senkrecht in die Höhe und bleibt unbeweglich. Hinterhand Bezeichnung für das aus Becken, Keulen und Hinterläufen bestehende Hintergliedmass des Hundes. Hinterzehe Die eigentliche Standfläche des Hundes bilden die Zehen. Hitze Geschlechtstrieb der Hündin, der in der Regel zweimal jährlich auftritt und sich durch mehr oder weniger starke Blutungen aus der Scheide anzeigt. Hochsprung Der HF stellt sich mit abgeleintem Hund vor der Hürde auf. Die Hürde ist 20 oder 50 cm hoch. HF und Hund marschieren auf die Hürde zu, der Hund überspringt, ohne zu berühren, das Hindernis, der HR geht rechts daran vorbei, nimmt der Hund bei Fuss und hält nach etwa 5 m an, Hund in Grundposition. Hörzeichen Pfiff, Ruf und Befehl (im Gegensatz zu Sichtzeichen) Hochsuche Hohe Suche, Sucharbeit des Jagdhundes mit hoher Nase, d.h. In der Luft witternd. Hosen / Behausung Verstärkte und längere, nicht selten fransenartige Behaarung an der Hinterseite der Oberschenkel (Keulen) des Hundes. Hüftgelenksdysplasie (HD) Eine Hüftgelenksverformung, die überwiegend bei grossen Hunderassen auftritt und sich vermehrt. Hütehunde Bewegliche und ausdauernde Hunde, die zum Hüten von Viehherden eingesetzt werden. Die Hütehunde halten die Herde zusammen oder helfen dem Schäfer die Herde zu treiben. (z.B. Deutscher Schäferhund, Belgischer Schäferhund, Border Collie, Australian Cattle Dog). Hundepfeife Kurze rohrförmige Pfeife, die einen extrem hohen und für den Menschen kaum hörbaren Ton erzeugt. Hundebiss Mit Vorsicht zu behandeln, da bei Hautperforation leicht auch tiefer liegendes Gewebe infiziert wird. Sorgfältige Reinigung und antiseptische Behandlung sind geboten. Hundehalter (HF) Meistens der Eigentümer, behält die Haftung, auch wenn er die Sorge für den Unterhalt eines Tieres anderen Personen überträgt. Hundeleine Der Hund ist ein freiheitsliebendes Tier. Die Leine ist eine unnatürliche Notwendigkeit. Wir sollten so oft wie möglich ohne Leine trainieren, damit der Hund so oft wie möglich frei laufen kann, und "Geistig denken" kann. An der Leine kann er das nicht, denn der HF nimmt dem
Hund die Arbeit ab (Er denkt für seinen Hund). Ist eine Leine notwendig, sollte sie möglichst lang sein. Hundeleinen gibt es in verschiedene Ausführungen. Hundepfote Im allgemeinen geschlossen und rundlich mit gewölbten Zehen. Hundeschulen Vielerorts gibt es heute Hundeschulen in denen Hunde zur Erziehung aufgenommen werden. Meist werden auch Übungsstunden veranstaltet, an denen Hundebesitzer mit ihren Hunden selbst üben können. Selbstverständlich ist die letztere Form für Hund und Besitzer zweckmässiger, da sonst leicht durch Unerfahrenheit des Besitzers der Erfolg des Unterrichts wieder zunichte gemacht werden kann. Hundesport Sammelbegriff für Züchtung, Aufzucht und Haltung von Rassenhunden, samt deren systematischer Erziehung und Ausbildung. Hundesprache Der Lautschatz eines Hundes ist gross. Er bellt, heult, winselt, jault, brummt, knurrt oder mault und variiert seine Äusserungen in Stärke, Tonhöhe und Dauer. Zur Hundesprache gehören aber auch Bewegungen wie Wedeln oder Rute-Einziehen, Ohrenstellen, Springen, Sichwinden und Niedertun. Hundrasse Zusammenfassung von Hunden, die sich durch ihre gemeinsamen Erbanlagen von anderen der gleichen Art unterscheiden. Hundesteuer Diese Abgabe wird von den Stadt oder Gemeinden festgelegt. Hybride Hybriden sind Kreuzung zweier Arten Tieren hervorging. (z.B. Hund und Wolf). I Identifikation Feststellung der Identität eines Hundes auf Grund der Ahnentafel. Inzucht Paarung von Tieren mit engen Verwandtschaftsgrad (Eltern/Kinder/Geschwister). Imponiergehabe Die Rangordnung wird im Wolfsrudel durch Beeindrucken (Imponieren) und, erst wenn kein Kontrahent nachgibt, durch Kämpfen hergestellt. Das Imponiergehabe drückt sich in der Körperhaltung, durch Haarsträuben, Zähnefletschen etc. aus. Rangkämpfe spielen sich nur innerhalb der Geschlechter ab, nie zwischen Rüde und Wölfin, deren Verhältnis durch den Geschlechtstrieb geregelt wird. Impfung Vorbeugende medizinische Massnahme, um die Widerstandsfähigkeit eines gesunden Organismus zu unterstützten. Hundewelpen werden in der Regel vor der Abgabe an den neuen Besitzer gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose und Parvovirose geimpft. Instinkt Von vielen Rassen sind die angeborenen Wesenszüge und Verhaltungsweisen sehr gut bekannt. Ohne grosse Ausbildung lieben es die Retriever, Gegenstände aufzunehmen, sie umherzutragen und sie voller Stolz ihren HR zu zeigen. Pointer stehen ganz unbewusst vor (»point«), bevor sie entdeckte Dinge näher untersuchen. Hütehunde lieben es, alle Lebewesen inklusive den Menschen zu hüten. Und alle Spitzrassen, Dobermänner und Terrier sind aus Instinkt Wachhunde.
Intelligenz Ist zum Teil rassebedingt und umfasst Klugheit, Anpassungsfähigkeit und Gelehrigkeit. Durch ein gutes Verhältnis vom HF zum Hund kann die Intelligenz gefördert werden. Iris Die Iris ist ein muskulärer Ring, der vom Nervensystem bestimmt, die in Auge eintreten kann. Jagtrieb Der Wolf musste jagen, um sein Leben zu erhalten. So ist der Jagdtrieb mit verwandten Trieben (vor allem Beutetrieb Bringtrieb, Stöbertrieb sowie Bewegungstrieb und Betätigungstrieb) in der Triebveranlagung des Hundes festgelegt und nicht davon abhängig, ob er hungrig ist oder nicht. Der Jagdtrieb ist rudimentär auch in denjenigen Rassen vorhanden, in denen durch Zuchtauslese die überwältigende Jagdpassion stark gedämpft wurde, und jedes einzelne Tier solcher Rassen muss durch Erziehung lernen, dem Wild nicht zu folgen. J Jaulen In verschiedenen Tonhöhen abgegebener Hundelaut von sehr vokalischem Klang. Junghund Nach dem Welpenzeit spricht man bis zum Alter von 18 Monaten vom Junghund. K Kampfhund Kein Hund ist von Natur aus ein Kampfhund. Man kann jedoch jede Hunderasse und Mischlinge zu einen Kampfhund erziehen. Für Hundekämpfe gezüchteten Rassen. Gewünschte Eigenschaften und Schmerzunempfindlichkeit, Aggressivität, Ausdauer, niedrige Reizschwelle und völliges Fehlen des Sozialverhaltens gegenüber Artgenossen. Typische ("Kampfhunde") - Rassen sind "Bullterrier, Staffordshire Terrier, Pitbull Terrier, Dogo Argentino und einige molossoide Rassen. Kampftrieb Der Kampftrieb des Haushundes hat mehrere Wurzeln: die Kämpfe der Wolfsrüden um eine paarungsbereite Wölfin, um die Rangordnung, um Geltungstrieb, und die Kämpfe des Rudels gemeinsam mit einem grossen Beutetier. Schon die Wölfe besassen nicht alle den gleich starken Kampftrieb es setzte sich das Tier durch, das mit dem stärksten Kampftrieb die grösste Kraft verband. Inzwischen ist durch Domestikation und jahrtausendelange Zucht der Kampftrieb in den Rassen, aber auch bei den einzelnen Individuen der Rassen, erst recht in ganz verschiedenen Graden ausgeprägt. Für Dienst- und Gebrauchshunde ist echter, starker Kampftrieb, ja Kampffreudigkeit, erwünscht. Verheerend wirkt sich hier aus Angst herrührende Aggression aus. Deshalb sollte vor der Ausbildung anlagemässig vorhandener Kampftrieb durch Wesensprüfungen festgestellt werden. Karpfenrücken Nach oben gewölbter Rücken. Kastration Entfernung der Gonaden (Geschlechtszellen). Bei der Hündin Entfernen der Gebärmutter und Eierstöcke, beim Rüden Entfernung der Hoden.
Katastrophenhunde Die Ausbildung der Katastrophenhunde setzt unbedingten Gehorsam und als Sanitätshund- oder Schutzhund Prüfungen voraus. Sie ist schwer und verlangt von Führer und Hund viel Geduld und Mühe. Katzenpfote Eine rundliche, in sich geschlossene Pfote mit Katzenartigen gewölbten Zehen; Gegensatz; Hasenpfote Kettenhalsband In vielen Fällen an der Innerseite mit Stacheln versehendes Halsband. Solche Stachelhalsbänder sind in der Schweiz verboten. Kettenhund Den früher unter diesem Begriff bekannten Hund darf es rechtlich auf Grund der Verordnung über das halten von Hunden im Freien nicht mehr geben. Kläffen Überwiegend für kleinere Hunderassen typisches lang anhaltendes Gebell, das als ruhestörender Lärm nachbarschaftliche Probleme mit sich bringen kann. Keulengriff Zugriff der Hütehunde an Keule oder Fesselgelenk, um entweichendes Vieh bei der Herde zu halten. Kippohr Aufrecht stehendes Ohr mit nach vorne kippender Spitze (z.B. Collie). Kleinhunde Hunde mit einer Widerristhöhe von 25 - 41 cm. Kleinsthunde Hunde mit einer Widerristhöhe bis 24 cm. Kletterwand Die heutige Kletterwand hat die Form des Buchstabens "A", kann seitlich verstellt werden und weisst drei Steigleisten auf. An der Prüfung wirft der HF einen Gegenstand hinter die Kletterwand, wonach der Hund auf Hörzeichen auf das Gerät springt, dieses überklettert, auf der anderen Seite den Gegenstand aufnimmt und damit über die Wand zurückkehrt und apportiert. Knebel Kurzer Holzstab mit abgerundeten Enden zum Abbrechen von Hunden, die sich verbissen haben. Knopfohr Hoch angesetztes, nach vorn fallendes Ohr. Knurren Dumpfer schwingender Ton, meist als Zeichen des Missbehagens und Ärgers, aber auch als behagliches Knurren beim angeregten Spiel. Körpertemperatur Die normale Körpertemperatur des Hundes beträgt zwischen 38,0° und 38,6° Grad Celsius (rektal). Kondition Körperliche Verfassung des Hundes, die ihre Ursachen in Ernährung, Fütterung, Training und allgemeinen Gesundheitszustand hat. Konstitution Vererbte Körperrobustheit, Widerstands- und Leistungsfähigkeit.
Körung Auswahl von Zuchttieren, besonders bei Gebrauchshunden, zur Hebung der Rassezucht und Förderung einer einheitlichen Zuchtrichtung. Die anzukörende Hunde müssen den entsprechend dem Standard in der Körordnung niedergelegten Anforderungen in Aussehen, Wesen und Kondition entsprechen. Kragen Dichter Fellbesatz des Nackens und seitlichen Halsregion. Krallenfeile Dient zur Nachbearbeitung der Schnittkanten nach dem Schneiden der Krallen. Krallenzange Wird zum zurückschneiden der Krallen benutzt, wenn sie der Hund nicht selbst abläuft. Kreuzbein Der den Rutenansatz bildende Teil der Wirbelsäule. Kriechen Der Hund hat auf einer Geraden von 10m zu kriechen. Zu Beginn muss er Platz machen. Während des Kriechens sind mehrere Hör- und Sichtzeichen sowie Atempausen erlaubt. Der HF darf mitkriechen oder nebenhergehen, fehlerhaft ist jedoch jedes Berühren des Hundes. Nach dem Kriechen hat sich der Hund erst auf das Kommando des HF zu setzen. Kriechübungen sind anstrengend und sollten nicht übertrieben werden. Kriechen heisst aber auch Demutstellung des Hundes in Erwartung von Strafe. Dauerndes Kriechen ist Zeichen von angeborener Scheu oder fortgesetzter schlechter Behandlung. Kritische Distanz Auch Fluchtdistanz, bei einer bestimmten Entfernung zu einem Tier ergreift dieses die Flucht vor einem Näherkommenden. Ist keine Möglichkeit zur Flucht vorhanden, greift das Tier an. Beim menschennah aufgezogenen Hund gibt es zum HF keine Kritische Distanz, bei scheuen Hunden ist sie stark ausgeprägt und kann bei Überschreitung zu schweren Beissereien führen. (Angstbeisser) Kruppe Die Kruppe umfasst Körperteil, der vom Kreuzbein über die ersten vier Schwanzwirbeln verläuft. Je nach der Rasse soll sie gerade, ansteigend oder abfallend sein. Kupieren Verkürzen der Ohren oder der Rute durch Beschneiden. Das Kupieren der Ohren und der Rute ist in der Schweiz seit 1997 verboten. Seit dem 01. 06. 2002 dürfen keine Hunde in die Schweiz eingeführt werden. Kynologie Wissenschaft von den hundeartigen Lebenswesen; zusammengesetzt aus kyon (gr. Hund; kynos: Genitiv) und logos (gr. Lehre) L Lachen Ein dem Lächeln ähnlicher Ausdruck kommt beim Hund zustande, wenn die Mundwinkel weit nach hinten und deutlich nach oben gezogen sind, wobei die Ohren nach hinten gelegt werden. Öffnet sich das Maul leicht, so dass die Zunge sichtbar wird, und werden die Mundwinkel noch stärker aufwärts gebogen und die Fangspalte fast bis zu den Ohren auseinander gezogen, so nimmt sich das noch deutlicher aus. Am häufigsten erscheint dieser Ausdruck bei Spielstimmung und Wohlbehagen des Hundes. Lager Wo der Hund seine Ruhe hat und wo sein Betchen, Platz, seine Box usw. hat.
Lauern Gespannte Erwartung oder wachsende Aufmerksamkeit, vom Hund durch Spitzen der Ohren, Heben des Kopfes und Stillstehen sowie regloses Tragen der Rute bekundet. Läufe Bezeichnung für Bein, an den Vordergliedmassen vom Ellbogengelenk, an der Hinterextremität vom Kniegelenk an abwärts. Läufigkeit Geschlechtstrieb der Hündin, der in der Regel zweimal jährlich auftritt und sich durch mehr oder weniger starke Blutungen aus der Scheide anzeigt. Langhaar Weiches langes Deckhaar (z.B. Irish Setter). Laut Sprache des Hundes; aus innerer Erregung oder auf Befehl (Gib Laut) ausgestossen. Man unterscheidet Sichtlaut, wenn ein Hund einem Stück Wild bellend (mit lautem Hals) folgt, solange er es sieht. Gibt der Hund dann noch Laut, wenn das Tier seinen Augen entschwunden ist, spricht man von Spurlaut. Andere Bezeichnung für Bellen oder Hals geben. Gute Stöberhunde müssen fährtenlaut jagen, andere dürfen erst beim Sichten des Wildes Laut geben. Lautlose Hundepfeife Das Hörvermögen des Menschen reicht von 16 - 20 000 Hertz (Schallschwingungen in der Sekunde). Die obere Grenze des Hörvermögens trainierter Hunde liegt demgegenüber bei 100 000 Hertz. Mit der Galton-Pfeife erzeugten Welle hört der Hund noch auf 500 m Entfernung, nicht aber der Mensch oder das Wild. Somit kann der HF dem Hund auf diese Weise Befehle geben, ohne sich durch den Pfiff zu verraten. Lautverständnis Fähigkeit des Hundes, den Sinn eines Befehles oder Zuspruchs aus dem Klang oder Tonfall der menschlichen Stimme zu erfassen. Lautverweisen Lautäusserung eines Hundes der ab und zu bellend zum HF zurückläuft um den Fund zu verkünden. Lawinenhund / Lawinensuchhund Rettungsdienste in aller Welt erkennen die Lawinenhunde als schnellstes und zuverlässigstes Rettungsmittel bei Lawinenkatastrophen an. Lecksucht Kann bei jüngeren Hunden auf Kalzium- oder Vitamin-D-Mangel beruhen. Lefzen Lippen des Hundes, deren Form rassentypisch sind. Leinenführigkeit Bezeichnung für einen Hund, der angeleint an der linken Seite des HF geht, ohne zu zerren oder zurückzubleiben. Bei der Ausbildung ist die Leinenführigkeit eine Gehorsamsübung auf Befehl, z.B. Bei Fuss. Bei ungehorsamen Verhalten darf der Hund nur durch massvollen Leinendruck, höchstens mit einem Gertenklaps, nie aber mit der Leine gezüchtigt werden, um ihn nicht Leinenscheu zu machen. Leinenscheu Meist als Folge harter Strafen bei der Ausbildung eines Hundes auf Leinenführigkeit, nur selten wegen angeborener Scheu. Leinenzwang Vorschrift, den Hund nur an der Leine auszuführen. Leinenzwang ist jedoch auch ratsam nach bestimmten Verletzungen (Brüche, Zerrungen etc. des Stützapparates) des Hundes zur schnelleren und besseren Heilung.
Leistungsprüfungen Nach den Richtlinien der zuständigen kynologischen Verbände organisierte Gebrauchs- und Sporthundeprüfungen. Lende Unterhalb der Lende befindet sich das Becken. Lendenwirbel Lendenwirbel befinden sich zwischen Brustkorb und Becken. Leptospirose (Impfcode "L") Bakterieninfektion, die zu Geschwüren an Magen, Maul und im Darmbereich führt und mit der Schwäche der Hinterhand, blutigen Stuhl und häufig auch mit einer Hepatitis einhergeht. Die Erreger der Leptospirose werden von Nagetieren mit der Ausscheidungen abgesetzt und halten sich lange in stehenden Gewässern. Die Impfung gegen Leptospirose muss einmal pro Jahr aufgefrischt werden. Erkranke Hunde können Menschen mit Leptospiren infizieren und das "Canicola"-Fiber auslösen. Liebhaberzucht Im Gegensatz zum Hundehandel Hundezucht aus Liebhaberei. Liegeschwielen Vor allem bei grösseren und schweren Hunden auftretend, die viel auf sehr hartem Lager liegen müssen. An den Knochenvorsprüngen der Läufe (Aussenflächen der Ellbogen- und Sprunggelenke) bildet sich Hornhaut. Linealrücken Bei Hunden ein sehr langer, gerader Rücke,, wie z. B. bei Dachshunden. Lob Wertvolles Erziehungsmittel. Mit Brav, so gut, und über den Kopf streicheln kann man die Leistungen des Hundes steigern und erreichen, dass er Befehle freudig ausführt. Lohfarben Gelbliche bis rostbraunen Tönungen des Fells (z.B. Rottweiler, Dobermann). Luftwitterung Vom Suchhund mit hoher Nase, d.h. in der Luft aufgenommene Witterung. Gegensatz: Bodenwitterung. M Mannschärfe Aggressionspotential des Hundes gegenüber Menschen. Die Mannschärfe ist je nach Rasse unterschiedlich stark ausgeprägt und kann durch Training gesteigert werden oder gedämpft werden. Herdenschutzhunde besitzen eine sehr hohe Mannschärfe, Golden Retriever sind so gut wie nie Mannscharf. Maske Schwarze Pigmentierung des Fells von der Stirn bis zur Nasenspitze. Maulkorb Draht oder Riemengeflecht, das dem Hund über den Fang gestülpt wird, um ihn am Beissen zu hindern. Er muss jedoch genug Raum zum Gähnen und Hecheln bieten, aber so befestigt werden, dass er sich nicht abstreifen lässt, Nacken und Nasenrücken dürfen nicht gedrückt und wundgerieben werden. Der Maulkorb ist anzuwenden auf Anordnung bei Haustiertollwut und falls ein Hund zu beissfreudig ist. In einigen Ländern ist er sogar Vorschrift. Maulkorbzwang Vorschrift der Behörden; wenn Hunde beisswütig sind müssen sie einen Maulkorb tragen.
Medienverhalten Negative Ersterlebnisse oder negative Erfahrungen führen zu einer Tendenz, ähnliche Situationen und Erfahrungen zu vermeiden. Wird z.B. ein junger Hund von einem Velofahrer (Radfahrer, für unsere Nachbarländer) angefahren und erleidet erhebliche Schmerzen, wird der Hund zukünftig bestrebt sein, solche Begegnungen dieser Art auszuweichen. Meldegeld Geldbetrag, der bei Meldung eines Hundes zur Zuchtschau, Ausstellungswesen, Military, Gelände-Trophy usw. zur Unkostendeckung zu entrichten ist. Milbenbefall Befall mit parasitären Milben (Sarkoptis canis, Demodex, Herbstgrasmilbe). Milbenbefall führ bei Hund zu intensiven Juckreiz. In Folge des Kratzens entstehen Schorfstellen und Verkrustungen der Haut. Milchgebiss Besteht beim Wolf und Hund aus 28 Zähnen. Der Wechsel von Milchgebiss zum Dauergebiss beginnt im vierten Lebensmonat. Milchtritt Reflexartiges Stossen der Welpen mit der Vorderpfoten, um die Hündin zur Milchabgabe anzuregen. Milchzahnpersistenz Besonders bei Klein- und Zwergrassen kann es zu multipler Persistenz der Milchzähne kommen. Die Zähne des Dauergebiss gleiten an der Milchzähnen vorbei, anstatt sie herauszuschieben, Peristierende Milchzähne können vom Tierarzt gezogen werden. Milzbrand (Anthrax) Hunde besitzen eine hohe natürliche Resistenz gegen Infektionen mit dem Milzbranderreger Bacillus anthracis. Die Aufnahme von stark infizierten Tierkadavern kann die Krankheit aber auch beim Hund auslösen. Symptome: Starke Schwellungen im Hals- und Rachenbereich, blutiger Durchfall, starke Sepsiserscheinungen. Mimik Von der Stimmungslage abhängiger Gesichtsausdruck, der wie Kopf- und Körperhaltung, Ohren- und Rutenstellung dem Sozialverhalten zugehört und im Verkehr mit Artgenossen eine Rolle spielt. Auch der Besitzer lernt die Mimik des Hundes verstehen, so wie dieser den Gesichtausdruck seines Herrn zu deuten weiss. Misshandlung Tierquälerei. Misstrauen z.B. Scheuheit von Menschen. Mittelfuss Als Vorder- und Hinter-Mittelfuss zwischen Fusswurzel und Pfoten eingefügter Gliedmassenteil, gestützt durch 5 mehr oder weniger zylindrische, von innen nach aussen länger werdende Knochen. Mittelgalopp Bevorzugte Fortbewegungsart der revierenden Hunde. Mittelhand Entspricht dem menschlichen Handteller. Sie wird vom Hund nicht belastet. Mundhöhle Der Hund reisst oder schneidet die Nahrung und verschlingt sie. In der Mundhöhle wird die Nahrung mit Speichel vermengt und gleitfähig gemacht.
N Nachahmung Lernen durch beobachten. Namengebung Der Hundenamen sollte kurz und für den Hund leicht verständlich sein (z.B. Porti, Benny, Kiria, Ringo, Laika usw.) Für die in das Zuchtbuch einzutragenden Namen stellen die Clubs Regeln auf, meist für jeden Wurf mit gleichem Anfangsbuchstaben, für aufeinander folgende Würfe in alphabetischer Reihenfolge, oder gleiche Anfangsbuchstaben für die Würfe eines Jahres. Es ist nicht verboten, dem Hund einen anderen Namen zu geben als vom Züchter auf der Ahnentafel eingetragen wurde. Bei Prüfungen oder Ausstellungen muss jedoch der richtige Name angegeben werden. Nasenschwamm Vorderer Nasenkuppe mit Nasenlöchern. Nervosität Kommt leider auch beim Haushund vor. Sobald Wesensschwäche vorliegt, sollte das Tier nicht zur Zucht verwendet werden. Niederwild Reh, Hase, Kaninchen, Dachse, Füchse usw. O Oberarm Oberarm und Unterarm bilden das Vorderbein. Oberkiefer Ist beim Hund sehr kräftig ausgebildet, da er ursprünglich zum Reissen der Beute diente. Oberkopf Kopfregion zwischen Augen und Ohrenansatz. Öffnen des Fanges Bei ruhigen und geduldigen Tieren durch Eindrücken der Oberlefzen. Da die Backenzahnreihen leicht erreichbar sind. Bei kleinen Hunden nur mit Vorsicht auszuführen. Zu Untersuchungen und kleiner Eingriffen im vorderen Bereich der Maulhöhle kann das seitliche Einschieben eines Rundholzes genügen. Zur Besichtigung des Rachens müssen hingegen ein Fangöffner oder ein Paar Hakenschlingen benützt werden, damit werden Ober- und Unterkiefer auseinander gezogen festgehalten. Ohr-Trimm-Messer Kurzes Spezialmesser, mit dem man verschmutzte und verklebte Haarbüschel schnell entfernen kann. Ohrenzwang Entzündung des äusseren Gehörganges. Besonders Hunde mit langen Schlappohren neigen zur Ohrenentzündungen. Orientierungssinn Hunde finden über weite Strecken heim. Wie sie sich orientieren, denn Geruch und Gehör können dafür nicht genügen, ist unbekannt. Mit dem Heimkehrtrieb vererbte sich auch der Orientierungssinn. Ovarionhysterektomie Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke. Wird von vielen Hunderhaltern gegenüber
der Kastration der Vorzug gegeben, da im Alter keine Gebärmutterentzündungen auftreten können. P Pariahunde Verwilderte Haushunde, die, sich selbst überlassen, in der Nähe menschlichen Sidlungen leben. Parvovirose (Impfcode: P) Es handelt sich dabei um eine schwere Magen - Darm Entzündung. welche vorwiegend Welpen und Junghunde befällt und deswegen speziell für Hundezuchten eine grosse Gefahr darstellt. Sie führt zu heftigem Erbrechen und blutigen Durchfall. Die erkrankten Tiere müssen oft über längere Zeit hospitalisiert und behandelt werden. Todesfälle sind leider keine Seltenheit. Peitsche Sollte bei der Schutzhundausbildung lediglich zum Deuten und Touchieren (Berühren) dienen. Wie auch die Leine, bei deren Anblick der Hund sich auf den Spaziergang freuen soll, darf keinesfalls zur Bestrafung verwendet werden. Pfeife Bewährtes, oft bei der Arbeit einzig verbindendes Signalmittel mit dem Hund. Beliebt sind die vom Menschenohr nicht wahrzunehmenden lautlosen Pfeifen, deren Schwingungen vom Hund noch vernommen werden. Pfui Missbilligender Zuruf wenn der Hund bestimmte Dinge nicht machen darf. Wie z.B. Kot fressen, sich im Dachsdreck wälzen. Platten Grosse, zusammenhängende Farbflecken des Fells. (z.B. Bernhardiner, Landseer). Platz Befehl für das Ablegen (Niederlegen) bei der Ausbildung. Polydontie Eine höhere Anzahl von Zähnen als in der Zahnformel vorgegeben. Prädispositie Ererbte Anlagen, die das Verhalten des Hundes mitbestimmen und sich sowohl positiv wie auch negativ bemerkbar machen können. Prägung Lernstoff, der nur in einer bestimmten Lebensphase aufgenommen wird und nicht mehr vergessen kann. Prägungsphase Zeitraum zwischen der vierten und achten Lebenswoche des Hundes. Die Prägung auf den Menschen findet hauptsächlich in dieser Zeit statt. Ausgiebiger Kontakt zu verschieden Menschen ist entscheidend für das Verhalten des Hundes im späteren Leben. Ausserdem sollte der Hand in dieser Zeit an Ger6auml;sche, andere Tieren, Autos fahren usw. gewöhnt werden. Was der Hund in dieser Zeit kennen lernt werden später als selbstverständlich sein. Prüfungen Von hundesportlichen Organisationen eingerichtete, vorher, ausgeschriebenen und nach einer PO (Prüfungsordnung) ausgerichtet Veranstaltung mit dem Zweck, bestimmte Leistungen zu prüfen und die erfolgreichen Hunde zu bewerten.
Prüfungsalter In der PP vorgeschriebenes Alter des Hundes zur Zulassung zu bestimmten Prüfungen. Prüfungsleiter Die Gesamtorganisation einer Prüfung liegt in den Händen des von der Sektion zu bestimmenden Prüfungsleiters. Er ist für eine flotte und reibungslose Abwicklung der Prüfung verantwortlich. Prüfungsordnung (PO) Ist massgebend für die in der Schweiz stattfindenden Prüfungen der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) und deren Mitglieder. Sie regelt das Verhalten der Teilnehmer an den Prüfungen und umschreibt die Disziplinen, die an Prüfungen in den einzelnen Klassen zu absolvieren sind. Prüfungen sollen auf der Grundlage sportlich-fairer Gesinnung und der Beachtung des Tierschutzgedanken Auskunft über den Leistungsstand von HF und Hund erteilen. Im Vordergrund steht dabei der sportliche Wettkampf, wobei das Sporthundewesen jedoch die Basis für das Dienst- und Rettungshundewesen bilden kann. Prüfungsrichter Leistungsrichter, qualifiziert, zur Abnahme von Leistungsprüfungen berechtigt. Q Quarantäne Befristete Absonderung von krankheitsverdächigen Tieren, um die Übertragung von Seuchen zu verhindern. Befristete Absonderung von Tieren, um die Einschleppung von Seuchen zu verhindern; z.B. erforderlich bei Einfuhr eines Hundes nach England. R Rangordnung Verteilung von Rechten und Pflichten innerhalb eines Rudels von Wölfen, Hunden. Ranghohe Tiere haben bevorzugten Zugriff zu Nahrung, Ruheplätzen der Paarung, andere haben Wach- oder Verteidigungsfunktionen. Die Rangordnung trägt zur Stabilisierung der Gruppe bei. Unsere Hunde besitzen noch das Verhaltensinventar der Urahnen, doch in stark eingeschränktem Masse. Sie brauchen es auch nicht, denn die Rangordnung besteht nur noch zwischen seinen HF (Herrn, Familie und Hund). Dabei sollte der HF sich allerdings als Meuteführer auch bewähren und für seinen Hund einstehen, wie es der ranghohe Wolf für seine Rudelmitglieder tat. Ramsnase Stark gebogener Nasenrücken fast ohne Stop (z.B. Bull Terrier). Rasse Untergruppe einer Art die alle Individuen mit bestimmten Merkmalen und Eigenschaften umfasst und die Fähigkeit besitzt, diese Merkmale an ihre Nachkommen zu vererben. Rassenstandard Eindeutige Rassenmerkmale die vom Zuchtverband (F.C.I.) für eine Rasse aufgestellt werden. Rauhaar Kurzes oder mittellanges Deckhaar, das sich rau und hart anfühlt. Rauschgifthunde Es wird oft befürchtet, dass Rauschgifthunde süchtig gemacht werden und es ist deshalb vorweg festzustellen, dass das nicht der Fall ist. Bei der Ausbildung eines
überdurchschnittlich suchfreudigen Hundes mit hervorragendem Geruchssinn wird das als Lernobjekt verwendete Rauschgift dick verpackt und umwickelt, zumal der Hund ja lernen muss, den Geruch durch raffinierte Tarnungen hindurch zu spüren. Gelernt wird auf spielerischer Basis, d.h. der HF und sein Hund spielen mit dem verpackten Objekt so lange, bis der Hund das Päckchen genau kennt und als sein Eigentum betrachtet, dann wird es versteckt, Sucherfolge werden belobt und durch ein wenig weiteres Spielen mit dem Objekt belohnt. Beim Einsatz zeigen die Hunde den Fund durch Scharren und aufgeregtes Wedeln an. Reibegebiss Die Schneidezähne des Unter- und Oberkiefer reiben aneinander, wenn der Hund die Schnauze öffnet oder schliesst. Reinzucht Paarung von Tieren gleicher Rasse oder gleichen Schlages mit gesicherter Abstammung. ridge (engl.) Gegen den Fellstrich gewachsener Fellstreifen, der auf dem Rücken entlang der Wirbelsäule verläuft (z.B. Rhodesian Ridgeback). Riemen Lederne Hundeleine, als Führerleine für den Gebrauchshund. Ringdressur Damit der Hund sich bei einer Ausstellung von seiner besten Seite zeigt, sollte er durch Besitzer oder den Ausbilder zum Laufen im Ring, Leinenführigkeit und Friedfertigkeit gegenüber anderen Hunden erzogen werden. Es ist zweckmässig, schon den jungen Hund auf Ausstellungen zu bringe, damit er später, wenn es um die Platzierung geht, den Betrieb mit seinen vielen Gerüchen und Geräuschen schon kennt. Zur Ringdressur gehört, dass der Hund eingehende Betrachtung von Gebiss, Ohren, Rute etc. ohne sträuben zulässt. Ringelrute Hochstehende Rut, die über den Rücken geringelt getragen wird. Zeichen der Domestikation (z.B. Appenzeller Sennenhund, Akita Inu, Spitz-Rassen). Rippen Die Rippen bilden zusammen mit dem Brustwirbel und Brustbein den Brustkorb. Rückbiss Der Unterkiefer ist kürzer als der Oberkiefer. Die Fangzähne können sich, bei schmalen Unterkiefer, in den Gaumen bohren und den Hund grosse Schmerzen bereiten (Fressunlust). Der Rückbiss kann vererbt werden. Rücken Der Hunderücken teilt sich in Rücken, Lende und Kruppe. Rüde Kynologisch korrekte Bezeichnung für ein männlichen Hund. Rufnamen Der Name denn man seinen Hund gibt. Runddrehen Das im Kreis treten des Hundes vor dem Hinlegen. Als eine von den wilden Vorfahren ererbte uralte Gewohnheit gedeutet (Niedertreten des Grases zur Vorbereitung des Rastplatzes). Rute Kynologisch korrekte Bezeichnung für den Schwanz des Hundes. S Sanitätshunde Eine bei uns, in der Schweiz zu hoher Vollendung gebrachte Sparte der Ausbildung der Gebrauchshunde. Grundlegend für die Prüfung ist wie bei allen Gebrauchshunden die Unterordnung, wobei hier auch Apportieren, Kriechen, Sprung über die Hürde sowie Weitsprung und Beweis der Schussgleichgültigkeit gehören. Die andere Gruppe der Übungen betrifft die Nasenarbeit; Revieren nach Versuchpersonen. Sauberkeit Ist Grundbedingung für eine erfolgreiche Haltung. Nicht nur der Hund selbst sondern auch alle Gegenstände, mit denen er in Berührung kommt, einschliesslich Lager und Zwinger, sind ständig sauber zu halten. Schärfe Eine der Charaktereigenschaften des Hundes: Bewusstsein der eigenen Stärke und Kraft und die Bereitschaft, diese einzusetzen. Scheintäter So nennt sich der Figurant. Scherengebiss Normales Gebiss, die Schneidezähne greifen knapp über die Zähne des Unterkiefers. Bei vielen Rassen Forderung des Zuchtstandards. Scheu Der Mensch hat im Lauf des Zusammenlebens die wölfische Scheu aus dem Hund herausgezüchtet und nur den Hund zur Zucht verwendet, der ihm gegenüber zutraulich, in Verteidigung seines Herrn und des ihm anvertrauten Gutes, Haus, Herde, aber angriffsfreudig war. Selbstverständlich gibt es Rückschläge, und ein Hund kann veranlagungsmässig ängstlich sein. Doch entspricht das Verhalten des Hundes dem des Wolfes auch heut noch insofern, als er scheu und ablehnend dem Menschen gegenüber bleibt, wenn er nicht in den wichtigen Wochen seiner Welpenzeit (Prägungsphase, Sozialisierungsphase) menschliche Zuwendung genossen hat. Die durch schlechte Aufzucht entstanden Scheu lässt sich bestenfalls mit sehr viel Liebe und Mühe mildern, doch nie mehr ganz beheben (Handscheu) Schienbein Waden- und Schienbein bilden den Unterschenkel. Schlag Gruppe von Hunden, die innerhalb einer Rasse besondere Kennzeichen aufweisen. Schlitten fahren Der Hund rutscht mit vorgezogenen Hinterbeinen auf seinem After. Dieses Verhalten deutet auf Wurmbefall oder verstopfte Analdrüsen hin. Schmerzempfindung Die Schmerzempfindung des Hundes ist unterschiedlich und richtet sich nach der einzelnen Körpergegend. Manche Tiere sind ausgesprochen wehleidig, während hart veranlagte unempfindlicher zu sein scheinen. Schritt Langsamste Gangart des Hundes. Schulterblatt Das Schulterblatt ist ein kräftiger Knochen, der einen grossen Teil des Köpergewichts trägt. Schussfest Schussfestigkeit sollte von jedem gesunden und nervenfesten Hund verlangt werden können. Er muss also möglichst unempfindlich gegenüber Knallen und Schüssen sein. Langsames Gewöhnen an laute Geräusche ist beim Junghund erforderlich. Zunächst in grösserer Entfernung und später in der nähe Knallerbsen werfen oder schiessen.
Schussuntauglichkeit ist ein Hund, der nach einem abgefeuertem Schuss wild davon stürmt (fehlerhaftes Verhalten von Junghunden) Schussscheu Beim Knall erschreckender Hund. Schutzanzug Verfestigter Anzug zum Überziehen, der beim Schutzdienst (Ausbildung) den Helfer schützen und dem Hund die Möglichkeit des Zupackens bieten soll. Gewöhnlich wird nur ein gepolsterter Schutzärmel verwendet. Schutzhund Bezeichnung eines ausgebildeter Hund der die entsprechende Prüfung abgelegt hat. (SchH I, II und III) Schutztrieb Von einem echten primären Schutztrieb kann man wohl nur bei der Wölfin oder Hündin in Bezug auf ihre Welpen sprechen. Beim Haushund lässt sich aber auch durch die Ausbildung die Aggressivität des Hundes so beeinflussen, dass er seinen HF gegen Angreifer wirkungsvoll schützt. Schwanzwedeln Anzeichen der Stimmungslage des Hundes. Zum Zeichen der Freude klopft er beim Sitzen oder Liegen mit der Rute auf den Boden, beim Stehen schlägt die Rute weit hin und her, um so stärker, je grösser die Freude ist. Der ängstliche Hund klemmt die Rute ein. Schwanzwirbel Viele kleine Schwanzwirbel (20-23) ermöglichen dem Hund den unbeschwerten Ausdruck seine Gefühle. Schweissarbeit Suche des Jagdhundes nach angeschossenem Wild auf Blutspur. Selbsterhaltungstrieb Selbst- und Arterhaltung sind die grundlegenden Antriebe aller Lebewesen. In den Bereich des Selbsterhaltungstriebs fallen beim Hund: Jagdtrieb, Beutetrieb, Spürtrieb, Stöbertrieb, Bringtrieb, Bewegungs- und Betätigungstrieb, Fluchttrieb, Selbstverteidigungstrieb. Daneben gibt es Triebe, in denen Selbsterhaltungstrieb und Arterhaltungstrieb gekoppelt sind wie der Meutetrieb. Selbstverteidigungstrieb Ängstliche Hunde leben mit der Spannung, angegriffen zu werden, falls sie nicht fliehen können, sich verteidigen zu müssen. Es kann aber nicht der Zweck der Hundehaltung sein, dass der Hund in (vermeintlicher) Selbstverteidigung Kämpfe mit anderen Hunden oder mit Menschen ausficht. Wir wünschen uns bei unserem Haushund den im Geselligkeits- oder Meutetrieb wurzelnden Schutztrieb oder Kampftrieb, der auch auf die Verteidigung des Meutegefährten Mensch gerichtet ist. Sichtzeichen Wichtiges Mittel bei der Erziehung des Hundes. Beispielsweise Hand hochheben bedeutet Halt, Arm langsam senken heisst Platz nehmen usw. SKG Schweizerische Kynologische Gesellschaft. Sitz Gehorsamsübung für den Hund, sich auf Befehl hinzusetzen, nicht zu liegen. Sozialisierung Die soziale Prägung des Hundes erfolgt in der 9. bis zur 12. Woche. Sozialisierungsphase Findet zeitlich im Anschluss an die Prägungsphase statt. Der Hund wird an allen Situationen, wie Tiere, Menschen gewöhnt um im späteren Leben selbstbewusst aber freundlich mit allen zu seinem Lebensbereich gehörenden Einflüssen zurechtzukommen. Speiseröhre Durch die Speiseröhre gleitet die Nahrung in den Magen. Spieltrieb Ist dem Junghund eigen und erlischt bei ausgewachsenen Hunden selbst im hohen Alter nicht. Sprunggelenk Ermöglicht den Sprungvorgang. Setzt sich aus den sieben Knochen der Hinterfusswurzel zusammen. Nach aussen ist das Fersenbein und der Fersenbeinhöcker sichtbar. Die Geometrie des Sprunggelenks ist massgeblich für die Art der Vorwärtsbewegung. Spur Vom Menschen hinterlassene sicht- und unsichtbare Fussabdrücke. Bodenverletzung und Eigengeruch hinterlassen jenen Duft, dem der suchende Hund folgen muss. Stachelhalsband Ist in der Schweiz verboten. Ein Halsband mit nach innen oder aussen tragbaren Stacheln. Wird leider oft zum Ausbildung verwendet. Stammbaum Stammtafel, Darstellung aller von einem Elternpaar abstammenden Nachkommen in Form eines verzweigten Baumes oder tabellarischen Verzeichnisses. Staupe (Impfcode "S") Die Staupe ist eine schlimme Viruserkrankung, welche in erster Linie die Atemwege befällt und eine schwere Lungenentzündung verursacht. In etwa der Hälfte der Fälle befällt das Virus das Zentralnervensystem und das Gehirn. Dies führt dann zu Krampfanfällen und schliesslich zum Tod. Stehohr Aufrecht stehendes Ohr (z.B. Deutscher Schäferhund) Stehtage Empfängnisbereite Zeit der Hündin während der Hitze. Die Hündin beisst einen paarungsbereiten Rüden nicht weg, sondern nimmt die Rute zur Seite und bleibt zum Vollzug des Deckaktes stehen. Normalerweise fallen die Stehtage auf den 11. bis zum 13. Tag der Läufigkeit. Sterilisation Unterbrechung der Samenleiter bei Rüden, oder der Eileiter bei Hündin. Stöbertrieb Die im Selbsterhaltungstrieb wurzelnde Anlage der Hunde, ohne Beachtung der Fährte mit hoher Nase und unter Zuhilfenahme von Auge und Ohr Witterung aufzunehmen und zu verfolgen. Stockhaar Dichte Unterwolle und Deckhaar mittlerer Länge (z.B. Deutscher Schäfer) Stop Deutliche Trennung von Oberkopf und Fang (Stirnabsatz zwischen Schädel und Nasenbein) Streunen Unerlaubtes Herumstreifen des Hundes. Rüden neigen in der Regel eher dazu als Hündinnen. Wenn ein Hund trotz normaler täglicher Spaziergänge zum Streunen neigt, ist seine Veranlagung schlecht oder die Aufzucht oder Erziehung waren nicht in Ordnung. Stubenreinheit Erzielung der Stubenreinheit ist die erste Massnahme der richtigen Erziehung. Schon ein Welpe muss frühzeitig zur Stubenreinheit erzogen werden. Nach jeder Mahlzeit sollte der
Hund unverzüglich ausgeführt werden. Ein grosser Fehler ist es, den Hund bei einem Versehen in der Wohnung mit der Schnauze in den eigenen Unrat zu stossen. Stuttgarter Hundeseuchel (Leptospirose) Leptospiren sind Bakterien, welche vorwiegend die Nieren und die Leber befallen. Sie führt zu Nierenversagen und / oder Gelbsucht. Wenn man die Krankheit früh genug erkennt, kann sie häufig erfolgreich behandelt werden. Manchmal ist das Nierenversagen aber so schlimm, dass der Hund an einer inneren Vergiftung (Urämie) stirbt. Da die Leptospiren feuchtwarmes Klima lieben, tritt die Krankheit insbesondere von Juni bis Oktober auf. T Tastsinn Stark entwickelter sinn des Hundes, mit dem Tastorgan als Grundlage. Tätowierung Dient der Identifikation des Hundes. Üblicherweise werden Tätowierungen im Ohr oder auf der Innerseite der Schenkel der Hinterläufe angebracht. Rassehunde werden zum Nachweis der Übereinstimmung mit dem Zuchtbucheintrag bereits beim Züchter tätowiert. Teletakt-Gerät In der ganzen Schweiz verbotenes Abrichtungsgerät. Vorwiegend bei der Jagd-Ausbildung verwendet um den Hund auch bei grösserer Entfernung unter Kontrolle zu halten. Teletakt besteht aus Sender und Empfänger im Halsband. Durch Knopfdruck am Sender wir bei Ungehorsam des Hundes im Empfänger ein Hochspannungsfunke ausgelöst. Temperament Die Erregbarkeit des Gemütes in ihren verschiedenen Abstufung. Beim Hund hängt das Temperament weitgehend von der Rasse ab, doch spielen individuelle Abstammung und Lebensumstände auch immer eine grosse Rolle. Meist sind kleinere Rassen lebhafter als die grossen. Die Verwendung als Gebrauchshund sollte dem individuellen Temperament angepasst sein. Tierheim Einrichtung eines Tierschutzvereins, selten städtische Einrichtung, in denen Tiere aus den verschiedensten Gründen Aufnahme finde und versorgt werden sowie an neue Besitzer vermittelt werden. Tierquälerei Das Tierschutzgesetz stellt Tierquälerei als Zufügung von Schmerzen, Leiden oder Schäden unter Strafe (Tierschutzgesetz). Tierschutz/Tierschutzgesetz Gilt grundsätzlich für alle Tiere, stellt jedoch für Wirbeltiere besondere Schutzvorschriften auf. Verbietet das Töten von Wirbeltieren ohne Grund. Tierschutzverein Vereinigung von Tierfreunden zum Schutze der Tiere. Trab Die normale Gangart des Hundes. Tragzeit Beträgt bei Hunden und Wölfen 63 ± 2 Tage. Treue Wie für die meisten hundlichen Eigenschaften haben wir nur ein Wort aus dem menschlichethischen Begriffsbereich zur Verfügung für die Anhänglichkeit des Hundes, die in seiner Triebveranlagung (Geselligkeits-, Meute, Heimkehrtrieb) wurzelt und durch die Neotenie zu ihrer ausserordentlichen Intensität gesteigert wird. Sie ist als Hundetreue sprichwörtlich. Tricolor Dreifarbige Zeichnung des Deckhaars, zumeist schwarze Grundfarbe mit weissen und braunen Abzeichen. trimmen Entfernen abgestorbener Haare und scheren nachwachsender Haare, um eine im Zuchtstandard idealisierte äussere Form des Hundes zu erzielen. trocken Hunde mit eng anliegender Haut, unter der sich Muskeln und Knochen deutlich abzeichnen. Turnier Öffentlicher Leistungswettbewerb in Form einer besonderen Gebrauchshundeprüfung. U Überbiss Die Schneidezähne des Oberkiefers ragen über die Schneidezähne des hinaus. Überschiessen Der Hund überschiesst eine Fährte, wenn er darüber hinwegläuft ohne sie zu bemerken. Übungsrichten Unverbindliche Beurteilung von Hunden durch Richter-Anwärter. Umwelt Für den Hund gibt es nur noch eine Lebensmöglichkeit, die in der Menschenwelt. Er ist bereit, sich ihr einzuordnen, dazu aber nur dann fähig, wenn ihm die entsprechende Erziehung zuteil wird. Am meisten führen der Lärm bellender Hunde, zu Klagen. Dagegen, dass ein wachsamer Hund Fremde verbellt, wird kaum jemand etwas einwenden, falls der Hund auf Befehl das Gebell sofort einstellt. Eine weitere Belastung für die Umwelt sind beissende oder von ansteckenden Krankheiten befallene Hunde. Es ist für jeden Spaziergänger, auch wenn er selbst von einem Hund begleitet wird, äusserst unangenehm, wenn ein fremder Hund auf ihn zustürzt; wird er gar angefallen, kann er in Lebensgefahr geraten. Der Hund hat Anspruch auf eine glückliche Welpenzeit bei guter Ernährung und Pflege und liebevoller Behandlung; auf Erziehung, um nicht in Konflikt mit der Umwelt zu geraten. Unarten Ungehorsam. Beim Hund meist auf schlechte Aufzucht oder mangelnde oder falsche Erziehung zurückzuführen. Haben sich schlechte Gewohnheiten erst einmal festgesetzt, sind sie schwer oder gar nicht mehr abzuerziehen. Untätigkeit Kommt man dem Bewegungs- und Betätigungstrieb des Hundes durch Arbeit Ausbildung, Spaziergängen nicht nach, so wird der Hund lustlos und streunend reagieren. Unterarm Der Unterarm besteht wie beim Menschen aus Elle und Speiche. Unterwolle Dichtes, weiches Fell unter dem Deckhaar. Die Unterwolle ist die Wärmeisolation des Hundes. Nicht das Deckhaar, sondern ausschliesslich die Beschaffenheit des Unterfell entscheidet, in welchen Klima sich ein Hund wohl fühlt.
V VDH Verband für das deutsche Hundewesen. Verbrechersuche Ausgebildete Hunde, gewöhnliche Diensthunde, sind eine vorzügliche Hilfe bei der Verbrechersuche. Verfolgen von Flüchtigen. Verhalten Angeborene Genetische fest programmierte Reaktionen auf bestimmte Auslöser. Verlorensuche Suche des Hundes nach angeschossenem Wild. Vorbiss Der Unterkiefer ist länger als der Oberkiefer. Die Schneidezähne des Unterkiefers stehen deutlich vor der Schneidezähne des Oberkiefers. Vorderhand Die Vorderhand besteht aus Schulter, Brust und Vorderläufen des Hundes. vorstehen Eigenschaft bei Jagdhunden, die reglos vor dem aufgestöberten Wild ausharren, bis der Jäger kommt. Typische Haltung dabei: ein Vorderlauf wird angewinkelt erhoben. W Wamme Lockere Kehlhaut. Bei einigen Rassen ist die Wamme Zuchtziel (z.B. Bernhardiner, Mastino Napoletano, Shar-Pei). Wasserfreudigkeit Bereitschaft des Hundes, auch bei kaltem Wetter ins Wasser zu gehen. Weitsprung Der HF stellt sich mit seinen abgeleinten Hund vor dem Weitsprung auf. Der Hund hat ein Hindernis von 50 oder 100 cm Länge frei zu überspringen, ohne dieses zu berühren. Während der Hund das Hindernis überspringt, läuft der HF an diesem vorbei. Nach dem Sprung wird der Hund auf Kommando des HF bei Fuss genommen. Beide marschieren weiter. Nach etwa 5 m hält der HF an, Hund in Grundposition. Welpe Der Hund in der Zeit von Geburt bis zur vollendeten 11. Lebenswoche. Welpenverkauf Jeder Welpe sollte vor dem Verkauf gegen Staupe, Hepatitis und Leptospirose, geimpft sein, was heute bereits in der achten Lebenswoche durchgeführt werden kann. Vor Vollendung der 8. Lebenswoche sollten Welpen nicht abgegeben werden. Wesensfestigkeit Hunde mit ausgeglichenem, selbstbewusstem Charakter und hoher Reizschwelle werden als wesensfest bezeichnet. Ausgiebige Prägung und Sozialisierung unter Artgenossen und seiner Umwelt lässt den Hund angst- und aggressionsfrei aufwachsen. Widerrist Höchster Punk des Rücken oder der Schultern. Widerristhöhe oder Schulterhöhe; wird vom Boden bis zum Widerrist in senkrechter Linie gemessen. Winseln Lautäusserung, die meist Unbehagen verrät, daneben aber auch freudige Erwartung, Bellen, Heulen. Wirbelsäule Die Wirbelsäle des Hundes besteht aus: 7 Hals-, 13 Brust-, 7 Lenden-, 3 Kreuz- und 20-23 Schwanzwirbeln. Wolfskralle (Afterkralle) Bei einigen Hunderassen an der Innerseite der Hinterläufe wachsender Daumen. Afterkrallen sind häufig verkümmert. In der Regel werden sie bereits im Welpenalter entfernt, da eine latente Verletzungsgefahr besteht, wenn der Hund mit der Afterklaue im Gebüsch hängen bleibt. Bei manchen Rassen gehört die Afterkralle zum Zuchtstandard, sie wird bei diesen Rassen normalerweise nicht entfernt (z.B. Pyrenäenberghund) Wurf Gesamtheit der Welpen aus einer Geburt, gewöhnlich 3 - 10, doch schwankt die Zahl bei den verschiedensten Rassen zwischen 1 und 15. Bei grossen Würfen können Welpen einer Amme zugeteilt werden. Wurfkette Ist ein Erziehungsmittel für grosse, harte, ungehorsame Hunde. Wurmbefall Zwei Hauptgruppen von Würmern können den Hund befallen: - Nematoden: Spul, Haken- und Peitschenwürmer. - Cestoden: Bandwürmer. X Y Z Zangengebiss Die Schneidezähne des Oberkiefers befinden sich exakt über den Schneidezähnen des Unterkiefers. Zärtlichkeitsbeissen Spielerischleichtes, zartes Beissen in Körperteile eines Artgenossen oder in die Hand oder ein Bekleidungsstück des Herrn als Zeichen der Freude. Zecke Ixodes ricinus, vom Volksmund auch Holzbock genannt. Die Zecke ist etwa drei Millimeter grosser, achtbeiniger Parasit, dessen Körperrücken mit einem lederartigen Schild bedeckt ist. Zerstörungswut Junge Hunde müssen ihre Kauwerkzeuge üben und ihre Zähne Freibeissen; so ist die Versuchung gross, Gegenstände zu beknabbern und zu zerreissen. Deshalb gibt man ihnen weiche Knochen (keinesfalls Holz oder gar Steine), für Kauübungen gedachtes Spielzeug oder Büffelhautknochen. Der Betätigungsdrang älterer Hunde, indem sie Gegenstände zerbeissen, wird durch genügend Beschäftigung gestillt. Zerstörungswut kann unter anderen auf hormonellen Störungen beruhen, die sich jedoch beheben lassen. Zucht Der Versuch Nachkommenschaft mit bestimmten äusseren und charakterlichen Eigenschaften, durch gezielte Paarung ausgesuchter Elterntiere zu erreichen. Zuchtbuch Wird vom Zuchtbuchführer des jeweiligen Rassehundeklubs geführt. Das Zuchtbuch dient dem Nachweis der reinrassigen Abstammung des Hundes, der Reinrassigkeit seiner Nachkommen und nimmt die Ergebnisse einer Ankörung auf. Züchter Eigentümer einer Zuchthündin zum Zeitpunkt des Belegens, ausser bei Zuchtrechts-Vorbehalt und -Abtretung. Zwinger Ein kleines, verschliessbares Gatter in das der Hund eingeschlossen werden kann. Für die Zwingerhaltung von Hunden gelten strenge Auflagen durch das Tierschutzgesetz. Andere Bezeichnung für eine Zuchtstätte. Zwingerhusten Nicht nur wenn Sie Ihren Hund ins Ferienheim geben, besteht für ihn das Risiko, dass er am Zwingerhusten erkrankt, sondern auch wenn er auf dem Spaziergang oder in der Hundeschule auf seine Artgenossen trifft. Der Zwingerhusten ist eine hochansteckende Krankheit, die recht häufig ist. Glücklicherweise ist er normalerweise nicht lebensbedrohlich. Die Krankheit ist aber unangenehm, da die heftigen Hustenanfälle sowohl den Hund als auch den Besitzer oft nächtelang nicht schlafen lassen. Zwingername Jeder Züchter kann einen Zwingernamen bei seinem zuständigen Rassezuchtverein beantragen. Alle Hunde die seiner Zucht entstammen, tragen diesen Zwingernamen quasi als Nachname.
Neue EU-Einreiserichtlinie voraussichtlich ab 2004 Reisen mit Haustieren im nächsten Jahr wesentlich einfacher Alle, die jemals versucht haben mit ihren Haustieren eine Urlaubsreise anzutreten, kennen das schier undurchdringliche Wirrwarr von Vorschriften der jeweiligen EU-Länder in die man gerne reisen möchte. So freut sich das Deutsche Tierhilfswerk e.V. über die am 18. Februar 2003 im Vermittlungsausschuss zwischen europäischen Parlament und Rat zustande gekommene Einigung, dass das Reisen mit Haustieren innerhalb der EU einfacher werden soll. Doch noch ist die Verordnung, die das Reisen erleichtert nicht verabschiedet.
Ist dies geschehen tritt am 20. Tag nach der Veröffentlichung im
Amtsblatt die Verordnung in Kraft und wäre ein Jahr später
anzuwenden. ? bei der Einreise mit einem Haustier in anderes EU-Land (Ausnahme: Irland, Schweden und Großbritannien) eine gültige Bescheinigung einer Tollwutimpfung vorzulegen ist ? ferner auch eine problemlose Identifizierung des Tieres wichtig ist. Für die ersten acht Jahre ist eine Tätowierung ausreichend, später ist eine Kennzeichnung durch Mikrochip notwendig ? ein EU-Pass zur Kontrolle vorliegen muss ? Tiere, die noch so jung sind, dass sie nicht geimpft werden können, ohne Impfung einreisen dürfen ? diese Regelungen auch für benachbarte Drittländer wie Schweiz und Norwegen gelten ? bei Reisen nach Irland, Schweiz und Großbritannien nach der
Impfung noch eine Antikörperbestimmung notwendig ist. Einreiserichtlinie Stand 2003 Vorschriften der hier nicht aufgeführten Länder können beim ADAC und den jeweils zuständigen Konsulaten erfragt werden. Die Angaben auf dieser Seite werden jährlich überarbeitet und sorgfältig zusammengestellt. Für ihre Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Belgien Bosnien-Herzegowina Bulgarien Dänemark Deutschland Estland Finnland Frankreich Griechenland Großbritannien und Nordirland Irland Italien Jugoslawien Kroatien Lettland Litauen Luxemburg Niederlande Norwegen Österreich Polen Portugal Rumänien Russische Föderation Schweden Schweiz Slowakische Republik Slowenien Spanien Tschechische Republik Türkei Ungarn USA Allgemeiner Hinweis: Zecken und Mücken können in Mitteleuropa und südlichen Ländern Krankheiten wie z. B. Leishmaniose auf Ihr Tier übertragen. Fragen Sie daher vor der Reise in Ihrer Tierarztpraxis nach einem Schutz. Stand: Februar 2002
Reisen mit dem Hund im Auto Jedes Jahr erleiden Hunde bei Auto-Unfällen Verletzungen, weil sie im Fahrzeug schutzlos untergebracht sind, warnt Professor Hansjoachim Hackbarth, Leiter des Tierschutzzentrums der Tiermedizinischen Hochschule Hannover. „Kleinere Tiere, die zwischen dem Gepäck im Kofferraum eines Combi liegen, können bei einer Vollbremsung von einem Koffer erschlagen werden.“ Das bestätigen auch Untersuchungen von Unfallforschern. Bei einer Umfrage hatten 78% der Hundehalter angegeben, dass sie ihr Tier ungesichert im Auto transportieren. „Diese Besitzer nehmen nicht nur in Kauf, dass ihr Tier bei einem Unfall verletzt oder getötet wird – die Insassen sind auch in Gefahr, wenn der Hund beim Bremsen durch den Wagen fliegt.“ Nicht alle angebotenen Sicherungssysteme halten, was sich die Käufer von ihnen versprechen. Ein Sicherheitsnetz das zwischen Vordersitze und Rückbank gespannt wird, wurde alleine von einer Aufprallwucht eines 6,5kg wiegenden Zwergschnauzer-Dummies aus der Verankerung gerissen. Der Hund wird zum Geschoß Auch diverse Stahlrohrgitter, die in Combis verhindern sollen, dass das Tier von der Ladefläche in den Fahrgastraum katapultiert wird, und viele für Hunde entwickelte Gurtsysteme haben beim Test schlecht abgeschnitten. Fazit: Hundehalten sollten grundsätzlich einen Combi fahren und das Tier in einer speziellen Box im Kofferraum unterbringen. Und: „Diese müssen unbedingt fest am Fahrzeug montiert werden.“ fügt der Professor hinzu. Einige Hersteller statten ihre Combimodelle serienmäßig mit Verzurrösen aus. An beidem darf nicht gespart werden. Je stabiler das Sicherungssystem desto sicherer reisen Hund und Mensch. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die Box zwei Ausgänge hat, rät Hackbarth. „Wird bei einem Heckaufprall die Rückklappe deformiert, kann der Hund noch von Vorne geborgen werden.“ In Limousinen kann das Tier auf der Rückbank reisen – gesichert mit einem speziellen Geschirr, dessen Haltegurt in den Verschluss des Sicherheitsgurtes geklickt wird. Verlust des Versicherungsschutzes Eindringlich warnt Hackbarth davor, Hunde auf dem Beifahrersitz zu transportieren. „Bei einer Vollbremsung könnte das Tier durch die Windschutzscheibe katapultiert werden.“ Ein weiterer Aspekt spricht dagegen: Der Fahrer kann seinen Versicherungsschutz verlieren. Nach dem deutschen Gesetz gehen die Gerichte davon aus, dass ein Hund, der vorne im Auto sitzt, den Fahrer vom Verkehr ablenkt. Selbst wer ohne jegliches Eigenverschulden in einen Unfall gerät, bekommt grundsätzlich eine Teilschuld zugesprochen. Die Hunde artgerecht transportieren „Hunde sollten auch artgerecht transportiert werden.“ Die Vierbeiner sind sehr wärmeempfindlich. „Temperaturen um die 30 Grad Celsius sind für sie viel schwerer zu ertragen als für einen Menschen“, sagt Hackbarth. Ideal seinen deshalb Fahrzeuge mit einer Klimaanlage. Fehlt die Klimaanlage sollten im Sommer längere Fahrten mit dem Tier am besten Nachts, oder in den kühleren frühen Morgenstunden unternommen werden, nicht jedoch in der prallen Mittagshitze, und mit heruntergekurbelten Fenstern, um den Hund frische Luft zu verschaffen. „Hunde können durch Zugluft schnell Augenkrankheiten bekommen“ warnt der Veterinär. Deshalb sollte höchstens das Schiebedach schräg aufgestellt werden. „Nur die wenigsten Hunde leiden an Reisekrankheit“ rückt Hackbarth ein Vorurteil zurecht. Um Tiere an das Autofahren zu gewöhnen, sollte bei der Fahrt mehrerer Pausen an Wiesen eingelegt werden, empfiehlt der Professor. „Wenn sie unterwegs herumtollen können, verbinden sie das Autofahren mit dem darauf folgenden freudigen Erlebnis – und freuen sich schon auf die nächste Reise.“ Aus dem Magazin des ACV (Automobil - Club Verkehr Bundesrepublik Deutschland) – Ausgabe Mai 5/ 2004 Anmerkung des Webmasters: Lassen sie Ihr Tier niemals im Sommer allein im Auto zurück! Auch geöffnete Fenster die mit einem Scherengitter versehen sind, können die Temperatur im Auto schnell auf 50 – 60 Grad ansteigen lassen, wenn das Auto in der Sonne steht! Ein qualvoller Hitztod wäre für Ihren Hund die Folge! Auch im Schatten sind die von Professor Hackbart genannten 30 Grad Celsius schnell erreicht und es wird für Ihren Hund unangenehm. Lesen Sie hierzu den Beitrag „AN EINEN SORGLOSEN COLLIEBESITZER“ unter der Rubrik „NACHDENKLICHES.“ Sollten sie sich irgendwo befinden, Autobahnraststätte, Restaurant etc., wo Sie ihren Hund nicht mitbringen dürfen, denken Sie daran, dass Geschäfte und die Geschäftsleute die dahinter stehen, Ihr GELD nicht verdient haben, wenn sie nicht auch Ihren Hund akzeptieren. Meine Devise ist: „Nur wer mich und meinen Hund mag, bekommt auch mein Geld.“ Wer mein Geld will aber meinen Hund nicht, bekommt auch kein Geld von mir!“
Hitzetod – Deutscher Tierschutzbund appelliert an Tierhalter
Nachdem die ersten richtig warmen Tage einen Vorgeschmack auf den Sommer gegeben haben, gibt der Deutsche Tierschutzbund Tipps für alle Heimtierbesitzer, wie ihre Lieblinge die Hitze gut überstehen. Denn nach wie vor sterben Jahr für Jahr Tiere, weil ihre Halter nicht bedenken, dass auch Hunde, Katzen, Kaninchen und Co. unter der Hitze leiden. Insbesondere das Auto kann für Tiere zur tödlichen Falle werden: Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufprobleme und Kreislaufversagen führen im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert daher an alle Tierhalter entsprechende Vorkehrungen zu treffen, um ihre Tiere vor den Folgen der Hitze zu schützen. „Passanten, die ein Tier entdecken, das in einem in der prallen Hitze stehenden Auto zurückgelassen wurde, sollten keine Hemmungen, haben die Polizei zu verständigen“, appelliert Wolfgang Apel , Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Gerade bei steigenden Temperaturen sollten Tierhalter ihre Gefährten besonders genau beobachten, um eventuelle Veränderungen im Verhalten direkt festzustellen und entsprechend schnell reagieren zu können. Außerdem muss immer ausreichend Wasser zur Verfügung stehen. Mineralwasser mit Kohlensäure eignet sich jedoch nicht als Trinkwasser für Tiere. Ideal ist es, wenn die Mitbewohner auf vier Pfoten sich selbst ein Plätzchen in der Wohnung suchen können, an dem die ihnen genehmen Temperaturen herrschen. Bei allen Tieren, die im Käfig leben und der Sonne nicht ausweichen können, muss der Halter entsprechende Vorsorge treffen. Wichtig ist, dass der Käfig nie in der prallen Sonne steht. Wer morgens aus dem Haus geht, sollte bedenken, dass sich der Sonnenstand im Laufe des Tages ändert: Wo morgens noch kühler Schatten ist, herrscht nachmittags womöglich glühende Hitze. Ein frischer Wind bringt zwar ein wenig Abkühlung, doch sollten Käfige niemals im Durchzug stehen. Auch das Wasser im Aquarium kann sich für die Insassen lebensbedrohlich aufheizen. Notfalls sollten Aquarianer kaltes Wasser nachfüllen um das Schlimmste zu verhindern. Für Hundehalter gilt, dass der Spaziergang bevorzugt in die Morgen- und Abendstunden verlegt werden sollte, wenn die Temperaturen gemäßigter sind. Andernfalls können – gerade bei älteren Tieren – Kreislaufprobleme auftreten. Niemals sollten Tiere im Auto zurückgelassen werden, auch dann nicht, wenn der Wagen im Schatten steht. Denn zum einen kann sich der Sonnenstand verändern und der Wagen binnen kurzer Zeit der prallen Sonne ausgesetzt sein, und zum anderen kann sich ein Wagen auch im Schatten so erwärmen, dass das Tier leidet und ernsthafte gesundheitliche Probleme bekommt. Auch das offene Schiebedach und das einen Spalt breit geöffnete Fenster helfen hier nicht. Pferde und Rinder auf de Weide sollten ebenfalls immer die Möglichkeit haben, sich in den Schatten zurückzuziehen. Auch hier gilt, dass immer ausreichend Wasser in der Tränke sein muss. Ein Ausritt in den kühleren Morgen- und Abendstunden ist für Mensch und Tier angenehmer als zu den wärmeren Tageszeiten. Und dass man dem Tier keine übermäßige Anstrengung durch eine „wilde Jagd“ zumutet, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.
Täglich erreichen den Deutschen Tierschutzbund Hunderte E-Mails. Viele Bürger haben wichtige Fragen, die wir auch schnellstmöglich beantworten möchten. · Wenn Ihnen beim Surfen im Internet Seiten anderer Organisationen auffallen, die Ihnen jugendgefährdend erscheinen oder die Ihrer Ansicht nach zu einer Straftat auffordern, dann: informieren Sie bitte die Kriminalpolizei. · Informieren Sie bitte nicht Ihre Freunde und Bekannten, damit diese sich die empörenden Seiten ebenfalls anschauen. Diejenigen, die sich einen "Spaß" daraus machen, andere durch grausame Internetpräsentationen zu schockieren, freuen sich nur, weil ihre Seiten möglichst oft angeklickt werden. Ein Beispiel: Die Bonsaikitten Die Seite "Bonsaikitten" ist schon älter. Sie wurde als "Scherz" von einem amerikanischen Studenten entworfen. Ein mehr als geschmackloser Scherz, wie wir meinen. Da es sich hierbei um eine amerikanische Seite handelt, haben wir die Humane Society of the United States kontaktiert und Folgendes erfahren: Es handelt sich um das Projekt eines Studenten am Massachusetts Institute of Technology (MIT), der diese Seite ursprünglich als „Witz“ unter Freunden ins Netz gestellt hat. Nach zahlreichen Protesten entschloss er sich, die Seite gerade deswegen weiter online zu lassen, um sein Recht auf freie Meinungsäußerung zu demonstrieren. Das MIT hat die Seite daraufhin am 22.12.2000 ohne sein Einverständnis gelöscht. Der Student hat jedoch - angesichts des großen Rummels - beschlossen, die Seite im Internet weiter kursieren zu lassen. Die HUS konnte erreichen, dass auch die Gesellschaft WEB2010.com, bei der er die Seite zwischenzeitlich abgelegt hatte, die Informationen von ihrem Server wieder löschte. Offensichtlich hat er nun jedoch eine andere Möglichkeit gefunden, diese Informationen zu publizieren. Diesem offenbar perversen „Spaßvogel“ können wir leider nicht beikommen, da er amerikanischer Student ist und die Verbreitung der Seite nicht zu kontrollieren ist. Das ist unbefriedigend für uns und sicher auch für Sie. Die HSUS probiert jedoch weiterhin eine Löschung zu erreichen. Recherchen haben nach Angaben der HSUS ergeben, dass in Zusammenhang mit dieser Seite keine Tiere gequält wurden - die Bilder wurden mit Hilfe von Bildbearbeitungsprogrammen erzeugt. Ethisch zweifelhaft ist das ganze aber in jedem Fall. Auf der Homepage der Humane Society of the United States www.hsus.org können Sie sich über den aktuellen Sachstand informieren (s. Frequently asked Questions - FAQ Das Märchen vom "Gaewolf"
Neben den Fellen der klassischen Pelztiere werden auch Felle von Hunden und Katzen, hauptsächlich aus Asien (Thailand, Korea und China) nach Deutschland importiert. Auch in Ost-Europa werden Hunde gefangen, um deren Fell zu gewinnen. Die Felle werden insbesondere zur Herstellung von Pelzbesatz, Lederjacken und sonstigen Lederwaren verwendet. Katzenfelle werden sehr häufig zu Rheumadecken verarbeitet. Die Tiere werden mit unvorstellbar grausamen Methoden umgebracht: Katzen werden stranguliert und ersticken langsam und qualvoll. Hunde angebunden und ohne Betäubung erschlagen oder man sticht ihnen in die Leiste, damit sie verbluten ohne dass das Fell beschädigt wird. Häufig sind die Tiere noch nicht einmal richtig tot, wenn sie enthäutet werden. Die Bezeichnungen der Felle, die sich als Pelzbesatz oder Lederjacke in Modegeschäften wiederfinden, ist völlig unzureichend und oftmals auch falsch. Eine konkrete Deklarationspflicht besteht nicht. Meistens fehlt sogar jegliche Bezeichnung, um welches Fell es sich handelt, und auch die Verkäufer wissen in den seltensten Fällen, von welchem Tier der Pelzbesatz stammt. Um die Verbraucher zu verwirren, werden oft Phantsienamen verwendet. Vorsicht ist geboten bei Bezeichnungen wie „echt Pelz“, „echtes Fell“ oder „Pelzbesatz“. Hundefelle werden als „Gaewolf“, „Wolf von Asien“, „Asiatischer Waschbär“ oder „Corsac Fox“ bezeichnet. Nicht selten werden sie auch einfach als „Lammleder“ oder „mountain goat skin“ deklariert. Für Katzenhäute oder -felle verwendet man Begriffe wie „Lipi“, „Genotte“, „mountain cat“, „wild cat“, „echt Leder“ und „orthopädisches Leder“. Schauen Sie das Video, und sehen Sie selbst was diese Tiere erdulden, wie viel sie leiden müssen, um bei IHNEN als Kleidungsstück zu enden: http://www.pelzinfo.de/f_katzenfelle.html http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/23/0,4070,2381847-0,00.html … aber bitte … ein Warnung … schauen Sie die Videos nur wenn keine Kinder anwesend sind und wenn Sie sich sicher sind einen guten Magen zu besitzen. Gängige Bezeichnungen, die in der Pelzbranche verwendet werden, und deren Bedeutung: Bezeichnung Bukhara Breitschwanz Babylammfelle: Wenige Tage alte Lämmer. Curlylamm: Ungeschorenes, natürlich gekraustes Ersthaar. Chekiang: Von chinesischen Lämmern mit glattem bis leicht gelocktem Ersthaar. Corderitos: Aus dem Hochland von Peru und Chile mit glattgekämmtem Ersthaar. Breitschwanz: Frühgeborene Persianer aus Russland und Afghanistan. Die übrigen Lammfelle sind Nebenprodukte der Schlachthäuser
und stammen von 3-7 Monate alten Tieren, welche aber immer noch das
Erstlingshaar besitzen. Pelz vom Hund: Pelztier Neben den aufgezählten Tierarten müssen auch Koyoten, Hamster, Eichhörnchen, Otter, Kaninchen, Wombats und Opossums für die Mode sterben. Der Deutsche Tierschutzbund fordert sowohl ein generelles Einfuhrverbot für Pelz- und Lederprodukte, für die nicht lückenlos die Herkunft, die Tierart und die Art der Gewinnung nachgewiesen werden kann, als auch eine Kennzeichnungspflicht für diese Produkte. Nur mit einer Kennzeichnungspflicht können die Verbraucher wirksam vor dem ungewollten Kauf solcher unter schlimmster Tierfolter gewonnener Produkte geschützt werden. Kaufen Sie keinen Pelz Ein paar Schuhe aus Hundehaut gefällig? Oder darf’s ein Kragen aus Katzenfell sein? Deutscher Tierschutzbund appelliert: Kaufen Sie keinen Pelz! Derzeit wird auf EU-Ebene über ein generelles Importverbot von Katzen- und Hundefellen diskutiert. In einer schriftlichen Erklärung wird die Kommission aufgefordert, einen Verordnungsvorschlag vorzulegen, in dem Import, Export, Verkauf und Erzeugung von Katzen- und Hundefellen und –häuten verboten werden. Der Deutsche Tierschutzbund hat die EU-Parlamentarier in einem Schreiben aufgefordert, die Erklärung zu unterzeichnen, um diesem grausamen Handel endlich ein Ende zu setzen. Schon jetzt jedoch können die Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden, ob sie das blutige Geschäft mit den Häuten und Fellen ihrer liebsten Haustiere unterstützen wollen. „Jeder, der Pelz kauft, läuft Gefahr, dass dieses von einem Hund oder einer Katze stammt“, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Jeder Pelzbesatz und jedes Accessoire aus Pelz ist mit dem Leiden und Sterben von Lebewesen verbunden. Kein normal empfindender Mensch kann diese Quälereien unterstützen. Egal ob von Katze, Hund, Fuchs oder Nerz: Jeder Pelz ist mit Blutzoll erkauft. Daher appelliere ich an alle: Boykottieren Sie dieses grausame Geschäft. Blutige Mode hat unterm Weihnachtsbaum nichts zu suchen.“ Alljährlich werden in Asien zwei Millionen Hunde und Katzen auf grausamste Weise nur wegen ihrer Felle und Häute getötet. Während die USA und einige europäische Länder – darunter Italien, Dänemark und seit neuestem auch Frankreich – den Import und den Handel mit Hunde- und Katzenfellen bereits verboten haben, wird nach wie vor ein Großteil der Felle in die restlichen EU-Staaten – und auch nach Deutschland - eingeführt. Erst wenn es ein konkretes Verbot gäbe, könnten deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher sicher sein, dass sie nicht unwissentlich Hunde- oder Katzenfell am Kragen oder als Mantelfutter tragen. Denn auch die freiwillige Vereinbarung des Internationalen Pelzhandelverbandes, die ihren Mitgliedern seit dieser Saison vorschreibt, Pelze eindeutig zu deklarieren, bietet keine Sicherheit, beinhaltet sie doch nur Kennzeichnungsvorschriften für gängige Pelztierarten. Hierbei handelt es sich um kein Importverbot von Katzen- und Hundefellen – auch wenn die Pelzindustrie dies den Verbraucherinnen und Verbrauchern suggerieren möchte. In den Handel gelangen nach wie vor Hunde- und Katzenfelle, wobei oft Phantasienamen verwendet werden: Wer ahnt schon, dass sich hinter der Bezeichnung „Corsac Fox“ Hundehaut oder –fell und hinter „Genotte“, „Goyangi“, „Lipi“ oder „Moupi“ Fell von der Katze verbirgt? Dem Erfindungsreichtum der Pelzindustrie sind kaum Grenzen gesetzt. „Nur ein generelles Einfuhrverbot für Pelz- oder Lederprodukte, für die nicht lückenlos die Herkunft, die Tierart und die Art der Gewinnung nachgewiesen ist, stellt einen ausreichenden Schutz für die Verbraucherinnen und Verbraucher dar. Wir brauchen eine gesetzlich verpflichtende Kennzeichnungspflicht“, erklärt Apel die Forderung des Deutschen Tierschutzbundes. Aber nicht nur Hunde und Katzen werden unter unbeschreiblich grausamen Methoden getötet. Um das Luxusprodukt Pelz zu „produzieren“ werden auch Nerze, Füchse, Chinchillas und viele andere Tiere in Deutschland und weltweit unter tierquälerischen Bedingungen gezüchtet, gehalten und getötet, allein des Profits wegen. „Kaufen Sie keine Mode, für die Tiere gequält wurden. Boykottieren Sie diesen tierquälerischen Industriezweig und machen Sie sich nicht zum Förderer der Pelzindustrie“, appelliert Apel abschließend. Für weitere Informationen lesen Sie bitte „Das Märchen vom Gaewolf“.
Das Gesetz sagt: Tierquälerei ist etwas, was viele Menschen bewegt und was uns alltäglich auf den Straßen und in den Häusern begegnen kann. Um Tierquälerei zu verhindern gibt es das Tierschutzgesetz. Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, · muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend
angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen, Tierquälerei ist auch ein Fall für die Polizei, je nach Schwere
der Straftat. Wenn Tierquälerei angezeigt wird, wird oft die Polizei
dazugeholt. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt! Wie groß
das Ausmaß der Tierquälerei in Deutschland ist, kann nur
geschätzt werden, man rechnet mit Dunkelziffern 1:5.000. Genau wie Straftaten in anderen Lebensbereichen sollte man auch Fälle von Tierquälerei zur Anzeige bringen. Dazu können Sie sich natürlich an die Polizei oder das Ordnungsamt wenden. Ansprechpartner sind aber auch Veterinärämter oder Amtstierärzte. Tierschutzvereine oder Tierheime können selbst nicht in Aktion treten, da diese keine Hoheitsbefugnisse haben. Um eine Anzeige erstatten zu können, sind folgende Angaben notwendig: · Name und Anschrift des Tierhalters Wissenschaftler haben folgende Gründe herausgefunden, warum Menschen Tiere quälen: · Hass und Zorn 33% Gegen den letztgenannten Grund kann die Polizei nichts unternehmen.
Es gibt keinen "Führerschein" zum Halten von Haustieren,
obwohl das Tierschutzgesetz verlangt, dass der Halter eines Tieres über
das erforderliche Wissen verfügen muss. Wir alle können hier
nur appellieren, Verantwortung zu zeigen, sich sachkundig zu machen.
Hilfreich sind hierbei Tierschutzvereine, Amtstierärzte, Züchtervereine
und Fachbücher. |