Der Hund im Sommer

Der Hund im Winter

Flöhe & Co.

Zecken

Auwaldzecken

Babesiose

Magendrehung

Vergiftungen beim Hund

Giftpflanzen

Wichtige Hundekrankheiten

Zahnstein und Parodontose

Stoffwechselerkrankungen

MDR1 - Defekt

Gray Collie Syndrome

Augenkrankheiten beim Collie

Dermatomyositis (DM) Familiäre Canine Dermatomyositis (FCD)

Homöopathie für den Hund

HD - Erkrankungen von Torel und Kammerer

Risikofaktor: synthetische Vitamine

Entwurmen ... oder lieber doch nicht?

Impfen ... oder lieber doch nicht?

Die Wahrheit über die grünlippige Muschel

 


 

 

Der Hund im Sommer

Lassen Sie Ihren Hund niemals in der Sommerhitze im parkenden Auto. Hier erfahren Sie, warum diese Sicherheitsregel so wichtig ist.

Natürlich sollen Sie Ihren Hund gerade an herrlichen Sommertagen nicht zu Hause lassen, wenn Sie ins Grüne fahren.. Doch im Wagen dürfen Sie ihn auch dann nicht lassen, wenn Sie im Schatten parken. Das Tier kann dabei einen lebensgefährlichen Hitzschlag erleiden. Dieses Problem sollte allen Hundebesitzern bewußt sein.

Hitzschlag

Da Hunde ihren Körper durch Hecheln und nicht durch Schwitzen abkühlen, besteht das Risiko für einen Hitzschlag schon nach wenigen Minuten starker Überhitzung. Übermäßiges Hecheln kann zusätzlich auch eine Reihe von Stoffwechselproblemen zur Folge haben, die ohne entsprechende Behandlung zum Kreislaufzusammenbruch führen und sogar lebensbedrohlich sein können.

Wo Hunde besonders gefährdet sind

Bei heißem Wetter können Hunde leicht einen Hitzschlag erleiden. Dabei sind Hunde mit langem oder schwarzem Fell besonders empfindlich. Rassen mit verkürztem Fang, wie der Mops oder der Pekingese sowie übergewichtige Hunde oder Hunde mit Herzleiden sind ebenfalls einem höheren Risiko ausgesetzt. Nicht nur bei sehr hohen Temperaturen, sondern auch nach großen körperlichen Anstrengungen ist ein Hitzschlag möglich. Der bei weitem häufigste Grund für einen Hitzschlag ist allerdings das Zurücklassen von Hunden in geparkten Autos an warmen Tagen.

Das Auto wird zum Backofen

Die meisten Menschen sind sich gar nicht bewußt, wie schnell die Temperatur in einem Fahrzeug bei sonnigem Wetter ansteigen kann. Die Karosserie heizt sich in der Sonne sehr schnell auf und wird so zu einer Art Backofen. Geschlossene Fenster begünstigen dies gleich doppelt: Sie lassen die Sonnenstrahlen ins Innere des Fahrzeugs, jedoch nicht wieder hinaus („Treibhaus-Effekt"). Außerdem verhindern sie das Einströmen frischer Luft und damit jegliche Abkühlung.

Bei warmem Wetter und hoher Luftfeuchtigkeit kann die Temperatur in einem direkt in der Sonne geparkten Fahrzeug bei geschlossenen Fenstern um mehr als 1°C pro Minute ansteigen. Unter diesen Umständen kann die Temperatur für Tiere, die in einem Auto eingesperrt sind, innerhalb sehr kurzer Zeit unerträglich werden. Die Erwärmung des Fahrzeugs verläuft etwas langsamer, wenn der Himmel bewölkt ist, der Wagen im Schatten geparkt wird und die Fenster geöffnet sind. Dennoch bleibt der Aufenthalt im Auto bei warmem Wetter für Ihren Hund ein Risiko. Auch während der Fahrt ist eine gute Luftzirkulation unerläßlich, besonders wenn der Hund zwischen Rücksitz und Heckscheibe mitfährt.

Was im Notfall zu tun ist

Ein Hund, der einen Hitzschlag erlitten hat, ist sehr schwach, vielleicht sogar bewußtlos und atmet schwer. Sein Zahnfleisch kann stark gerötet sein, und seine Körpertemperatur ist extrem erhöht. Befindet sich ein Hund in diesem Zustand, handelt es sich um einen Notfall, der die sofortige Behandlung durch einen Tierarzt erforderlich macht. Gleichzeitig sollte umgehend versucht werden, die Körpertemperatur des Tieres zu senken.

Sie können das Leben Ihres Hundes retten, wenn Sie ihn im Falle eines Hitzschlags vorsichtig abkühlen, zum Beispiel durch Bespritzen mit Wasser oder durch Auflegen feuchter Tücher. Sollte dies nicht möglich sein, können Sie ersatzweise Eis oder gefrorene Lebensmittel auf den Körper des Tieres legen. Diese sollte man jedoch zunächst in ein Handtuch oder einen Lappen einwickeln, um Hautverletzungen zu vermeiden. Ihr schnelles und überlegtes Handeln kann über Leben und Tod Ihres Hundes entscheiden. Nachdem Sie Erste Hilfe geleistet haben, müssen Sie ihn umgehend in eine Tierarztpraxis bringen. Versuchen Sie nicht lange, das Problem ohne fremde Hilfe zu lösen. Während der Fahrt zum Tierarzt können Sie noch weitere Eispakete auflegen. Achten Sie aber darauf, dass der Körper nicht zu stark abkühlt.

Vorsichtsmaßnahmen

Aufgrund der Risiken bei Hitze im geparkten Auto ist es sicherer, wenn Sie Ihren Vierbeiner zu Hause lassen. Dort wird er sich auch viel wohler fühlen. Falls es sich nicht vermeiden lässt, den Hund für kurze Zeit im Wagen warten zu lassen, beherzigen Sie die folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

Parken Sie im Schatten, und legen Sie außerdem ein Handtuch , eine Decke oder eine Sonnenschutzmatte über die Windschutzscheibe bzw. über die der Sonne zugewandten Fensterscheiben.

Lassen Sie immer die Fenster geöffnet, damit für eine ausreichende Belüftung des Fahrzeugs gesorgt ist. Achten Sie aber darauf, daß Ihr Hund nicht aus dem Auto springen kann. In ein geöffnetes Fenster sollten Sie ein Belüftungsgitter einpassen. So kann zwar die Luft zirkulieren, der Hund das Auto aber nicht verlassen.

Stellen Sie eine mit Trinkwasser gefüllte Schale ins Auto, so daß Ihr Hund mit ausreichend Flüssigkeit versorgt ist.

Lassen Sie den Hund nie länger als 10 Minuten allein.

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Der Hund im Winter

Wenn es draußen früh dunkel wird, stürmt, nieselt oder schneit, dann kann man als Hundehalter nicht in der warmen Stube bleiben. Man muss raus, denn der Hund muss Auslauf haben und ja schliesslich seine Geschäfte verrichten...

Auch Hunden geht die kalte Jahreszeit aus Gemüt...

Für den Hund ist es auch wichtig, täglich "Zeitung" zu lesen; d.h., sein Revier zu durchstreifen und die Duftnoten anderer Hunde zu lesen. Außerdem hält die Bewegung in frischer Luft Mensch und Tier gleichermaßen gesund. Abgehärtete Hunde bleiben erwiesenermaßen bis ins hohe alter fit und aktiv.

Hunde soll man sehen können! Zur Sicherheit gibt es für den vierbeinigen Freund sog. Reflektor-Halsbänder, oder blinkend (wählbar zwischen Blink- und Dauerlicht). Der Hundeführer kann zu seiner eigenen Sicherheit reflektierende Streifen auf den Anorak oder Mantel bzw. auf die Schuhe kleben. Hat es draußen Eis und Schnee und wird fleißig gestreut, muß man die Pfoten der Vierbeiner vorsorglich mit Pfotenbalsam oder Spray vor allzu spitzen Steinchen oder gar Streusalz schützen.

Unser besonderes Augenmerk richten wir auf die Zehenzwischenräume. Besonders bei langhaarigen Hunden verkleben die Haare zwischen den Zehen sehr leicht mit dem Eis. Hat sich der Hund im Winter an den Ballen verletzt oder neigt er zu Ballenproblemen, kann man den verletzten Fuß mit einem Überschuh, wie ihn die Musher (Hundeschlittenführer) bei Schlittenhunden verwenden, schützen.

Eisfrei ist angesagt!

Nach dem Spaziergang werden die Eisklumpen mit warmen Wasser aufgetaut und mit einem Handtuch sowohl die Pfoten als auch der Körper trocken gerieben. Im Winter haaren Hunde mehr als sonst, deshalb nicht vergessen, mit einem Pflegehandschuh oder guten Kämmen bzw. Bürsten das Tier regelmäßig zu pflegen. Dies fördert nicht nur einen gesunden Fellwuchs, sondern auch die Beziehung zwischen den Partnern Mensch und Hund. Wenn man dann noch darauf achtet, daß unser vierbeiniger Freund auf seinem Liegeplatz zugfrei und kuschelig warm liegen kann, dann lässt sich die unwirtliche Zeit mit vielen Indoor-Spielen gut verleben. Bei längeren Spaziergängen empfiehlt es sich, dem Hund von Zeit zu Zeit frisches Trinkwasser anzubieten. Denn Wasser aus Pfützen (auf Strassen oder einem Feld) oder das "Schneefressen" können Magen- und Darmerkrankungen nach sich ziehen.

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Flöhe & Co.

Flohbisse verursachen bei unseren Haushunden quälenden Juckreiz. Dabei kann selbst der gepflegteste Hund diese Parasiten vom Spiel mit anderen Hunden mit nach Hause bringen.

Werden sie gleich entdeckt und eliminiert, ist das Problem gebannt. Oft aber entwickelt sich nur all zu rasch ein wahrer Flohzirkus, der für Tier und Mensch zur Plage wird.

Mit Flohhalsband, Spray, Puder oder Shampoo wird dann emsig an der Fellfront gekämpft, doch nicht immer wollen die Lästlinge weichen. Nur zum Teil liegt dies daran, daß sich resistente Flohstämme von bestimmten chemischen Keulen nicht mehr erschlagen lassen. Oft ist die gewählte Zubereitung für das betreffende Tier nicht geeignet oder sie wird nicht im vorgeschriebenen Zeitabstand angewandt. Wichtig ist, daß das Präparat jede Körperstelle erreicht. Mit Tropflösungen, deren Wirkstoff über den Blutweg in der gesamten Haut verteilt wird, ist dies gerade bei langhaarigen und großen Fellgenossen zuverlässiger zu erreichen als mit Sprays oder Puder. Des weiteren verursachen gerade die Ungezieferhalsbänder oft Allergien und einige stehen sogar im Verdacht Krebs zu erzeugen. Ein wesentlicher Aspekt erfolgreicher Flohbekämpfung ist die Einbeziehung der Tierumgebung. Flöhe sind temporäre Parasiten, die sich nur zur Blutmahlzeit auf dem Wirt einfinden. Rund 90 Prozent der erwachsenen Flöhe und ihrer Brut halten sich in Bodenritzen, Teppichen und je nach Erziehungsprinzip auch in den Betten der Tierbesitzer auf. Werden sie dort nicht zuverlässig ausgerottet, kommt es zu ständigem Neubefall, der jede Flohbekämpfung am Tier zur Makulatur werden lässt.

Das Bodenreservoir kann mit Insektenvernichtern in Form von Umgebungssprays und Raumverneblern bekämpft werden. Viele Präparate können jedoch nur die ausgewachsenen Flöhe erreichen und lassen ihre Brut unbehelligt. Sie müssen daher in regelmäßigen Abständen angewandt werden, um die nachwachsenden Flohgenerationen abzutöten Es wurden deshalb biochemische Wirkstoffe entwickelt, die auch den Entwicklungszyklus der Flohbrut unterbrechen können. Die chemische Behandlung von Wohnräumen sollte grundsätzlich sparsam und gezielt und unter strikter tierärztlicher Anleitung erfolgen. An der Bodenfront sollte deshalb auch mit intensiven mechanischen Reinigungsverfahren gekämpft werden. Wirkungsvoll ist der tägliche Staubsaugereinsatz, wenn der Staubfangbeutel etwas Flohpuder enthält und häufig gewechselt wird. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Stammliegeplätze von Hund und Katze mit waschbaren Textilien auszulegen und diese in kurzen Abständen zu waschen. Wer ohne chemische Raumbelastung auskommen will, kann nun auch auf eine hormonelle Bekämpfungsstrategie setzen. Den Haustieren wird ein Präparat verfüttert, das sich in deren Blut anreichert. Flohweibchen, die den Wirkstoff mit ihrer Blutmahlzeit aufnehmen, können keine entwicklungsfähigen Eier produzieren. Die Anwendung ist für den Menschen und seine Haustiere völlig nebenwirkungsfrei.

Grundsätzlich sollte nicht vergessen werden, dass ein massiver Flohbefall bei Haustieren meist auch eine Bandwurminfektion nach sich zieht. Infizierte Flöhe übertragen die Bandwurmeier, wenn sie von Hund oder Katze zerbissen und abgeschluckt werden. Der Tierarzt kann die Bandwurminfektion im Kot nachweisen und gezielt behandeln.

Flechte

Diese Erkrankung ist relativ selten bei Hunden. Es handelt sich um einen infektiösen Pilz, der auf der Haut und im Fell wächst. Die Symptome sind: ? dünnes, brechendes Haar ? gerötete, irritierende, schuppige Haut.

Behandlung: Hier ist der Rat des Tierarztes einzuholen, da die Flechte auf den Menschen übergehen kann. Der Arzt wird ein Spezialshampoo verschreiben sowie Cremes und Tabletten und die befallenen Stellen zur besseren Behandlung rasieren.

Läuse

Wir unterscheiden zwei Arten von Läusen, die beißenden, die sich von Hautteilchen ernähren, und die saugenden, die unangenehmer sind, da sie durch die Haut wandern, um sich von Gewebsflüssigkeit zu ernähren. (Beide Läusearten gehen nicht auf Katzen oder Menschen über). Läuse sind graue, etwa 2 mm lange Tiere, die ihre kleinen Eier (die Nissen) zwischen die Hundehaare legen. Befallene Hunde müssen regelmäßig mit Insektizidspray oder -bädern (erhältlich beim Tierarzt) behandelt werden (mindestens dreimal, mit Intervallen von fünf bis sieben Tagen), damit die Läuse und alle Larven getötet werden.

Keiner dieser Texte ersetzt aber einen Tierarztbesuch im Falle eines Befalles Ihres Tieres.

Wir haben mit unseren Hunden, Katzen und Kindern die besten Erfahrungen mit ZEDAN gemacht. Dieses vollkommen ungiftige Mittel ist für Mensch und Tier gleichermaßen geeignet. Im Jahr 2005 hatten wir die ganze Zeckenzeit hindurch an allen 6 Tieren insgesamt höchstens 5 Zecken. Flöhe hatten wir noch nie, und andere Lästlinge auch nicht.

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Zecken

gefährliche Quälgeister für Hund, Katze und Mensch!

Die Zecke, die im allgemeinen vom Frühjahr bis zum Herbst Hund, Katze und Mensch als ungebetener Gast heimsucht, gehört zu den Schildzecken, sie ist auch allgemein unter dem Namen „Holzbock" (Ixodes ricinus) bekannt.

Sie hat keine Augen, dafür aber sehr gut ausgebildete Geruchsorgane, mit deren Hilfe sie von Gräsern und niedrigen Sträuchern (bis zu 1m Höhe) aus vorbeikommenden Wirten auflauert -auch die Körperwärme spielt eine Rolle. Dabei ist sie sehr ausdauernd: bis zu einem Jahr kann sie ohne „Frischblutzufuhr" ausharren.

Hat sie einen Wirt gefunden, bohrt sie ihren mit einem Widerhaken ausgestatteten Saugrüssel in die Haut. Sie bevorzugt warme, gut durchblutete Körperteile - Ohren, Innenseite von Schenkel und Ellenbogen, Genitalbereiche u.ä. Zu Anfang injiziert eine schmerzstillende Substanz, so daß der Stich zunächst unbemerkt bleibt. Zugleich sondert sie eine Substanz ab, mit der sie sich fest beim Wirt verankert, damit ein Abstreifen nicht so leicht möglich wird. Später erst wird ein Juckreiz bemerkbar.

Nach 4 – 6 Stunden beginnt der Saugvorgang, er dauert mehrere Tage und lässt die Zecke bis zu Kirschkerngröße anwachsen. Dabei wird ständig Speichel zur Verflüssigung des Blutes injiziert – und das ist das Gefährliche an der Zecke.

Besonders zwei Erkrankungen werden hierbei übertragen:

Lyme-Borreliose

Eine Bakterienerkrankung – die Infektion mit Borrelien führt zu schwerwiegenden, sehr unterschiedlichen Krankheitsbildern
Gelenkserkrankungen mit Lahmheitserscheinungen,
Nervenerkrankungen (z.B. Störung der Bewegungskoordination, Muskelzittern)
Herz-Nierensyndrom,
Hautveränderungen (Hautrötungen und eitrige Hauterkrankungen) und
allgemeinen Symptomen wie Fieber, Schmerzen, Apathie.

Die Diagnose ist wegen des diffusen Krankheitsbildes schwierig zu stellen – beim Menschen ist die typische Wanderröte (ein wandernder roter Fleck um die Einstichstelle) ein Indiz. Bei Hund und Katze ist dies jedoch wegen des dichten Fells oft nicht zu beobachten.

Dabei ist eine frühe Erkennung sehr wichtig, weil die Krankheit bei frühem Einsatz von Antibiotika gut zu behandeln ist – schwieriger wird es, je weiter sie fortgeschritten ist. Hier hilft eine Blutuntersuchung auf Antikörper.

Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME)

Bei dieser besonderen Form der Hirnhautentzündung ist vor allem der Mensch gefährdet – aber auch Hunde kann es treffen. Die Katze scheint nicht befallen zu werden. Diese Infektion ist auf bestimmte geographische Regionen beschränkt - sie tritt überwiegend in südlichen Bereichen Deutschlands auf.

Gegen die FSME ist eine Schutzimpfung möglich. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, er kennt auch die aktuellen gefährdeten Gebiete.

Vorbeugung:

Verhinderung des Zeckenbefalls durch Anlegen von Zeckenhalsbändern oder Verwendung anderer abweisender Mittel. Ihr Tierarzt berät Sie, welches Mittel für Ihr Tier sinnvoll und verträglich ist.

Sie sollten auf jeden Fall nach dem täglichen Spaziergang Ihr Tier mit der Hand absuchen oder mit einem feinen Kamm durchkämmen – dies muss wirklich täglich geschehen!

Wenn Sie eine Zecke finden, dürfen Sie auf keinen Fall den Fehler machen, zu den alten Hausmitteln zu greifen:

Nie mit Uhu, Öl. Nagellack, Aceton oder Ähnlichem behandeln!

Zecken entfernen:

Die Zecke so tief wie möglich mit der Zeckenzange umfassen (Tierarzt, Apotheke – kostet nur ein paar Mark) und vorsichtig heraushebeln – der Kopf muss mit herauskommen, weil er sonst zu Infektionen führen kann.
Ob Sie die Zecke mit oder gegen den Uhrzeigersinn drehen, ist unerheblich. Sie müssen auch nicht unbedingt drehen – ein vorsichtiges Hin- und Herhebeln hilft auch.
Je eher Sie die Zecke entfernen, desto besser, sie braucht mindestens 24 Stunden, um die Borrelien zu übertragen.
Beobachten Sie den Einstich einige Tage, um eine Rötung zu erkennen.
… aber quetschen Sie die Zecke nicht! Durch diese Maßnahmen wird die Zecke veranlasst, sofort eine große Dosis Speichel in den Wirt zu injizieren – und damit die gefährlichen Bakterien zu übertragen.

Wir haben mit unseren Hunden, Katzen und Kindern die besten Erfahrungen mit ZEDAN gemacht. Dieses vollkommen ungiftige Mittel ist für Mensch und Tier gleichermaßen geeignet. Im Jahr 2005 hatten wir die ganze Zeckenzeit hindurch an allen 6 Tieren insgesamt höchstens 5 Zecken. Flöhe hatten wir noch nie, und andere Lästlinge auch nicht.

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Die Auwaldzecke

- neue Zeckenart auch bei uns auf dem Vormarsch

Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) heißt die neue Zeckenart, die sich in Berlin-Brandenburg ausbreitet und beim Hund eine gefährliche Erkrankung, die BABESIOSE, überträgt. Sie ist in Ungarn, Österreich und Südpolen zu Hause und bevorzugt als Lebensraum feuchtere Gebiete wie Auwälder und Moore. In Deutschland trat die Auwaldzecke bislang hauptsächlich am Oberrhein, im Saarland und Rheinland-Pfalz auf. Auch in den feuchten Gefilden der Elbe, in der Region bei Torgau in Sachsen,
war ein kleiner Naturherd von dieser Zecke zu finden. In den letzten Jahren hat sich die Auwaldzecke stark vermehrt und von der Elbe aus über den Fläming bis nach Berlin ausgebreitet. Über den Grund spekulieren die Veterinärmediziner: Sie machen das immer wärmer werdende Klima dafür verantwortlich, glauben aber auch, dass sich die Lebensbedingungen für diese Zeckenart im allgemeinen verbessert haben.
Besonders die Anzahl der Wirtstiere, an denen die Zecken Blut saugen, ist deutlich gestiegen. „Wir wollen die Hundehalter nicht verunsichern, sondern sie sensibilisieren und darauf aufmerksam machen, dass eine frühzeitige Prophylaxe gegen Zecken einen guten Schutz bieten kann“, sagt Prof. Dr. Eberhard Schein, Parasitologe an der Freien Universität Berlin. Zeckenhalsbänder, Spot-on-Präparate und Shampoos, die mit speziellen Wirkstoffen versehen sind, verhindern weitgehend das Risiko eines Zeckenbefalls.

Auwaldzecken (auch Dermacentor reticulatur oder Buntzecke)

sind größer und bunter als andere Arten. Hier eine ausgewachsene, weibliche Zecke.

Die Auwaldzecke ist größer und bunter als andere Zeckenarten. Nüchtern ist sie etwa fünf, vollgesogen mit Blut bis zu 12 Millimeter groß. Ein weißer Schild mit dunklen Flecken bedeckt beim Weibchen den vorderen Teil des Rückens, bei der männlichen Auwaldzecke den ganzen Rücken. Die erwachsene Auwaldzecke befällt große Haustiere, wie zum Beispiel Hunde und Pferde, aber auch Wildsäugetiere wie Rehe, Wildschweine und Füchse. Die Larven und Nymphen dieser Zeckenart saugen vorwiegend Blut an Waldmäusen und anderen Nagern. Die Erreger der Babesiose, die mit dem Stich der Auwaldzecke übertragen werden können, befallen und zerstören die roten Blutkörper-
chen der Hunde; die Erkrankung ist vergleichbar mit der menschlichen Malaria.

Bisher sind etwa zwanzig bis dreißig Hunde jedes Jahr in Berlin an der Babesiose erkrankt. Die Infektion erfolgte aber in der Regel in Frankreich oder Ungarn und galt als Reisekrankheit. Jetzt haben die Tierärzte den ersten Babesiosefall bei einem Hund nachweisen können, der Brandenburg nicht verlassen und sich offensichtlich hier durch einen Zeckenbiss von Dermacentor reticulatus infiziert hat. „In der Regel sterben die Hunde, wenn die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt und richtig behandelt wird“, sagt Eberhard Schein.

Es ist wichtig, rechtzeitig mit Zeckenhalsband oder anderen speziellen Präparaten, gegen einen Zeckenbefall vorzubeugen. "In der Regel sterben die Hunde, wenn die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt und richtig behandelt wird", sagte der FU-Parasitologe Prof.Dr.Eberhard Schein.

Die Erkrankung beginnt oft eine Woche nach dem Zeckenstich mit hohem Fieber. Die Tierärzte behandeln das Fieber meistens mit Antibiotika, das jedoch die Krankheitserreger nicht abtötet. Erst wenn durch die zerstörten roten Blutkörperchen der Blutfarbstoff, das Hämoglobin, mit dem Harn ausgeschieden wird und der Harn sich dunkel färbt, erkennen die Ärzte die Babesiose. „ Wenn ein massiver Befall der roten Blutkörperchen bereits erfolgt ist, ist es schwierig, den Hund noch zu retten“, erklärt der Tierarzt. „Das Problem ist, dass es in Deutschland keine Medikamente gegen die Babesiose gibt. Die behandelnden Tierärzte müssen sich die Arznei über eine internationale Apotheke besorgen, und bis das Medikament zur Verfügung steht, kann es oft schon zu spät sein.“

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Prof.Dr.Eberhard Schein, Institut für Parasitologie und Internationale Tiergesundheit der Freien Universität Berlin. E-Mail: schein@vetmed.fu-berlin.de - sowie Telefon: 030/838-62310

Autor: Text - Ilka Seer; Bilder - Prof.Dr.E.Schein

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Babesiose

(Zeckenfieber)

Bei der Babesiose handelt es sich um einen Blutparasiten, der die roten Blutkörperchen befällt. Die durch diesen Parasiten verursachte Erkrankung zeichnet sich durch eine fortscheitende Blutarmut aus. Die infizierten Tiere beherbergen die Babesien und leben ohne klinische Symptome bis zu dem Zeitpunkt, an dem eine Schwächung des Abwehrsystems auftritt und damit der Ausbruch der Krankheit eingeleitet wird. Das chronisch verlaufende Krankheitsbild des "Zeckenfiebers" wird nur bei einem geringen Anteil der infizierten Tiere beobachtet, der größte Teil der Hunde entwickelt eine unvollständige Immunität gegenüber den Babesien, so daß die Infektion ohne klinische Symptome verläuft, bis durch eine Stress-Situation ein Einbruch der Abwehr auftritt und die Krankheit ausgelöst wird.

Die Sporozoiten (Vorstufen) der Babesien schlummern in den Speicheldrüsen der Zecke. Durch Blutaufnahme reifen sie innerhalb von 36 bis 48 Stunden heran. (danach wird der Speichel infektiös.) Die akute Phase verläuft 1 bis 2 Tage nach Kontakt mit dem Vektor oft unauffällig, ab dem 4. Tag kommt es zu milden klinischen Symptomen, an die sich ab dem 10. Tag deutliche Anzeichen anschließen wie eine durch Zerstörung der roten Blutkörperchen verursachte Anämie (Blutarmut), Fieber, Lethargie (Antriebsarmut), Anorexie (Appetitlosigkeit) und die Erhöhung der ausgeschiedenen Gallensalze im Urin, was zu einer dunkelgelben bis rotbraunen Färbung des ausgeschiedenen Harns führt. Das lymphatische Gewebe ist deutlich reaktiv mit geschwollener Milz und vergrößerten Lymphknoten. Die Babesiose wird häufig von einer Ehrlichiose begleitet!

Blutausstrich: Babesien sind in den roten Blutzellen sichtbar.

Überwiegend wurde der Erreger in Ländern nachgewiesen, in denen ein tropisches bis subtropisches Klima vorherrscht. Durch die Reiselust der Menschen und die zunehmende Erleichterung der Überwindung großer Strecken unter Mitnahme unserer Haustiere ist die Einfuhr des Erregers nach Deutschland bereits erfolgt. Der Überträger, auch Vektor genannt, ist die braune Hundezecke (Rhipicephalus), die auch in unseren Breiten heimisch ist und somit ein Reservoir für die Erreger bildet.

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MAGENDREHUNG

Die Magendrehung ist eine lebensbedrohliche Krankheit, die in wenigen Stunden
zum Tode des Hundes führen kann. Der Hund muß sofort zum Tierarzt gebracht
werden.
Magendrehungen entstehen meist einige Stunden nach dem Füttern. Durch
unglückliche Bewegungen kann sich der Magen drehen. Hierbei werden Mageneingang und -ausgang abgeschnürt, wobei es durch im Magen vorgehende Verdauungsprozesse (Gärung) zu einer Aufgasung des Magens kommt. Durch die Drehung werden auch die Blutgefäße, die den Magen, die Milz, sowie Teile des Dünndarmes versorgen, abgeschnürt, was zu einer dramatischen Verschlechterung der Kreislaufsituation führt.
Vorwiegend sind große Hunderassen betroffen (Deutscher Schäferhund, Dogge, Berner Sennenhunde)

ANZEICHEN

Plötzliches Aufblähen des Magens
Der Hund ist anfänglich sehr unruhig, hat starke Schmerzen, speichelt viel und
versucht erfolglos zu erbrechen, würgt.
Der Bauchumfang nimmt ständig zu.
Klopft man auf die Bauchwand, hört es sich an wie eine Trommel.
Der Hund leidet unter Atemnot.
Es kommt zu einem Kreislaufversagen, der Hund wirkt sehr abgeschlagen und bewegt sich nicht mehr.
Vorbeugen einer Magendrehung
Den Hund 3- 4 mal täglich füttern.
Anfällige Rassen sollten Sie nur eingeweichtes Trockenfutter oder Feuchtfutter
füttern.
Nach dem Fressen Aufregung und große Anstrengungen vermeiden (lange
Spaziergänge)

Magenüberladung

Bei der Magenüberladung kommt es durch Verdauungsprozesse im Magen zu einer
Aufgasung des Magens. Gebildete Gase werden über Darm und Speiseröhre nur
unzureichend abgeleitet.
Der Hund kann zwar durch Erbrechen des Mageninhaltes seine Situation verbessern, sollte aber bei geringsten Anzeichen einer Umfangsvermehrung des Bauches einem Tierarzt vorgestellt werden, da eine Magendrehung nicht ausgeschlossen werden kann.

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Vergiftungen beim Hund

Schnell kann es geschehen, dass ein Hund etwas frißt, was giftig für ihn ist. Dabei kann man generell sagen, dass man nicht vom Menschen auf den Hund schließen kann. Dinge, die für den Menschen vollkommen ungefährlich sind, können für einen Hund stark gesundheitsschädlich und im schlimmsten Fall sogar tödlich sein. Dies beruht auf der Tatsache, dass Hunde einen vollkommen anderen Stoffwechsel als Menschen haben.

Gut ist man da beraten, wenn man sich auskennt und weiß, was zu tun ist, wenn es dann doch einmal so weit gekommen ist.

Gifte sind Substanzen, die im Körper schwere Krankheiten auslösen und sogar zum Tod führen können. Wir und damit auch unsere Hunde kommen auf verschiedene Weise damit in Berührung, zum Beispiel über Rattengift, Medikamente, Pflanzenschutz- oder Desinfektionsmittel. Viel zu häufig wird von Hundebesitzern und leider auch von Tierärzten die vage Vermutung von Vergiftungsverdacht ausgesprochen. Nur bei sehr eindeutigen Symptomen oder nach Giftnachweis ist eine Vergiftung anzunehmen. Viele andere Erkrankungen können nämlich Symptome hervorrufen, die einer Vergiftung ähnlich sind. Wenn man allerdings beobachtet hat, daß der Hund Gift gefressen hat oder damit in Kontakt gekommen ist, muß er sofort zum Tierarzt gebracht werden. Wartet nicht erst ab, bis die ersten Vergiftungserscheinungen auftreten. Je früher Gegenmaßnahmen (Magenspülung, Verabreichen von Gegengiften) getroffen werden, um so größer sind die Chancen helfen zu können.

Generell gilt, dass man seinem Hund niemals irgendwelche "menschlichen" Medikamente verabreichen sollte, ohne dass man dies vorher mit einem Tierarzt abgesprochen hat. So kann Aspirin für den Menschen sehr hilfreich sein- für einen Hund hingegen kann es tödlich sein. Auch der Hinweis "rein pflanzlich" oder "natürlich" auf der Verpackung steht nicht für "harmlos".

Es existieren Stoffe, die wir zunächst nicht als giftig ansehen- das gilt für alle theobrominhaltigen Stoffe. Schokolade enthält Theobromin und führt bei Hunden in gewisse Mengen zu Krämpfen, Atembeschwerden und sogar Herzversagen. Ebenfalls giftig sind Zwiebeln. Sie zerstören die roten Blutkörperchen des Hundes. Und da er auch zu den Zwiebelgewächsen gehört, gilt dies auch für den Knoblauch- wobei sowohl bei Zwiebel als auch Knoblauch zu sagen ist, dass die Menge es macht.

Unterschätzt wird die Gefahr, dass ein Hund im Haus oder Garten eine Giftpflanzen frißt. Es gibt sehr viele Pflanzen, die giftige Stoffe enthalten - viel mehr als man sich so vorstellt. Ich liste im Folgenden nur Pflanzen auf, durch die nachweislich Tiere sich Vergiftungen zugezogen haben. Es handelt sich um stark giftige Pflanzen, die zumindest zu schweren Störungen und im Extremfall zum Tod führen können. Es werden nur die wichtigsten Vergiftungserscheinungen erwähnt, da die Fülle sonst den Rahmen sprengen würde. Eine vollständige Übersicht über alle ungiftigen Zimmerpflanzen findet ihr hier.

GOLDREGEN

Alle Teile enthalten ein starkes Gift. Nach ungefähr einer Stunde treten örtliche Reizungen (Maul), Magen-Darmkrämpfe, Durst, Erregungszustände und Muskelkrämpfe auf. Im schlimmsten Fall kommt es zu Lähmungen und zum Tod. Der Goldregen ist sehr gefährlich für Hunde- daher sollte man sofort zum Tierarzt, falls der Hund davon gefressen hat.

EISENHUT

Eisenhut ist stark giftig- wobei besonders der blaue Eisenhut besonders giftig ist. Das Gift des Eisenhuts fördert zunächst die Reflexe. Als Symptome treten Speicheln, Durchfall, Erbrechen, Krämpfe und Lähmungen auf. Im schlimmsten Fall tritt der Tod ein. Schon kleinste Mengen des Eisenhuts sind sehr gefährlich für Hunde. Liegt eine Vergiftung mit Eisenhut vor, so sollte man schnellstmöglich zum Tierarzt.

FINGERHUT

Der Fingerhut enthält die sogenannten "Herzglykoside". Dabei handelt es sich um stark giftige Stoffe, die in kleinsten Mengen jedoch bei bestimmten Herzerkrankungen mit bestem Erfolg eingesetzt werden und somit auch heilende Wirkung haben. Es kommt zu lokalen Reizungen der Magen-, Darmschleimhaut, zu Erbrechen, Durchfall und Störungen des Herzrhythmus. Benommenheit und blasse Schleimhäute kommen hinzu. In schweren Fällen kommt es durch Herzstillstand zum Tod. Man sollte sofort zum Tierarzt gehen.

SEIDELBAST

Alle Pflanzenteile des Seidelbasts enthalten stark entzündungsauslösende Stoffe. Beim Anknabbern oder Kauen kommt es zu starken Reizungen, Entzündungen und Geschwürbildungen an Schleimhäuten und Haut. Danach folgen dann Rachen-, Magen-, Darmentzündungen. In schwersten Fällen kann es zu Nierenentzündungen und schließlich zum Tod durch Kreislaufkollaps kommen. Meist jedoch bleibt es bei lokalen Schäden, da die Pflanze sehr scharf schmeckt. Sofort sollte man mit seinem Hund zum Tierarzt, wenn Verdacht auf eine Vergiftung vorliegt.

BUCHSBAUM

Besonders die Rinde und die Blätter des Buchsbaumes enthalten sehr wirksame Gifte. Durch lokale Wirkung kommt es zu Magen-, Darmreizungen und Erbrechen, Durchfall und Kolik. Bei Aufnahme genügender Menge entstehen Krämpfe und schließlich Lähmungen. Der Tod tritt meist durch Atemlähmung ein. Liegt eine Vergiftung mit Buchsbaum vor, so sollte man sofort zum Tierarzt mit seinem Hund.

LEBENSBAUM

Giftig beim Lebensbaum sind die Blätter, welche entzündungsfördernde Stoffe enthalten. Als Symptome treten zunächst Magen-, Darmreizungen auf. In schweren Fällen kommen dann Leber- und Nierenschäden hinzu. Auch hier sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen.

EIBE

Die Eibe enthält vor allem in den Nadeln stark giftige Stoffe. Jedoch ist auch in den anderen Pflanzenteilen viel Gift enthalten. Bei kleineren Mengen kommt es zu Entzündungen der Magen-, Darmschleimhaut sowie von Nieren und Blase. Bei größeren Mengen entsteht sehr rasch eine Herz-, und Atemlähmung, die zum Tod führen kann. Man sollte sofort zum Tierarzt.

WEISSE NIESWURZ

Die Pflanze, vor allem aber die Wurzel und die Blätter, enthalten ein sehr starkes Nervengift sowie weitere giftige Stoffe. Die weisse Nieswurz ist extrem giftig- zum Glück kommt sie jedoch nur selten vor( Gebirge ). Bereits kleinste Mengen von ihr führen zu schwersten Vergiftungen. Erste Vergiftungsanzeichen sind Erbrechen, Speicheln und Durchfall. Schließlich treten Zittern, Erregungszustände, Muskelschwächen und Lähmungen auf. Zunehmende Atemnot und Kreislaufschwäche können dann zum Tod führen. Man sollte sofort einen Tierarzt aufsuchen.

MAIGLÖCKCHEN

Für das Maiglöckchen gilt dasselbe wie für den Fingerhut.

OLEANDER

Auch hier gilt dasselbe wie beim Fingerhut.

Weiterhin giftig sind alle möglichen Stoffe, die man im Haushalt benutzt. So z.B.:

- Putzmittel jeglicher Art

- Alkohol und Brennspiritus, Trockenspirituswürfel:

Der Hund verwechselt herumliegende Trockenspirituswürfel mit Würfelzucker frißt diese. Das Nervengift kann je nach aufgenommener Menge innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen.

Symptome:

Starker Speichelfluß nach ½ bis 1 Stunde, Erbrechen, Durchfall; nach weiteren 1 bis 3 Stunden Taumeln, Schreckhaftigkeit, steifes Grätschen der Beine (auch im Liegen), Krampfanfälle mit Kopfstrecken, hohes Fieber (41 bis 42°C)

Behandlung:

Brechmittel, Magenspülung; Verabreichen von Beruhigungs- und Narkosemitteln, die zu einer Art Heilschlaf über 1 bis 2 Tage führen. Infusionen zur Anregung der Nierenausscheidung; Kalzium gegen die Krämpfe

- Frostschutzmittel fürs Auto:

Schleckt der Hund süßschmeckendes Frostschutzmittel auf, kann es zu schwerem Nierenschaden und – je nach Giftmenge – zu tödlichem Nierenversagen kommen

Symptome:

Starkes Speicheln, spontanes Erbrechen schon Minuten nach dem Aufschlecken, Durchfall, Mattigkeit, Taumeln, Krämpfe, Hinfälligkeit

Behandlung:

Magenspülung, Infusionen, um die Nierenfunktion zu erhalten; als Gegenmittel wird Alkohol zur Infusion gegeben

- Mäuse- und Rattengift:

Rattengift führt zu Blutgerinnungsstörungen

Symptome:

Anfänglich geringes Erbrechen, das oft übersehen wird; nach 2 bis 6 Tagen durch innere Blutungen verursachte Mattigkeit, blasse Schleimhäute, stark blutiger Urin, gelegentlich auch blutiger Durchfall

Behandlung:

Spritzen mit Vitamin K1 als Gegenmittel; eventuell auch Bluttransfusion

- Insektizide jeglicher Art:

Bei unsachgemäßer Anwendung von Mitteln gegen Flöhe, Läuse, Zecken (Shampoo, Puder, Spray, Halsband, Tabletten oder Tinktur) kann sich der Hund durch Abschlecken des Fells nach zu üppigem Einpudern oder Besprühen, Trinken von Badelösung, Fressen des Halsbandes oder von Tabletten vergiften

Symptome:

Insektizide sind Nervengifte und rufen ähnliche Symptome wie die Vergiftung mit Schneckenkorn hervor

Behandlung:

Wie bei Vergiftung mit Schneckenkorn

Wichtig:

Nach dem Einpudern das Fell mit feuchtem Frotteetuch abwischen, beim Schamponieren genügend nachspülen, Halsbänder nicht herumliegen lassen

- Mineralöle jeglicher Art

- Medikamente, hier vor allem Schlafmittel, die häufig frei herumliegen:

Frißt der Hund Schlaftabletten, kommt es zu narkoseähnlichem Zustand, unter Umständen auch zum Tod

Symptome:

Kein Erbrechen, kein Durchfall, tiefer Schlaf, Bewußtlosigkeit, flache Atmung, bläuliche Schleimhäute, schneller schwacher Puls

Behandlung:

Brechmittel und Magenspülung, künstliche Beatmung mit Sauerstoff, kreislaufstützende Infusionen, um die Ausscheidung der Gifte über die Niere anzuregen. Der Hund muß im Schlaf warmgehalten und wegen der Gefahr des Blutstaus alle halbe Stunde anders gelagert werden

- Pflanzengifte:

Der Hund frißt das im Garten ausgelegte Schneckengift. Das Nervengift kann je nach aufgenommener Menge innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen

Symptome:

Starker Speichelfluß nach ½ bis 1 Stunde, Erbrechen, Durchfall; nach weiteren 1 bis 3 Stunden Taumeln, Schreckhaftigkeit, steifes Grätschen der Beine (auch im Liegen), Krampfanfälle mit Kopfstrecken, hohes Fieber (41 bis 42°C)

Behandlung:

Brechmittel, Magenspülung; Verabreichen von Beruhigungs- und Narkosemitteln, die zu einer Art Heilschlaf über 1 bis 2 Tage führen. Infusionen zur Anregung der Nierenausscheidung; Kalzium gegen die Krämpfe

Anhand der Symptome kann man bestimmte Vergiftungen frühzeitig erkennen. Generell sollte man mit seinem Hund jedoch beim geringsten Verdacht auf eine Vergiftung sofort zum Tierarzt gehen, da es hierbei um wertvolle Zeit geht, die sonst verloren ist.

Bei einem Hund kann man durch gewisse vorbeugende Maßnahmen außerhalb des Hauses ebenfalls das Risiko senken, dass er sich vergiftet.

Generell sollte man beim Spaziergang darauf achten, dass der Hund nichts vom Wegrand frißt. Diese Gefahr ist vor allem bei Welpen sehr hoch. Werden Mäuse- oder Rattengiftaktionen durchgeführt, so wird dies meist mit Warntafeln angekündigt. Während dieser Zeit sollte man mit seinem Hund dort nicht spazieren gehen und ihn in der Nähe an die Leine nehmen.

Erste Notmaßnahmen

Nur innerhalb 30 Minuten bis maximal 60 Minuten kann die Giftaufnahme im Körper mit Hilfe von Brechmitteln, Magenspülungen und Abführmitteln verringert werden.

Man sollte seinen Hund so schnell wie möglich zum Tierarzt bringen. Ist der Weg zum nächsten Tierarzt jedoch zu weit, so sollte man versuchen– am besten nach telefonischer Absprache mit dem Tierarzt – durch das zwangsweise Eingeben von konzentrierter Kochsalzlösung (1 Eßlöffel Salz auf 100 ml Wasser) das Erbrechen des Hundes selbst auszulösen.

Wichtig:

Das Eingeben von Milch, Öl oder sogar Rizinusöl ist grundsätzlich falsch, da es bei einigen fettlöslichen Giften sogar die Beschwerden und Symptome verstärkt. Man sollte statt dessen dem Hund Kohletabletten geben. Kohle nimmt die meisten Gifte in sich auf und schadet dem Hund nicht. Auch sollte man seinem Hund reichlich zu trinken geben. Wasser hat einen verdünnenden Effekt und wirkt, wenn der Hund daraufhin erbricht, fast wie eine Magenspülung. Außerdem beugt es einer inneren Austrocknung vor.

BITTE SUCHEN SIE AUF JEDEN FALL BEI VERDACHT AUF VERGIFTUNGEN JEGLICHER ART EINEN TIERARZT AUF!!!!

Je schneller desto besser, denn bei manchen Vergiftungen können Minuten über das Leben Ihres Tieres entscheiden.

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Giftpflanzen

Alpenveilchen

Cyclamen persicum

Brechdurchfälle, Krämpfe, Kreislaufkollaps

Areonstab (gefleckter)

Arum maculatum

Reizungen bis Verätzungen der Mundschleimhäute, Erbrechen

Asthmakraut

Datura stramonium

Maul- und Nasentrockenheit, Mydriase, Agitation, Verwirrung, Krämpfe, Hyperthermie, Tachykardie (2), paradoxe Bradykardie (1), AV-Block, paralytischer Ileus, Sedation

Aubergine-Blätter

Solanum melongena

Mattigkeit, Brechdurchfall, Krämpfe

Azalee

Rhododendron spp.

Salivation, Mattigkeit, Brechdurchfall, Ataxien

Bilsenkraut (schwarzes)

Hyosciamus niger

Maul- und Nasentrockenheit, Mydriase, Agitation, Verwirrung, Krämpfe, Hyperthermie, Tachykardie (2), paradoxe Bradykardie (1), AV-Block, paralytischer Ileus

Blauer Eisenhut

Aconitum napellus

Brechdurchfälle, Lähmungen, Herzrythmusstörungen

Christusdorn

Euphorbia milii

Reizungen bis Verätzungen der Mundschleimhaut, aber auch der Konjunktiven und Cornea

Echter Sturmhut

Aconitum napellus

Brechdurchfälle, Lähmungen, Herzrythmusstörungen

Eibe

Taxus baccata

Erbrechen, Bewusstlosigkeit, Mydriasis, oberflächliche Atmung, Tachykardie (2) oder Bradyarrythmien, Herzstillstand, Atemlähmung

Engelstrompete

Darura suaveolens

Maul- und Nasentrockenheit, Mydriase, Agitation, Verwirrung, Krämpfe, Hyperthermie, Tachykardie (2), paradoxe Bradykardie (1), AV-Block, paralytischer Ileus, Sedation

Fingerhut

Digitalis purpurea

Erbrechen, Herzrythmusstörungen

Frühjahrslorchel

Gyromitra esculenta

Brechdurchfälle, Lebernekrosdn

Germer (weisser)

Veratrum album

Brechdurchfälle, Sympathikolyse

Giftaron

Dieffenbachia spp.

Reizungen bis Verätzungen der Mundschleimhaut, eventuell der Konjunktiven und Cornea

Goldregen (Gemeiner)

Laburnum anagyroides

Erbrechen, Mydriasis, Tachykardie (2)

Herbstzeitlose

Colchicum autumnale

Brechdurchfälle, Krämpfe, Lebernekrosen, Gerinnungsstörungen, Lähmungen bis zu Apnoe, Herzrythmusstörungen

Herkulesstaude

Heracleum mantegazianum

Reizungen bis Verätzungen der Mundschleimhaut, aber auch der Konjunktiven und Cornea

Hopfen

Humulus lupulus

Hyperthermie

Kartoffelkraut

Solanum tuberosum

Mattigkeit, Brechdurchfall, Krämpfe

Käthchen (Flammendes)

Kalanchoe blossdfeldiana

Herzarrhytmien, Neuromuskuläre Krämpfe

Kellerhals

Daphne mecereum

Starke Reizung und Schwellung der Mundschleimhaut, Brechdurchfälle, Krämpfe

Knollenblätterpilz

Amanita phalloides

Brechdurchfälle, ausgedehnte Lebernekrosen

Kolbenfaden

Anthurium

Maiglöckchen

Convallaria majalis

Brechdurchfälle, Herzrythmusstörungen

Marihuana

Cannabis sativa

Rachykardie, Mydriasis, Tremor, Ataxien, Krämpfe abwechselnd mit symptomlosen Phasen

Nachtschatten

Solanum niger

Oleander

Nerium oleander

Brechdurchfall, Bradykardie (1), PQ-Verlängerung, AV-Block 2. Grades

Osterglocke

Narcissus pseudonarcissus

Brechdurchfälle

Philodendron

Philodendron

Reizungen bis Verätzungen der Mundschleimhaut, eventuell der Konjunktiven und Cornea

Rhabarber

Rheum undulatum

Tubläre Nierenschäden

Riesenbärenklau

Heracleum mantegazianum

Reizungen bis Verätzungen der Mundschleimhaut, aber auch der Konjunktiven und Cornea

Riesenkerbel

Heracleum mantegazianum

Reizungen bis Verätzungen der Mundschleimhaut, aber auch der Konjunktiven und Cornea

Rittersporn

Delphinum elatum

Rosenlorbeer

Nerium oleander

Brechdurchfall, Bradykardie (1), PQ-Verlängerung, AV-Block 2. Grades

Roßkastanie

Aesculus hippocastanus

Reizungen der Mundschleimhaut

Safranrebendolde

Oenanthe crocata

Erbrechen, Krämpfe, Nierennekrosen

Schneeglöckchen

Galanthus nivalis

Brechdurchfälle

Schweigrohr

Dieffenbachia

Reizungen bis Verätzungen der Mundschleimhaut, eventuell der Konjunktiven und Cornea

Seidelbast

Daphne mecereum

Starke Reizung und Schwellung der Mundschleimhaut, Brechdurchfälle, Krämpfe

Stechapfel

Datura stramonium

Maul- und Nasentrockenheit, Mydriase, Agitation, Verwirrung, Krämpfe, Hyperthermie, Tachykardie (2), paradoxe Bradykardie (1), AV-Block, paralytischer Ileus, Sedation

Stechpalme

Ilex aquifolum

Brechdurchfälle

Tollkirsche

Atropa belladonna

Maul- und Nasentrockenheit, Mydriase, Agitation, Verwirrung, Krämpfe, Hyperthermie, Tachykardie (2), paradoxe Bradykardie (1), AV-Block, paralytischer Ileus

Tomatenblätter

Solanum lycopersicum

Mattigkeit, Brechdurchfall, Krämpfe

Wandelröschen

Lantana camara

Erbrechen, Ikterus wegen Gallenkapillarnekrosen

Wasserschierling

Cicuta virosa

Erbrechen, Krämpfe, Nierennekrosen

Weihnachtsstern

Euphorbia pulcherrima

Reizungen bis Verätzungen der Mundschleimhaut, aber auch der Konjunktiven und Cornea

Wiesenbärenklau

Heracleum sphondylium

Reizungen bis Verätzungen der Mundschleimhaut, aber auch der Konjunktiven und Cornea

Wolfsmilchgewächse

Euphorbiaceae

Reizungen bis Verätzungen der Mundschleimhaut, aber auch der Konjunktiven und Cornea

Wunderbaum

Ricinus communis

Brechdurchfall, Krämpfe, Zyanose, Lebernekrose, Nierennekrose

Zwiebel (Küchenzwiebel)

Allium cepa

Hämolytische Anämie

1 – Bradykardie herabgesetzte Herzfrequenz

2 - Tachykardie beschleunigte Herzfrequen

Vergiftungen mit Paracetamol

(Schmerzmittel, fiebersenkendes Mittel, in vielen Pharmaka für Kinder):

In einer amerikanischen Studie wurde die Paracetamolvergiftung als die achthäufigste Intoxikation des Hundes beschrieben (häufig bewusste Gabe durch den Besitzer, aber auch beim „Wühlen in der Handtasche“ als gängiges Schmerzmittel gefunden).

Mehr Informationen finden Sie unter "Vergiftungen beim Hund"

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Schutzimpfung

Hunde zählen zu den ältesten Haustieren der Menschen. Die Gründe für die Haltung eines Hundes haben sich im Laufe der Jahrtausende zwar erheblich gewandelt, unschätzbar sind aber nach wie vor die vielen Freuden, die ein Hund jungen wie älteren Menschen bereitet und die unzähligen Dienste, für die die intelligenten Tiere geradezu prädestiniert sind. Ein Hund kann ein treuer Begleiter, ein Spielkamerad, kurzum ein Mitglied der Familie sein, das schon nach kurzer Zeit keiner mehr missen möchte.

Daneben übernimmt der Hundebesitzer aber auch ein hohes Maß an Verantwortung. Er muss für eine artgemäße Haltung, Pflege und Ernährung sorgen, Aufgaben, die für einen wahren Hundefreund aber niemals zur lästigen Pflicht werden.

Genau so selbstverständlich wird sich der verantwortungsbewusste Hundehalter darüber informieren, welche Krankheiten und Gefahren seinem vierbeinigen Freund drohen, und vor allem, was vorbeugend unternommen werden kann, um das Vermeidbare zu verhindern.

Schutzimpfungen sind unverzichtbarer Bestandteil der Krankheitsvorbeugung. Die regelmäßige Schutzimpfung kann Sie vor vielen Kümmernissen mit Ihrem Hund bewahren. Ihr Hund wird es Ihnen danken - täglich, jahrein, jahraus.

Diese Artikel sollen Ihnen ein Grundwissen über die wichtigsten Infektionskrankheiten beim Hund vermitteln. Sie können und sollen aber nicht den fachkundigen Rat Ihres Tierarztes ersetzen.

Die wichtigsten Infektions-Krankheiten beim Hund:

Staupe:

Die Staupe ist eine der bekanntesten und die am meisten gefürchteste Infektionskrankheit der Hunde. Das Staupe-Virus kommt in allen Ländern mit Hundhaltung vor und tritt auch hierzulande immer wieder vereinzelt auf, meist bei ungeimpften Hunden.

Die Ansteckung erfolgt über Mund oder Nase des Hundes. Der Hund kann sich nicht nur durch Kontakt mit einem anderen Hund anstecken, sondern auch bei einem Waldspaziergang, weil z.B. Marder oder Frettchen die Krankheit auch übertragen können. Die Viren werden von infizierten mit allen Körperflüssigkeiten ausgeschieden. Eine besondere Gefahr sind Tiere, die Erreger ausscheiden ohne selbst Krankheitsanzeichen zu zeigen. Besonders Hundewelpen sind in den ersten Lebenswochen gefährdet, aber auch ältere Hunde können erkranken.

Erste Krankheitsanzeichen treten etwa eine Woche nach der Ansteckung auf. Sie beginnen mit hohem Fieber, Appetitlosigkeit und Mattigkeit. Begleitet werden die Symptome von anfänglich wässrig-klarem Augen- und Nasenausfluss, der im weiteren Verlauf dann zähflüssig-eitrig wird. Dieser Ausfluss ist in höchstem Maße ansteckend. Entweder unmittelbar anschließend oder nach einer Phase der scheinbaren Erholung, können weitere Krankheitssymptome auftreten: Erbrechen, wässriger bis blutiger Durchfall (Darmform der Staupe) und/oder Husten, Atembeschwerden, Lungenentzündung (Lungenform der Staupe). Aber auch die Augen, die Haut und das Nervensystem.

Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die so genannte "nervöse Form" der Staupe. Dabei verursacht das Staupevirus Schädigungen im Gehirn. Dies äußert sich in psychischen Veränderungen, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen und Krampfanfälle, vergleichbar dem Erscheinungsbild der Epilepsie.

Der Schweregrad der verschiedenen Formen kann variieren. Die "nervöse" Form endet jedoch praktisch immer tödlich bzw. erfordert, dass der Hund aus tierschützerischen Gründen eingeschläfert werden muss.

Der Verlauf der Erkrankung kann sehr unterschiedlich sein und zu bleibenden Schäden führen, wie z.B. an den Zähnen (Staupegebiss) oder den Fußballen (Hard-Pad-Diseas); häufig endet sie jedoch tödlich.

Hepatitis (H.C.C):

Auch bei Hunden gibt es eine ansteckende Virushepatitis (Leberentzündung), nämlich Hepatitis contagiosa canis (H.c.c).

Auf den Menschen ist diese Infektion nicht übertragbar. Das Virus wird nicht nur von Hund zu Hund durch Speichel, Harn oder Kot übertragen, sondern auch direkt durch Kontakt mit infizierten Gegenständen. Der Mensch ist nicht gefährdet. Kranke aber auch gesund erscheinende Hunde sind die Hauptüberträger der Erkrankung.

Ein direkter Kontakt zwischen Hunden ist jedoch nicht immer erforderlich, weil das Virus lange ansteckend bleibt und so auch indirekt übertragen werden kann. Hunde, welche diese Krankheit überstanden haben, können noch monatelang Hepatitisviren ausscheiden und verbreiten.

Die Krankheit beginnt, wie alle Virusinfektionen, mit Fieber, allgemeiner Mattigkeit und Appetitlosigkeit. Im weitern Verlauf kommt es zu Augen- und Nasenausfluss (aus diesem Grund wurde die Krankheit früher oft mit Staupe verwechselt), Erbrechen, manchmal auch Durchfall und zu Schmerzen im Bauchbereich. Mandelentzündung mit Lymphknotenschwellung, Lungenentzündung und Störungen des zentralen Nervensystems können vereinzelt auftreten.

Als Leitsymptom kann eine Berührungsempfindlichkeit in der Leberregion angesehen werden.

Die Leberschädigung verursacht unter anderem Störungen in der Blutgerinnung. Daneben kann er bei dieser Erkrankung auch zu einer vorübergehenden Hornhauttrübung am Auge und zu chronischen Nierenschäden kommen. Schwerst erkrankte Hunde sterben unter Krämpfen teilweise sogar über Nacht, ohne vorher lange Krank gewesen zu sein. Hunde, die überleben, zeigen verringerte Gewichtszunahme, und oftmals bleibt eine chronische Hepatitis zurück.

Bei Welpen kann er innerhalb von 2 - 5 Tagen nach der Ansteckung zu plötzlichen Todesfällen kommen.

Parvovirose:

Praktisch über Nacht verbreitete zu Beginn der 1980er Jahre eine für Hunde tödliche Virusinfektion Angst und Schrecken bei Hundebesitzern: Parvovirose.

Parvoviren, die Erreger dieser Krankheit, werden von betroffenen Hunden millionenfach über einen längeren Zeitraum mit dem Kot ausgeschieden. Virushaltiger Kot ist die Hauptursache für eine Ansteckung. Besonders gravierend ist dabei das Problem, dass die Erreger sehr langlebig sind und eine hohe Ansteckungsfähigkeit haben. Noch Jahre später können sie eine Erkrankung hervorrufen, sie besitzen eine hohe Widerstandskraft gegenüber Umwelteinflüssen wie z.B. Hitze und Kälte, aber auch gegen Desinfektionsmittel.

Praktisch jedes "Hundehäufchen" stellt eine potentielle Gefahr dar. Sei es, dass Ihr Hund beim Ausgang daran schnuppert, oder dass sie selbst den Virus z.B. an den Schuhen haftend, mit nach Hause.

Von der Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch (Inkubationszeit) vergehen nur 3 - 7 Tage.

Die Erkrankung beginnt zunächst mit Fieber und Mattigkeit. Bald darauf stellt sich Erbrechen und schwerer, meist blutiger Durchfall ein. Bei sehr jungen Welpen kann die Infektion zum akuten Herztod führen, ohne dass die Welpen vorher Krankheitssymptome gezeigt haben. Erkrankte Hunde müssen umgehend in tierärztliche Intensivbehandlung. Da gegen das Virus nahezu alle Medikamente unwirksam sind, kommt es trotz intensiver Behandlung vor allem bei jüngeren Hunden häufig zum tödlichen Verlauf.

Bei Hunden, die die Erkrankung überleben, können dauerhafte Herzschäden mit entsprechend eingeschränkter Leistungsfähigkeit zurück bleiben. Die Parvovirose wird gelegentlich auch als "Katzenseuche der Hunde" bezeichnet. Eine Ansteckung durch Katzen ist jedoch ausgeschlossen. Dagegen können Hunde in seltenen Fällen als Ansteckungsquelle für Katzen fungieren.

Untersuchungsergebnisse von Prof. Truyen (Universität Leipzig) haben gezeigt, dass die zweimalige Impfung gegen Parvovirose in vielen Fällen nicht ausreicht, um Hunde sicher vor Parvovirose zu schützen. Ausgehend von den Ergebnissen der Studie rät Prof. Truyen daher zu einer frühen Parvoimpfung ab der 6. Lebenswoche und zu einer Nachimpfung in der 5. - 6. Lebenswoche.

Leptospirose:

(Stuttgarter Hundeseuche oder auch Weilsche Krankheit)

Diese Infektionskrankheiten werden durch bestimmte Bakterien hervorgerufen und können sowohl Tiere als auch Menschen betreffen. Die Erkrankung zählt somit zu den Zoonosen.

Hunde jeder Altersgruppe sind für die Krankheiten empfänglich. Infizierte Hunde können den Erreger über lange Zeit mit dem Urin ausscheiden. Daneben sind infizierte Ratten und Mäuse eine wichtige Infektionsquelle. Jedoch muss der Hund nicht unbedingt direkten Kontakt mit diesen Tieren oder mit Artgenossen haben. Der Erreger kann nämlich über längere Zeit in Pfützen überleben, so dass sich Hunde, die daraus trinken, auch auf diesem Wege infizieren können.

Ein bis zwei Wochen nach der Infektion kommt es zur Erkrankung mit oft typischen, schwer zu deutenden Symptomen. In schweren Fällen beginnt die Krankheit mit plötzlicher Schwäche, Futterverweigerung, Erbrechen und Fieber. Atembeschwerden und vermehrter Durst sind ebenso wie vermehrter Harnabsatz weitere Anzeichen. Bei manchen Hunden entwickelt sich eine Gelbsucht. Erkrankte Hunde erheben sich nur ungern und äußern Schmerzen bei Druck auf die Nierengegend. Das Überstehen der Krankheit kann chronische Nierenschäden hinterlassen.

Virushusten (Zwingerhusten):

Diese Erkrankung der Luftröhre und der Bronchien wird oft irreführend auch als Zwingerhusten bezeichnet. Der Grund dafür ist, dass zwar am häufigsten Hunde betroffen sind, die mit vielen anderen eng zusammenleben (z.B. im Zwinger, Tierheim, Hundesportplatz), grundsätzlich kann aber jeder Hund davon betroffen sein, der beim Auslauf mit Artgenossen in Kontakt kommt. Die Ansteckung erfolgt durch eine Tröpfcheninfektion. Die Ursache für den Husten sind bestimmte Virusarten, wie z.B. das Parainfluenzavirus und das Adenovirus. Bakterien können zu einem kompliziertem Krankheitsverlauf mit Lungenentzündung beitragen. , wenngleich in den seltensten Fällen akute Lebensgefahr besteht.

Gequälter trockener Husten, der anfallsweise heftig bellend auftritt, beeinträchtigt aber das Allgemeinbefinden und die Leistungsfähigkeit der Hunde außerordentlich. Überall wo viele Hunde zusammen kommen, verbreitet sich der Husten sehr rasch.

Spezielle moderne Kombinationsimpfstoffe, die üblicherweise zur Schutzimpfung gegen die auf dieser Seite beschriebenen Krankheiten eingesetzt werden, schützen auch gegen Parainfluenzaviren und Adenoviren, die am Zustandekommen des Virushusten beteiligt sind. Faktoren, die eine Schwächung der körpereigenen Abwehr verursachen, können die Erkrankung begünstigen. Zur Unterstützung der Abwehrkräfte, sollten die Hunde vor negativen Stressfaktoren ferngehalten werden, und mit einer hochwertigen und artgerechten Nahrung, die das körpereigene Abwehrsystem in Ordnung hält, ernährt werden.

Tollwut:

Gewiss sind Ihnen die veterinärpolizeilichen Hinweisschilder auf einen "Tollwutsperrbezirk" an vielen Ortseinfahrten bekannt. Der Gesetzgeber trägt damit der Tatsache Rechnung, dass die Tollwut nach wie vor eine der gefährlichsten Virusinfektionen für Mensch und Tier ist. Tollwut ist nicht heilbar. Empfänger für die Krankheit sind alle warmblütigen Tiere. Die Hauptinfektionsquelle sind wildlebende Fleischfresser, in erster Linie Füchse. In letzter Zeit wurde das Virus aber auch verschiedentlich bei Fledermäusen nachgewiesen. Tollwutviren werden von infizierten Tieren mit dem Speichel ausgeschieden. Bissverletzungen durch tollwutinfizierte Tiere sind deshalb besonders gefährlich, weil das Virus über Wunden in den Körper gelangt, aber auch Hautverletzungen wie Schürfwunden sind mögliche Eintrittspforten. Deshalb sollten Sie auch unbedingt vermeiden, "besonders zutrauliche Wildtiere" oder z.B. einen überfahrenen Fuchs mit der bloßen Hand zu berühren.

Das Auftreten der Erkrankungserscheinungen nach der Infektion kann sich über 14 - 30 Tage, selten auch länger hinziehen. Der Erreger wandert von der Eintrittspforte an entlang der Nervenbahnen über das Rückenmark zum Gehirn. Von dort gelangen die Erreger in die Speicheldrüsen. Die Übertragung der Tollwuterreger ist bereits vor deutlichen Krankheitsanzeichen möglich.

In typischen Fällen verläuft die Tollwut in drei Phasen. Das erste Anzeichen ist oft eine Verhaltensänderung (scheue Tiere werden zutraulich) . Im weiteren Verlauf kann es zu Erregungszuständen und Aggressivität (Exzitationsstadium) und schließlich kurz vor dem Tod zu Lähmungen (Paralysestadium) kommen. Häufig können die Tiere auf Grund der Lähmung nicht mehr schlucken, die Tiere speicheln und können nicht trinken.

Da die Krankheitserscheinungen bei Tollwut sehr vielfältig sein können, muss dringend empfohlen werden, falls Sie selbst oder Ihr Hund Kontakt mit einem erkranktem oder verdächtigen Tier hatte, unverzüglich einen Arzt oder Tierarzt aufzusuchen. Geimpfte Hunde sind in diesem Fall rechtlich besser gestellt als ungeimpfte, für die eine sofortige Tötung angeordnet werden kann.

Für Auslandreisen ist zu beachten, dass die einzelnen Länder so genannte Einreisebestimmungen erlassen haben. In der Mehrzahl der Fälle wird die Einreise mit einem Hund nur dann erlaubt, wenn eine gültige Tollwutimpfung nachgewiesen werden kann. Diese muss laut geltender Tollwutverordnung mindestens 21 Tage und längstens um den Zeitraum zurückliegen, den der Impfstoff für eine Wiederholungsimpfung angibt. Nähere Auskünfte erteilen Tierärzte, das Deutsche Grüne Kreuz, Veterinärämter und Automobilclubs.

Coronavirusinfektion:

Hierbei handelt es sich um eine erst seit kurzem bekannte, hoch ansteckende Darminfektion.

Die Krankheit kann Hunde jeden Alters befallen. Die Infektion ist in Europa, Amerika und Australien bekannt, dürfte jedoch weltweit verbreitet sein.

Das Virus verursacht besonders bei jungen Hunden Fressunlust, wässrigen Durchfall mit Blutbeimengung und Erbrechen. Die Krankheit ist deshalb nur schwer von der Parvovirose zu unterscheiden, die in der Regel jedoch weitaus schwerer verläuft. Die Ansteckung mit dem Coronavirus erfolgt durch Kontakt mit Kot, der von infizierten Hunden ausgeschieden wird.

Vorbeugung:

Ein wirksamer Impfstoff steht in Deutschland noch nicht zur Verfügung. Ihr Tierarzt wird Sie aber gerne über den aktuellen Entwicklungsstand informieren.
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Hunde können heute zuverlässig gegen Staupe - Hepatitis - Parvovirose- Leptospirose - Virushusten und Tollwut geschützt werden. Dafür stehen Einzel- und Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung.

Lebensgefährlichen Infektionskrankheiten kann man am besten durch die Schutzimpfung vorbeugen. Durch die Impfung wird der Hund immun. Die jährliche Wiederholungsimpfung ist heute durch neue Impfstoffentwicklungen sehr einfach geworden. Durch die 8-fach-Impfung genügt einmal im Jahr eine Injektion, um den Impfschutz gegen alle gefährlichen Infektionskrankheiten aufrecht zu erhalten.

BEDENKEN SIE BITTE: Wenn ein Tollwutverdacht vorliegt, und Ihr Hund auch nur eine Tag überfällig mit der Tollwutimpfung ist, hat der Amtstierarzt das Recht, den Hund SOFORT und ohne weitere Untersuchungen einzuschläfern! Allein der VERDACHT auf Tollwut reicht aus, es muss keine Tollwut nachgewiesen sein! BITTE lassen Sie Ihren Hund niemals ohne ausreichenden Tollwutschutz.

Dringend empfehlenswert ist die Grundimmunisierung:

Ab der 6. Lebenswoche: Parvovirose, mit speziellem Welpenimpfstoff

Ab der 9. Lebenswoche: 7-fach-Impfung gegen Staupe, Parvovirose, Hepatitis, Zwingerhusten und Leptospirose

Ab der 12. Lebenswoche: Tollwut und Wiederholung der 7-fach-Impfung

Ab der 16. Lebenswoche: wird von Fachleuten darüber hinaus eine erneute Impfung zur Erzielung eines noch besseren Schutzes empfohlen. Die Ausnahme ist die Impfung gegen Tollwut, die erstmalig mit der Wiederholungsimpfung und somit frühestens im Alter von 12 Wochen gegeben wird.

Jährlich: 8-fach-Impfung gegen alle wichtigen Infektionskrankheiten. Die jährliche Wiederholungsimpfung beim Hund ist heute dank neuer Imfstoffentwicklungen sehr einfach geworden. Durch Kombinationsimfstoffe genügt einmal im Jahr eine Injektion, um den Impfschutz gegen alle gefährlichen Infektionskrankheiten aufrecht zu erhalten - damit Ihr Hund auch in kritischen Situationen zuverlässig geschützt ist.

Da bei der Impfung von Welpen individuelle Gegebenheiten berücksichtigt werden müssen, sollten Sie sich, wenn Sie sich nicht sicher sind, dass Ihr Hund beim Züchter auch tatsächlich geimpft wurde, an Ihren Tierarzt wenden oder nur bei nachweislich verantwortungsvollen Züchtern kaufen.

Abweichungen einer optimalen Krankheitsverhütung sind im Einzelfall immer wieder gegeben und sollten deswegen unbedingt mit dem Tierarzt abgeklärt werden.

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Zahnstein und Parodontose beim Hund

Vorkommen und Entstehung

Jeder Kleintierpraktiker hat täglich damit zu tun: Hunde, deren Besitzer sich zuerst darüber beklagen, daß ihre Tiere aus dem Fang riechen. Bei genauerem Hinsehen sind dann fast immer Krankheiten im Bereich der Zähne und des Zahnfleisches die Ursache. Diese Krankheiten sind jedoch weniger ein kosmetisches Problem als ein ständiger Eiterherd der Bakterien in viele Organe (Niere, Herz.etc) streuen kann.

Obwohl die Hunde trotz Zahnstein/Parodontose in der Regel noch gut fressen, darf man davon ausgehen, daß die betroffenen Patienten deutliche Zahnschmerzen haben.

Etwa 80% aller Hunde haben Parodontose!

Ursache des Übels ist zunächst der Zahnstein, der vor allem bei kleinen Hunderassen schon sehr früh beginnen kann. Man nimmt an, daß mehrere Faktoren die Entstehung von Zahnstein begünstigen:

Kleines Gebiss (wenig Abstand zwischen den Zähnen, Reinigung der Zahnzwischenräume durch den Speichel ist erschwert)

Wenig Bewegung (Die Hunde kommen nicht zum Hecheln, die Zunge reinigt nicht die Zahnzwischenräume)
Viele Mahlzeiten und Leckerchen. Ständig vorhandene Futterreste bieten für Bakterien eine ideale Wachstumsgrundlage.

Ob Dosenfutter die Zahnsteinbildung begünstigt, ist umstritten, wir sagen nein.

Der Zahnstein bietet Bakterien in der Mundhöhle, die sich von Speiseresten ernähren, einen guten Unterschlupf. Die Bakterien dringen in die zunächst gesunde Zahntasche ein und entzünden dort zunächst das Zahnfleisch.

Wenn in diesem Stadium eine Zahnsteinentfernung durchgeführt wird, können die Zähne erhalten werden!

Später führt die Entzündung zur Zerstörung des Zahnhalteapparates, der Zahn wird allmählich locker, das Zahnfleisch schwindet, der Zahnhals und Teile der Zahnwurzel liegen frei, der Zahn wird noch lockerer.

Spätestens jetzt ist der Zahn nur durch aufwendige Maßnahmen und anschließend kontinuierliche Pflege durch den Besitzer zu erhalten!

Die Zahnsteinentfernung / Parodontosebehandlung

Wenn bei einem ein behandlungswürdiger Zahnsteinbefall festgestellt ist, sollte man unverzüglich handeln und sich für den Hund einen Termin zur Zahnbehandlung geben lassen. Gründliche Zahnbehandlungen sind beim Hund ausschließlich in Narkose möglich. Eine oberflächliche Entfernung des Zahnsteins ohne Narkose hat selbst bei einem ruhigen und gelassenen Patienten nur kurzfristigen bis keinen Effekt, weil die erforderlichen Maßnahmen (tiefes Entfernen des Zahnsteins, Abtragen der tiefen Zahnfleischtaschen) nicht möglich sind. Narkosen sind mit den modernen Narkotika auch bei älteren Tieren kein großes Risiko und der gesundheitliche Nutzen durch die Entfernung vereiterter Stellen im Mund ist deutlich.

Entfernung des Zahnsteins

Der erste Schritt ist immer die gründliche Entfernung des Zahnsteins. Dies kann von Hand mit Kratzern oder Scalern, mit dem Airscaler der Dentaleinheit oder, wie am weitesten verbreitet, mit dem Ultraschallgerät erfolgen. Entscheidend für den Erfolg ist die Gründlichkeit der Entfernung bei gleichzeitigem Schonen des Zahnes. Trotz größter Sorgfalt lässt sich nicht vermeiden, daß mit dem Entfernen des Zahnsteins mikroskopisch kleine Kratzer in den Zahnschmelz gemacht werden. Um diese gezielt zu entfernen, und um den Zahnschmelz glatt und somit weniger anfällig für anhaftende Bakterien zu machen, folgt der Zahnsteinentfernung die Politur.

Politur der Zahnkronen und freiliegenden Zahnhälse

Die Politur erfolgt mit einer speziellen Polierpaste für Hundezähne. Diese Paste enthält kleinste Körnchen, die durch die rotierende Bewegung des Polierkelches den Zahnschmelz spiegelglatt machen. Eine erneute Anheftung von Plaque, Zahnstein und Bakterien wird erschwert. Die Politur der Zähne ist eine zeitraubende Tätigkeit, weil alle Flächen der Zähne bearbeitet werden müssen.

Entfernung des entzündeten Zahnfleisches

Im dem Bereich, wo der Zahnstein sich befunden hat, ist häufig auch das Zahnfleisch entzündet und verdickt. Gleichzeitig hat das Zahnfleisch und das Zahnfach im Bereich der Parodontose die Anheftung an den Zahn verloren und es hat sich eine tiefe Zahntasche gebildet. Trotz Entfernen des Zahnsteins hat das Zahnfleisch keine Möglichkeit mehr, sich mit dem Zahn wieder zu verbinden. Um Bakterien keinen Lebensraum zu bieten muss die entstandene Zahnfleischtasche entfernt werden. Mittels einer Sonde wird die Tiefe der Tasche gemessen und danach abgeschätzt, wie viel Zahnfleisch entfernt werden muss. Die Entfernung des Zahnfleisches erfolgt meist mit einem elektrischen Schneidegerät, wodurch wenige Blutungen entstehen. Für dieses "Wegbrennen" des überschüssigen Zahnfleisches ist eine gute Narkose notwendig. Durch das Entfernen des lockeren Zahnfleisches wird dann der Teil des Zahnhalses und unter Umständen sogar der Wurzel sichtbar, die bisher unter der Zahnfleischtasche dem Einwirken der Bakterien ausgesetzt war. Diese Zahnteile sind oft höckrig-zerfressen und rau. Sie müssen glatt geschliffen und anschließend auch gründlich poliert werden.

Zum Schluss wird noch eine desinfizierende Lösung in den Fang gebracht.
Der Patient bekommt noch für einige Tage Schmerzmittel und ein Antibiotikum und kann entlassen werden.


Schluss

Nun sieht er wieder ordentlich aus und riecht nicht mehr aus dem Mund. Damit dies möglichst lange so bleibt muss der Besitzer die Zähne seines Hundes zukünftig etwas pflegen. Diese Pflege des Hundegebisses kann so aussehen:

Tägliche Reinigung der Zähne mit einer Hundezahnbürste und Hundezahncreme

Spülung des Gebisses mit einer Desinfektionslösung

Bewegung forcieren, ggf. Übergewicht abbauen

Das Equipment zur Zahnreinigung und Zahnpflege erfragen Sie am besten bei Ihrem Tierarzt oder bei uns.

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Stoffwechselerkrankungen bei Hunden auf Grund von Fütterungsfehlern!

Von Tierheilpraktikerin Claudia Jaschke

Die Gesundheit, der in Menschenhand lebenden Tiere steht und fällt mit der artgerechten Haltung und Fütterung.

Stoffwechsel ist: Die Gesamtheit aller biologischen Vorgänge zwischen der Aufnahme von Stoffen in den Organismus (Nahrung, Atmung, Absorption durch die Haut), Stoffumbau und –ausscheidung (Darm, Niere, Lunge Haut). Eingeschlossen sind alle Stoffaufbau- und –umbau und Abbauvorgänge in Organen und Gewebe.

Im Klartext: Unter Stoffwechsel werden alle Vorgänge verstanden die ablaufen, von der Nahrungsaufnahme bis zur Ernährung der einzelnen Zellen, incl. Der Ausscheidung überflüssiger oder Schädlicher Produkte. Es versteht sich von selbst dass bei jeder Erkrankung der Stoffwechsel von der Norm abweicht.

Am häufigsten begegnet man Stoffwechselstörungen in Form von Hauterkrankungen wie starker Schuppenbildung, Ekzemen, Haarbruch usw. Hinter manch einer „Flohallergie“ steckt ursächlich eine Leberstoffwechselstörung, bestimmte nässende Ekzeme verschwinden nach Absetzen des „Fertigfutters“ ohne weiteres Zutun.

Die Haut als größtes Organ, versucht verzweifelt, die Gifte mittels Ekzem oder Ohrenentzündung loszuwerden. Eine Behandlung solcher Tiere ohne Futterumstellung ist ähnlich sinnvoll wie ein Fallschirmsprung ohne Fallschirm.

Hier möchte ich Richard Pitcairn zitieren der diese Betrachtungsweise in seinem Buch „Dein Hund – gesund auf natürliche Weise“ verwendet hat:

„Stellen Sie sich vor jemand hat gerade eine „Komplett-Nahrung“ für Menschen entwickelt unter der Bezeichnung Inst-Meal. Sie enthält alles was für Notwendig gehalten wird, damit der Mensch am Leben bleibt. All die offiziell empfohlenen Mengen an Proteinen, Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen.

Um den Verlust an natürlichen Nährstoffen bei der Verarbeitung wettzumachen, hat der Hersteller eine Reihe chemisch reiner Vitamine und Mineralstoffe mit so beeindruckenden Bezeichnungen wie „Pyridoxinhydrochlorid“, „Kalziumpantothenat“, „Eisenkarbonat“, „Kalumchlorit“ und „Manganoxydul“ zugesetzt. Um Inst-Meal farbiger und länger haltbar zu machen, hat der Hersteller noch etwas Lebensmittelfarbstoff „Rot Nr.40“, „Butylhydroxianisol“ (BHA) und, um der Sache etwas mehr Geschmack zu verleihen eine Prise „Natriumguanylat“ zugegeben.

Die billigste Variante dieses neuen Produktes wurde zu Stücken von Croutongröße geformt und knusprig gebacken. Nach den Angaben auf der Packung kann man jetzt eine vollständige Nahrung (Mahlzeit) bekommen, die weniger als die Hälfte dessen kostet, was man normalerweise bezahlt, und viel leichter zuzubereiten ist. Man braucht alles nur in eine Schüssel zu geben und etwas Leitungswasser hinzufügen.

Denken Sie einmal kurz nach wie es wäre, wenn Sie Inst-Meal für den Rest Ihres Lebens essen müssten!

Aber genau das verlangen wir von unseren Hunden. Da wird oft das billigste Futter, das der ortsansässige Supermarkt anbietet, für den Hund eingekauft. Es ist doch wohl klar, dass nach jahrelanger Verfütterung einer mit chemischen Elementen überladenen Nahrung jeder noch so stabile und gesunde Hund kränklich, allergisch reagiert und oft auch Verhaltungsstörungen zeigt.

Denn eines fehlt dem Fertigfutter: Etwas Lebendiges! Es ist nicht lebendiges mehr drin enthalten. Genau das ist es aber was Nahrung so gesund macht. Ein Apfel ist natürlich gewachsen, Joghurtkulturen, in Quark oder Käse, diese Milchprodukte sind auch für das Lebewesen Hund wertvoll.

Optimal wäre natürlich, wir würden für unseren Hund täglich frisch kochen: Lamm, Fisch etc.

Leider haben die meisten Hundebesitzer keine Zeit, um für ihren Hund zu kochen. Eine Alternative wäre folgendes: Sehen Sie sich nach einem qualitativ, hochwertigen Futter (ohne chemische Zusätze) um.

Sollte dieses Futter etwas teurer sein als Ihr altes Futter, so denken Sie bitte daran, dass die Kosten, die Sie für die Behandlung eines ständig kränkelnden oder allergischen Hundes ausgeben müssten, viel höher ausfallen würden als alle Monat eine Portion Futter zu erstehen.

Geben Sie diesem Futter viel Lebendiges bei wie: Quark, Reis, Obst, Sonnenblumenöl, Distelöl, ab und zu etwas Knoblauch, Küchenkräuter, Suppengemüse.

Legen Sie auch konsequent 1x wöchentlich eine Fastentag ein, damit der Dam auch Zeit hat, sich anstatt mit der Futterverdauung mit wichtigeren Dingen wie die Ausscheidung von Giftstoffen zu befassen, welche ansonsten ebenfalls zu Hautproblemen und Ekzemen führen kann.

Sorgen Sie dafür dass der Hund viel Bewegung an der frischen Luft hat und Sie werden sich lange an einem besonders vitalen gesunden Prachtkerl freuen können.

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Für ausführliche Informationen über den MDR1 - Defekt beim Collie

folgen Sie bitte dem Link zur Uni Giessen:

http://www.vetmed.uni-giessen.de/pharmtox/mdr1_defekt.html

______________________________________________________

Hier eine amerikanische Liste der verdächtigen und verbotenen Medikamente:

Wir übernehme keinerlei Garantie auf Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Liste. In einem konkretem Verdachtsfall, oder in einem akuten Erkrankungsfall, wenden Sie sich bitte an den Tierarzt Ihres Vertrauens oder an die Uni Giessen.

CollieWebTeam

_______________________________________________________

Die Liste mussten wir aus Gründen der Vorsicht wieder entfernen. Wir vom CollieWebTeam, haben keine Lust, verklagt zu werden. Dafür bitten wir um Euer Verständnis.

Einige, oder besser gesagt, bestimmte Pharmakonzerne haben anscheinend ein Problem damit, dass sie vielleicht ein paar Euro weniger einnehmen, wenn "man" vor für MDR1 -/- Hunde bedenklichen Medikamenten warnt.

Ich persönlich finde dies äußerst lachhaft!

Ein Pharmakonzern sollte meiner Meinung nach soviel Größe haben, zu einem, für eine ganz kleine Gruppe Hunde gefährliches Medikament zu stehen, und sollte mithelfen Alternativen zu finden und zu entwickeln.

Aber nicht sofort Abmahnungen verschicken und mit Klagen drohen, wenn man den Namen des von ihnen vertriebene Medikament auch nur in den Mund nimmt.

In diesem Sinne: passt auf Eure Collies auf und passt auf welche Medikamente sie bekommen!

Euer CollieWebTeam

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Zyklische Hämatopoese

auf das "Gray Collie Syndrom" wurde ich durch einen Vermerk auf Sharon Vanderlip's Webside (http://www.rainshadecollies.com/) aufmerksam. Ich las, dass sie auf CCH testen lässt und der Collie frei davon sei. WAS IST "CCH"? Was bitte ist "Gray Collie Syndrome"?

Ich glaube vielen von Ihnen wird es genauso ergehen und viele werden jetzt aufstöhnen: Nein, nicht schon wieder was neues!

Gerade erst sind alle Collie-Züchter mit der "MDR1 - Defekt - Problematik" überrannt worden, und in vielen großen und kleinen Foren wird immer noch kontrovers, hitzig und teilweise leider sehr subjektiv über die Angelegenheit diskutiert, da kommt schon wieder etwas Neues, von dem wir überhaupt noch nie etwas gehört haben? Und noch dazu aus Amerika. Züchter der britischen Variante des Collies könnten jetzt annehmen, dass sie sich beruhigt im Stuhl zurücklehnen können. Meiner Meinung nach können Sie dies aber nicht! Erliegen Sie auch bitte nicht der Versuchung anzunehmen, dass dies nur "graue" oder besser gesagt Bluemerls betrifft! Alle Collies, egal welche Farbe sie haben sind betroffen. Tricolor genauso wie Sable und Bluemerl.

Auch wenn das "Gray Collie Syndrome" bisher nur beim Amerikanischem Collie diagnostiziert wurde, ist dennoch die Möglichkeit vorhanden, dass das Träger - Gen mittlerweile Europa erreicht hat. Etliche Züchter aus Europa haben Amerikanische Collies importiert, oder nehmen Deckrüden mit Amerikanischem Standard für ihre Zucht. Auch für die Zucht nach Britischem Standard (FCI). Somit ist es als Fakt gegeben, dass das "Gray Collie Syndrome" auch hier in Europa und von der FCI - Zucht nicht mehr zu ignorieren ist.

Würden alle Zuchtverbände jetzt sofort handeln, könnte man dieser Stammzellen - Funktionsstörung, die nur beim Collie auftritt, (Langhaar und Kurzhaar) vielleicht noch Einhalt gebieten. Leider ist dies nicht so und es bleibt der Verantwortung des Züchters überlassen, ob er seine Collies testen lässt oder nicht.

Das "Gray Collie Syndrome" stellt aber eine wesentlich größere Bedrohung für unsere Zucht dar, als es der MDR1 - Defekt jemals sein wird. MDR1 betroffene Collies haben lediglich eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Medikamenten. Aber selbst ein MDR1 -/- Hund ist ein vollkommen gesunder Hund der ein ganz normales Leben führen kann, und keinerlei Einschränkungen oder Krankheitssymptome ertragen muss.

Beim "Gray Collie Syndrome" ist dies ganz anders. Diese Collies sind, wenn sie zu den "Betroffenen" gehören, krank. Und kranke Hunde leiden. Immer. Kein verantwortungsvoller Züchter würde absichtlich kranke Collies züchten.

Aber ... nur weil wir nicht wissen ob unsere Collies betroffen sind ... macht uns das frei von der Verantwortung für die Rasse?

ERSTAUNLICH: bereits im Gutachten zur Auslegung von § 11 b Tierschutzgesetz am Beispiel der Hundezucht erging im Jahr 2000 folgende Empfehlung an die Zuchtvereine:

"I: Zuchtverbote werden empfohlen für Tiere, die Träger von Genen bzw. eindeutig erblich bedingten Merkmalen sind, welche für den Züchter direkt erkennbar oder diagnostisch zugänglich sind und die bei der Nachzucht zu mit Schmerzen, Leiden oder Schäden verbundenen Merkmalen führen können. Dabei ist es unerheblich, ob mit solchen Genen oder Merkmalen direkt oder indirekt gezüchtet wird." (7)

Im Gutachten diesbezüglich ausdrücklich genannte Erkrankungen:

Hunde: Blue-dog-Syndrom, Brachy- und Anurien sowie Verkrüppelung der Schwanzwirbelsäule, Chondrodysplasie, Dermoid, Dermoidzysten, Grey-Collie-Syndrom, Haarlosigkeit, Merlesyndrom, Brachyzephalie, Brachygnathie, Ektropium, Entropium, Hüftgelenksdysplasie, Collie-Augenanomalie, Kiefergelenksdysplasie, Perthes-Krankheit.

Ich persönlich finde es sehr erstaunlich wenn nicht gar erschreckend, dass von den Zuchtverbänden, die ja vom Gesetzgeber dazu aufgefordert wurden, diesbezüglich NICHTS an die Züchterschaft weitergegeben wurde.

(Sollte ein Züchterkollege hier lesen, egal aus welchem Verband, der von SEINEM Verband Informationen darüber erhalten hat, und dessen Verband das "Gray Collie Syndrom" in die Liste der zu testenden Krankheiten aufgenommen hat, möge er sich bitte bei mir melden. Ich werde diesen Verband selbstverständlich namentlich erwähnen und für seine hervorragende Leistung löblich erwähnen.)

Canine Cyclic hematopoeisis (CCH)

von Peggy Melton

Beschreibung: Zyklische Hämatopoese ist eine Stammzellen – Funktionsstörung, die beim Collie auftritt. Die Welpen sind gewöhnlich kleiner und schwächer als ihre Wurfgeschwister und mit 8 bis 12 Wochen Alter treten Symptome wie Fieber, Durchfall, allgemeine Schmerzen, verbunden mit Anzeichen für Augenprobleme, Atemwegserkrankungen und Hautentzündungen.

Diese Funktionsstörung wird von Missbildungen der Stammzellen im Knochenmark verursacht, vom welchem alle Blutzellen gebildet werden. Das Ergebnis ist eine Fluktuation der weißen Blutkörperchen. Alle 10 – 12 Tage fällt die Anzahl dramatisch ab um dann wieder zu erholen. (Die Neutrophilie ist die häufigste Form der Leukozytose, also normalerweise der Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen)

Es bildet sich eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, zusammenhängend mit dem Abfall der Anzahl der weissen Blutkörperchen. Betroffene Hunde sind Gegenstand ernsthafter bakterieller Infektionen hauptsächlich im Atemwegs- oder Magen – Darm –Trakt. Diese Hunde sind ebenfalls anfälliger für Blutungen während der Phase des Abfalls der Blutkörperchen. Dies ist eine ernsthafte genetische Fehlsteuerung. Auch mit der besten Pflege, überleben solche Hunde das zweite oder dritte Lebensjahr. Die meisten sterben innerhalb der ersten paar Wochen.

Diese Funktionsstörung tritt bei allen grauen (keine merl) Collies auf. Betroffene Welpen haben ein silber-graues Fell abgestuft von sehr hell bis schwärzlich-rötlich, manchmal mit einem Gelbstich auf Grund einer Mischung aus hellbeigem und hellgrauem Haar. Es ist unerheblich welche Farbvariante ein Collie hat, ALLE Collie haben einen schwarzen Nasenspiegel, AUSSER jene mit dem Gray Collie Syndrome. Wenn der Nasenspiegel anfängt grau zu werden, ist das ein ausreichendes Symptom für einen ausreichenden diagnostischen Beweis für das Gray Collie Syndrome. Sable Gray Collie Syndrome –Hunde haben braune oder hellbraune Nasenspiegel, aber NIE schwarze wie sie es haben sollten.

Es müsste Ihnen möglich sein, den einen dunkelgrauen Welpen in diesem Wurf zu erkennen, sowie den mit hellerem grau. Der dunklere scheint ein Tricolor grauer Collie zu sein. Er hat eine unterschiedliche Farbnuancierung im Gegensatz zu den anderen Babies. Wie Sie sehen können, ist die Identifizierung ab der Geburt möglich.

Hier können Sie den unnatürlich grauen Welpen erkennen, obwohl auch noch andere Blue Merls dabei sind.

Gleichsam die Pigmentierung des Nasenspiegels, noch ein unfehlbaren Zeichen ist das Fehlen von braunen Abzeichen im ganzen Gesicht. Ein gesunder Blue Merl oder Tricolor würde typische braune (sable) Marken im Gesicht habe.

Fragen?

Wenn Sie einen „Träger“ dieser Stammzellen – Funktionsstörung haben, wird Ihr Hund in jeder Weise eine perfekte Gesundheit aufweisen, und sie sollten sich keine Sorgen um ihn machen. ABER, wenn Sie ihn mit einem anderen Träger verpaaren, riskieren Sie nicht nur betroffene Graue Welpen zu produzieren, sondern Sie können sicher sein auch andere „Träger“ zu produzieren.

Wir haben nun die Möglichkeit unsere Zucht besser zu planen. Gray Collie Syndrome ist noch nicht so lange her wie manche Züchter glauben. Es gibt es noch und tritt so manchen bedeutenden Zwinger in den Po. Wo kam es her? Es kommt irgendwo aus den Anfängen. Viele Züchter mussten Test-Würfe machen um die “Befallenen” auzumerzen, züchteten aber mit den Geschwistern, die „Träger“ waren, in Ermangelung an Wissen weiter.

Tragen sie die Schuld? Ja und Nein. Sie machten das beste aus dem was sie hatten, aber sie hatten keine Tests und sie hatten nur die Hälfte der Informationen über die Wirkungsweise der Vererbungslehre (Genetik). Wie leben heute in einem anderen Zeitalter. Wir haben DANN – Sequenzierung welche uns exakt sagen können wo wir mit unserer Hunde - Zucht stehen. Nützliche Informationen die uns weiterbringen werden als wir uns jemals vorstellen konnten in Bezug auf die anhaltende Schlacht gegen genetische Probleme. Was können wir also tun? Wir können testen und nach vorne gehen, und unsere Zuchtlinien von diesem tödlichem Gen befreien.

Heißt das, dass nie mit einem „Träger“ gezüchtet werden darf? Nein, das sagen wir nicht. Es gibt viele großartige Ausstellungs – Hunde, welche die Maßstäbe wie ein Collie sein sollte übertreffen. Wir können den Genpool dieser großartigen Hunden nicht ausschließen. Was wir tun können ist, nimm einen GCS freien Hund für eine Verpaarung mit einem Träger, wähle aus dem Ergebnis sehr vorsichtig aus, lasse die Hunde testen und miss sie an ihren Eigenschaften. Sie können nun die GCS freien Hunde in die Zucht einbringen um ihr Zuchtziel zu erreichen. Alle anderen die nicht in die Zucht gehen sollen, sollten kastriert und in gute Familien vermittelt werden. Denken Sie daran, die „Träger“ für sich, haben eine perfekte Gesundheit.

Wie auch immer, mit dem Entstehen einer „Non–Carrier–Database“, sollte es uns möglich sein passende Hunde zu finden die dieses Gen nicht tragen und danach handeln. Ich persönlich habe über 1000 Dollar ausgegeben um meine Zuchthunde zu testen und ich muss nicht züchten ohne zu wissen welchen Gen-Standard die Partner – Hunde haben. So lange ich in der Auswahl der Partner vorsichtig bin, züchte ich mit GCS freien und GCS Trägern, nachgewiesen durch den DNA-Status, und muss mir keine Sorgen machen es könnte ein Grauer dabei sein. Selbstverständlich ist die sicherste Methode nur mit Freien Tieren zu züchten. Es würde eigentlich nur einmal Geld kosten, und wir fangen mit Freien Zucht - Hunden von vorne an. Anstatt uns immer von einer Generation zur nächsten Sorgen zu machen. Alle unsere Welpen und erwachsenen Hunde könnten als GCS frei laut DNA Test, angeboten werden.

Besuchen Sie HealthGene und lesen Sie alles über Vererbungslehre (Genetik) und die Gen – Test die sie anbieten.

HEALTHGENE WEB SITE

Dort finden Sie auch eine neu eröffnete Database, in welche sie Ihren getesteten Freien Collie eintragen lassen können, oder schauen Sie doch mal ob der Zuchtpartner den Sie sich ausgesucht haben eingetragen ist. Sollten die Hunde, die Sie mögen nicht dort sein, schlagen Sie den Besitzern vor auch zu testen und setzen Sie den Namen des Hundes für alle sichtbar in die Liste. Nur DNA getestete Hunde kommen in die Liste.

im Original nachzulesen auf: http://www.pennylanecollies.net/

geschrieben von: Peggy Melton

mit freundlicher Genehmigung der Autorin ins deutsche übersetzt von: Sandy Löhr

nachzulesen auf: http://www.ladycollies.de

und: http://www.collie-web.com

Schlusswort:

In Kürze wird hier noch mehr Information veröffentlicht werden, z.B. welche Probe (was, wie viel, wie präpariert) man zu HEALTHGENE nach Canada schicken muss und vor allen Dingen mit welchem Paketdienst es am sichersten und am schnellsten ist. Kosten werden hier auch noch genannt werden.

Auch neue medizinische Erkenntnisse in Bezug auf das "Gray Collie Syndrome" , werden hier immer wieder nachzulesen sein.




Augenkrankheiten beim Collie

Die Augenkrankheiten CEA (Collie Eye Anomalie) und PRA

Eine erbliche Augenkrankheit, ist die Collie Eye Anomalie, kurz CEA. Die CEA ist eine Veränderung des Augenhintergrundes. Die Symptome reichen bei leichten Fällen von Veränderungen der Blutgefäße und Pigmentstörungen im Augenhintergrund, die keinen Einfluss auf die Sehfähigkeit haben- dies trifft bei den meisten befallenen Hunden zu- in selteneren Fällen bis hin zu tiefen Ausstülpungen, Blutungen im Auge und Netzhautablösungen, was zu totaler Blindheit führt. Die CEA kann nur sicher beim Welpen im Alter bis zu 7 Wochen festgestellt werden. Bei manchen Hunden, die einen leichten Befall haben, kann man später die Symptome der Krankheit nicht mehr feststellen ("go normals"), aber die Tiere sind trotzdem befallen und vererben die Krankheit weiter.

Die PRA ( Progressive Retinal Atrophy= fortschreitende Rückbildung der Netzhaut) ist wesentlich ernster, das der befallene Hund in jedem Fall erblindet. Im Gegensatz zur CEA kann diese Krankheit auch erst im fortgeschrittenen Alter (meist frühestens ab zwei bis drei Jahren) auftreten, wobei der Hund langsam erblindet. Endgültig als gesund anzusehen ist ein Hund erst, wenn er bei der Nach-Untersuchung wenigstens 5 Jahre alt ist.

CEA und PRA können nur mit speziellen Geräten vom erfahrenen Tierarzt (Ophtamologen) erkannt werden.

Distichiasis
Bei Distichiasis wachsen Augenwimpern am oberen oder/und unteren Lindrand anstatt nach außen ins Augeninnere und reizen dadurch die Hornhaut. Oft tränt dann das betroffene Auge. Dann müssen die Wimpern entfernt werden. Der Tierarzt kann die Wimpern operativ entfernen und die Stelle mit Laser verätzen. Allerdings besteht dann immer noch die Gefahr, dass Wimpern neben der verätzten Stelle ebenfalls nachwachsen. Wer eine ruhige Hand hat, kann die Wimpern, sobald sie lang genug sind, auch mit einer Pinzette selbst ziehen, wenn sich sein Vierbeiner dabei kooperativ zeigt, sprich stillhält.

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Dermatomyositis bei Hunden (DM)

Bei Haushunden tritt die Dermatomyositis nahezu ausschließlich bei Welpen und Junghunden auf (Juvenile Dermatomyositis). Hauptsächlich betroffene Rassen sind Collie, mit milderem Verlauf auch Sheltie und Australian Shepherd. Als mögliche Ursachen werden aufgrund der Rasseprädisposition und innerhalb dieser auch einer familiären Häufung ein genetischer Defekt, der zu einer Autoimmunkrankheit führt. Auch die Kombination des genetischen Defekts mit Viren wird diskutiert.
Die Erkrankung beginnt zumeist nach dem Absetzen im Alter von 7 bis 11 Wochen. Bei milden Formen werden die Frühsymptome häufig übersehen, so das sie auch erst mit 3–6 Monaten bemerkt wird.

Die Dermatomyositis zeigt sich in Form von Hautrötung, Bläschen, Pusteln und Krusten sowie nicht schmerzhafter Geschwüre. Diese treten vor allem im Gesicht, an der Schwanzspitze und an den Gliedmaßen im Bereich von Knochenvorsprüngen auf. Die Läsionen heilen zumeist unter Narbenbildung bis zum 8. Lebensmonat ab. Die Muskelerscheinungen treten zumeist erst im Spätstadium, 1–2 Monate nach den Hautsymptomen auf. Es kommt zu einer Muskelschwäche und Muskelschwund, wobei vor allem die Kaumuskulatur betroffen ist, so dass die Nahrungsaufnahme stark behindert sein und Speichelfluss auftreten kann.

Differentialdiagnostisch müssen vor allem ein Lupus erythematodes, eine Polymyositis und eine Leishmaniose ausgeschlossen werden. Die Diagnose kann über eine histologische Untersuchung eines Bioptats und eine Elektromyographie gestellt werden.

Während leichtere Formen der Dermatomyositis von selbst ausheilen , kann bei mittleren Formen eine Therapie mit Pentofyllin erfolgen. Schwere Formen können mit einer Kombination von Prednisolon und Azathioprin angegangen werden, die Prognose ist dabei aber schlechter, vor allem wenn es zu ausgeprägtem Muskelschwund kommt. Traumata und Sonnenlicht sollten vermieden werden. Wegen der familiären Häufung wird ein Zuchtausschluss empfohlen.

Text entnommen von http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite

Mehr Informationen zu diesem Thema bekommen Sie auf der super Seite http://tintenblau.piranho.com/ ... besonders Hundehalter mit betroffenen Hunden bekommen auf dieser Seite umfangreiches Wissen und auch Hilfe vermittelt. Diese Seite ist sehr zu empfehlen.

Homöopathie

Was ist Homöopathie?
Die Homöopathie ist eine Therapiemethode die seit über 200 Jahren besteht.
Entwickelt wurde sie von Samuel Hahnemann, einem Arzt und Apotheker.
Richtig angewendet wirkt die Homöopathie schnell, sicher und sanft. Dabei ist
sie frei von Nebenwirkungen, wie wir sie von konventionellen Arzneimitteln kennen.

Umgang mit homöopathischen Arzneimitteln
Alle homöopathischen Arzneimittel dürfen nur in Apotheken verkauft werden. Sie werden nicht nur durch homöopathische Ärzte und Heilpraktiker verschrieben, sondern sind auch ohne Rezept erhältlich. Wer nicht über Erfahrungen in der homöopathischen Selbstmedikation verfügt, kann sich an folgende Dosierungsempfehlung halten. Es kann allerdings durchaus vorkommen, dass erfahrene Therapeuten im Einzelfall aufgrund besonderer Umstände von dieser Richtlinie abweichen.

Richtig einnehmen
Die Darreichungsformen (Dilutionen, Globuli und Tabletten) wirken vor allem über die Mundschleimhaut. Deshalb lässt man sie am besten langsam auf der Zunge zergehen - eine halbe Stunde vor oder nach einer Mahlzeit. Die Dosierung - also die Menge und Häufigkeit der Einnahme - hängt weitgehend von der Reaktionsfähigkeit des Körpers, von der Schwere des Krankheitsbildes und vor allem von der Potenz des Arzneimittels ab.

Empfehlung zur Anwendung
Perakute Erkrankungen - wie Blutungen, Schock und kolikartige Schmerzen bedürfen einer Arzneigabe von 5-10-20-30 Minuten.
Akute Erkrankungen - wie akutes Fieber, Durchfall und Entzündungen bedürfen einer Arzneimittelgabe von 2-3-4 mal tägl.
Subakute Erkrankungen - bedürfen einer Arzneimittelgabe von 1-2-3 mal tägl.
Chronische Erkrankungen - Arzneimittelgabe 1-2 mal tägl.
Chronische Hauterkrankungen - bei Hochpotenzen nur alle 3-6 Wochen.
Bei Verhaltensstörungen - wie z.B. Angst, Schreckhaftigkeit und Eifersucht werden Arzneimittel bis Besserung eintritt 1 mal tägl. in D30 gegeben, danach nur noch 1-2 pro Woche.

Grundregel im Umgang mit homöopathischen Arzneimitteln:
Arzneimittel niedriger Potenzen - (bis D/C12) sind vorwiegend bei akuten
Erkrankungen anzuwenden und für die Selbstmedikation geeignet.
Arzneimittel hoher Potenzen - (ab D/C30) sind in der Regel bei chronischen
Erkrankungen angezeigt und gehören in die Hand eines Therapeuten.


Dosierung für Hunde:
Aufgelöst ins Trinkwasser oder direkt in die Lefzen.
Tabletten werden zerpulvert und aufgelöst.
Achtung, die Tropfen enthalten bis zu 70% Alkohol.

Für mittelgroße Hunde:
5-8 Tropfen Dilution (alkoholische Verschüttelung) oder 1 Tablette oder
5 Globuli oder 1 Meserspitze Trituration (entsteht durch Pressen der Verreibung).

Hunde großer Rassen erhalten: 10 Tropfen Dilution oder 8 Globuli.

Kleine Hunde oder Welpen erhalten nur eine viertel oder halbe Dosis.

Generell sollte die Einnahme homöopathischer Medikamente reduziert werden, sobald sich der Krankheitszustand bessert. Nach der Genesung sollte das Arzneimittel abgesetzt werden.

Die Erstreaktion
In seltenen Fällen kann nach der Einnahme einer homöopathischen Arznei eine vorübergehende Erstreaktion auftreten (Auch unter der Bezeichnung ‘Erstverschlimmerung’ bekannt, da die Krankheitssymptome dann vorübergehend heftiger auftreten.). Dies ist im allgemeinen unbedenklich und kann als Zeichen dafür gewertet werden, dass das richtige Arzneimittel gewählt wurde. Wenn solch eine Erstreaktion aber längere Zeit anhält, dann sollten Sie unbedingt Ihren Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen.

Die Trägerstoffe
Die Trägerstoffe unserer homöopathischen Arzneien sind
natürlichen Ursprungs: Alkohol-Wasser-Gemische in Dilutionen,
Rohrzucker (Saccharose) in Globuli,
Milchzucker (Laktose) in Tabletten.

Alle homöopathischen Arzneimittel müssen trocken aufbewahrt werden
und sollten vor übermäßiger Wärme- und Lichteinwirkung geschützt sein.

Abmagerung
Jodum D30 (Junge Tiere: Abrotanum D3)

Abszesse
Hepar sulfuris D3 stündlich (Alternativ: Myristica seb. D3 Hom. Messer)

Aftererkrankungen
Acidum nitricum D12 bei Afterrissen (Aftervorfall: Ruta D3-Ignatia D6) Allergie - Apis D3 ( bei Nesselsucht: Apis D30)

Allergie
Apis D3 ( bei Nesselsucht: Apis D30)

Analdrüsen
Aesculus D3 (Chronisch: Silicea D30)

Angst
Belladonna D30 (Sylversterlärm - Borax D3) (Platzangst: Argentum nitricum D30)

Appetitstörungen
Chininum arsenicosum D4 oder Natrium muriaticum D12 Aufbaumittel: Kalium phos. D12 bei Schwäche (Nux vomica D30 als Tonikum) China D6 bei Flüssigkeitsverlusten (Sexuelle Schwäche: Staphisagria D6)

Bänder und Sehnen
Rhus Toxicodendron D6

Bindehaut
Euphrasia D3 bei Entstehung durch Zugluft (Bei Allergie: Apis D3)

Blasenentzündung
Dulcamara D6 (bei ständigem Harndrang: Cantharis D6)

Blasenlähmung
Hyoscyamus D6 (Urinieren bei extremer Freude: Gelsemium D6)

Bronchitis
Aconitum D6 stündlich (Chronisch: Belladonna D6 und Bryonia D6)

Brustfellentzündung
Bryonia D30 (bleibt der Husten dann:Tartarus emeticus D6)

Darmkatarrh
Pulsatilla D6 , Durchfall wie Wasser Podophyllum D4, (Durchfall morgens: Sulfur D6) Durchfall Nahrungsmittel- vergiftungen: Arsenicum album D6 (Chronisch: Antimonium crudum D4)

Darmparasiten
Abrotanum D2 bei Spulwurm (Carduus marianus D3 bei Hakenwurm und Calcium carbonicum C200 bei Bandwurmbefall.

Deckunlust
Damiana D1 und Acidum phosphoricum D6 morgens

Eifersucht
Hyoscyamus D200 (Sexuell: Platinum D200)

Eklampsie
Hyoscyamus D30 alle 10 Minuten

Ekzeme
Sulfur D6 (Extremitäten: Natrium muriaticum D12) After: Paeonia D3

Epilepsie
Zincum D6 und Apisinum D6 täglich im Wechsel

Erbrechen
Cocculus D6 beim Autofahren, anderes Erbrechen: Nux vomica D6)

Fahrkrankheit
Nux vomica D30 (Speicheln: Cocculus D6)

Feigwarzen
Thuja D6 für 10 Tage (wenn keine Besserung: Causticum D12)

Froschgeschwulst
Thuja D6 (Operation dann meist unnötig)

Furunkel
Hepar sulfuris D6 (beim alten Hund: Kalium bromatum D12)

Gebärmutterentzündung
Pulsatilla D4 stündlich

Gehirnentzündung
Belladonna D4 im Wechsel mit Apis D3 (Schlafsucht: Baptisia D3)

Gehirnerschütterung
Arnica D3 im Wechsel mit Hypericum D6 alle 10 Minuten

Gehörverlust
Barium carbonicum D12 (auch bei frühen Gehörverlust)

Gelbsucht
Natrium sulfuricum D6 stündlich (Unterstützend: Chelidonium D6)

Gelenkentzündung
Belladonna D6 (bei Schwellung: Bryonia D6) Alternativ: Rhus tox. D30

Gerstenkorn
Staphisagria D6 (bei hochgradiger Schmerzhaftigkeit Hepar sulfuris D3)

Gesäugeentzündung
Belladonna D4 stündlich (Alternativ: Apis D3)

Geschlechtstrieb,
übermäßig
Platinum D6 bei Hündin und Agnus castus D6 bei Rüden

Geschwülste
Phytolacca D4 der Milchleiste (Conium D10 Bindegewebe)

Gliederzittern
Magnesium phosphoricum D6 (bei Angst: Argentum nitricum D12)

Hautmittel
Silicea D 6 wenn alles trocken u. schuppig ist

Hauterkrankungen
Sulfur D6

Haarausfall
Natrium muriaticum D12 (Kreisrunder: Sepia D6)

Haarbruch
Lycopodium D12 (auch Chronisch)

Haarverfilzung
Sulfur D6 (Alternativ: Acidum fluoricum D15)

Hämatome
Hamamelis D3- D4

Heimweh
Ignatia D30 alle 2 Stunden

Herz- Kreislauf
Crataegus D1 beim alten Hund (auch Herzmuskelentzündung)

Hitzschlag/Sonnenstich
Aconitum D6 alle 10 Min. (mit Schwindel: Gelsemium D6)

Hornhautveränderungen
Mercurius sublimatus D6 (Ausheilung: Aurum D6, Narben: Conium D6)

Husten
trockener Reizhusten Bryonia D4, krampfartiger und anfallsartiger Husten- Drosera D3

Infektionen, akute mit Fieber( über 40 Grad)
Belladonna D6 oder 1-2 mal eine Dosis D30

Impfungen
Schäden Thuja D30 jeweils vor und nach der Impfung

Insektenstiche
Apis D 30

Karies
Staphisagria D6 und Kreosotum D6 für 3 Wochen als Basisbehandlung

Kehlkopfkatarrh
Aconitum D6 und im Anschluß Spongia D6

Kreislauf u.- Kollapsmittel
Veratrum Album D4

Koliken
Colocynthis D3 oder Magnesium phosphoricum D6 stündlich

Kropf
Calcium carbonicum D6 (Neigung zu Bößartig: Calcium fluoratum D6)

Kupiertes Ohr / Narben
Silicea D12 (Abschlußbehandlung mit: Calcium fluoratum D12)

Lähmungen
Nux vomica D6 bei spastischer Lähmung (Plumbum D6 bei schlaffer)

Läufigkeit - Regulierung
Aristolochia D15 - Pulsatilla D3 und Apis D3 für 3 Wochen

Lebererkrankungen
Chelidonium D30 (Chronisch: Lycopodium-Nux vomica-Phosphorus)

Lefzenekzem
Hepar sulfuris D6 (keine Besserung nach 3 Tagen dann: Silicea D6)

Lungenentzündung
Aconitum D6 stündlich (keine Besserung dann: Belladonna D6)

Magen.- und Darmprobleme
(Erbrechen, Durchfall, Verstopfung etc.) Nux vomica D6

Magenkatarrh
Nux vomica D6 und Pulsatilla D4 stündlich im Wechsel

Mandelentzündung
Belladonna D6 (Schreitet weiter fort dann: Apis D3 stündlich)

Milchmangel
Urtica urens D30 (auch Milchüberschuß)

Mundfäule
Belladonna D6 und Echinacea D1 stündlich im Wechsel

Mundgeruch
Mercurius sublimatus D6 (Alternativ auch: Acidum nitricum D6)

Muskelrheuma
Rhus toxicodendron D30 im stündlichen Wechsel mit Bryonia D30

Nasenausfluß
Euphrasia D2 (bei Staupe: Pulsatilla D4)

Nasenspiegel
Natrium muriaticum D12 (ältere Tiere besser: Sepia D6)

Neigung zur Verrenkung
Rhus toxicodendron D12 morgens und Chamomilla D6 abends

Nervenschmerzen
Aconitum D6 (Alternativ: Belladonna D6)

Nervenquetschung
Hypericum D4/D6

Nierenentzündung
Apis D3 und Cantharis D5 stündlich im Wechsel

Ohrenentzündung
Pulsatilla D200 morgens und abends für 2 Tage

Ohrekzeme
Silicea D12 (falls nicht wirksam: Acidum fluoricum D6)

Ohrspeicheldrüse
Pulsatilla D4 bei Entzündungen (falls nötig: Mercurius solubilis D6)

Onanie
Staphisagria D4 (mit Krämpfen dann: Bufo rana D15)

Operationen
Arnica D6 vorher (OP Tag: Phosphorus D200) nachher: Arnica D30

Parasiten / Zecken
Belladonna D4 bei Zeckenbefall (Lähmungen: Nux vomica D6)

Parodontose
Silicea D4 und Natrium phosphoricum D4 im täglichen Wechsel

Pilzbefall/ Haut
Sulfur D6 - Calcium carb. D6 - Lycopodium D6 - Arsenicum album D6

Prostataentzündung akut
Belladonna D6 und Pulsatilla D6 im stündlichen Wechsel

Räude
Sulfur D200 (nur als Zusatztherapie)

Reizhusten
Spongia D6 (Alternativ auch: Arsenum jodatum D12)

Scheinträchtigkeit
Pulsatilla D30 eine woche lang täglich eine Gabe, (mit ausgeprägtem Durst besser: Cyclamen D30)

Schnitt.- u. Stichwunden
Staphisagria D6, in akuten Fällen eine Gabe in D30 tägl.

Schlaganfall
Arnica D3 im Wechsel mit Belladonna D4 (Bewußtlosigkeit: Opium D6)

Schleimbeutelentzündung
Hepar sulfuris D3 im Wechsel mit Silicea D4 im Akutfall: 8 Tage lang

Schuppen
Sulfur D6 (typisch ist der strenge Geruch nach Hund)

Schwellungen
Arnica D6

Sehnenscheidenentzündung
Arnica D4 - Ruta D3 und Rhus toxicodendron D8 zu gleichen Teilen

Star
Calcium fluoratum D6, Natrium muriaticum D12, Magnesium carbonicum D6 im täglichen Wechsel (grüner, grauer, schwarzer Star)

Staupe
Phosphorus D12 im Wechsel mit Belladonna D4 stündlich

Sterilisationsfolgen
Aristolochia D15 und Thuja D3 nach Totaloperation für 3 Wochen

Sterilität
Aristolochia D15 und Cimicifuga D6 3 Wochen vor der Läufigkeit

Stuttgarter Hundeseuche
Arsenicum album - Mercurius - Phosphorus alle 10 Minuten i. Wechsel

Tetanus
Ledum D200 und Hypericum D200 Vorbeugung (nach Ausbruch der Krankheit: Magnesium phosphoricum D12)

Toxoplasmose
Echinacea D1 - Okoubaka D2 - Toxoplasmose Nosode D15

Überanstrengung
Rhus toxicodendron D30 (Muskelkater, nach Laufen usw.)

Verbrennungen
Echinacea D1 stündlich (Alternativ: Cantharis C30)

Verdauungsstörungen
(Durchfall, Erbrechen, Blähungen) Nux Vomica D6

Verstauchung, frische
Arnica D4/D6

Vergiftungen
Arsenicum album D6 bei Fleischvergiftung (Nux vomica D6 allgemein)

Verstauchungen
Arnica D3 und Rhus toxicodendron D8 stündlich im Wechsel

Verstopfung
Nux vomica D6 in leichten Fällen (Chronisch: Alumina D8)

Verletzungen
Arnica D6

Warzen
Thuja D30 (Alternativ: Calcium carbonicum D200)

Wehenschwäche
Caulophyllum D6 und Secale cornutum D6 stündlich im Wechsel

Wundbehandlung
Calendula D2 bei Bißwunden, Nervenverletzungen: Hypericum D3, Schnittwunden: Arnica D6, OP-Wunden: Staphisagria D4

Zahnen
Belladonna D4 (bei zusätzlichen Krämpfen: Chamomilla D6)

Zahnfleischwucherungen
Thuja D6 (bei Verhärtungen: Symphytum D2 oder Hekla lava D6)

Zahnlockerungen
Argentum nitricum D6 für die Dauer von 4 Wochen (im Alter)

Zahnschmelzdefekte
Silicea je 2 Wochen D4 - D6 - D10 - D12

Zwingerhusten
Antimonium arsenicosum D6 mehrmals täglich

Zahnverfärbungen
Silicea D4 über mehrere Wochen

Ich hab mir diese Seiten, die ich im Net irgendwo auf einer Züchter - Hompage gefunden habe, für mich persönlich kopiert und gespeichert.

Ich kann nur sagen, dass ich persönlich mit meinen Hunde und auch mit meinen Kindern nur guter Erfahrungen mit Globulies gemacht habe. Aus diesem Grund möchte ich diese Liste und Beschreibung der Homöopathie hier veröffentlichen.

Denken Sie bitte daran, dass dies nie einen Besuch beim Tierarzt ersetzt! Ernste Erkrankungen oder Symptome gehören zum Tierarzt!

Lieber Verfasser dieser Liste: sorry ... ich hab gesucht um Eure Seite wieder zu finden und um Erlaubnis zu fragen, aber ich finde Euch nicht!

Wenn Ihr dies hier findet, bitte Kontakt mit uns aufnehmen!!! Wir wollen kein Copyright verletzen.

Grüße Sandy Löhr und die Ladycollies

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Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin

Die Ausgangssituation

Die Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates des Hundes stellen seit Jahrzehnten ein erhebliches veterinärmedizinisches Problem dar. In den westlichen Ländern sind nach den Statistiken der kynologischen Verbände 60-65% der gesamten Hundepopulationen betroffen. In nahezu allen Rassen liegen bei mehr als der Hälfte der Hunde insbesonders an Acetabulum und Femur - der Hüftgelenkspfanne und dem Oberschenkelkopf - pathologische Veränderungen vor, die als Hüftgelenksdysplasie (HD) oder Canine Hip Dysplasia (CHD) bezeichnet werden.

Ätiologisch bzw. ursächlich wurde bei der Hüftgelenksdysplasie des Hundes bislang allgemein eine polyfaktorielle Vererbung angenommen. Der Begriff kommt aus der Nutz- und Schlachttierzucht und besagt, dass neben den Erbfaktoren auch Einflüsse aus der Umwelt - insbesonders die Ernährung - bei der Ausprägung eines Merkmals eine Rolle spielen. Das Verhältnis wird durch den Heritabilitäts- bzw. Erblichkeitsgrad ausgedrückt. Bei der HD des Hundes nahm man prozentuale Werte von bis zu 60% an, oder bezogen auf 1, von 0,2-0,6.

In den Vereinigten Staaten, in Großbritannien, in Frankreich und in Deutschland wurden durch die Hundezuchtverbände Röntgensysteme geschaffen, um die Hüftgelenksdysplasie zu erfassen und zu bekämpfen. Aber nur in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern sollte die HD mittels Selektion durch Ausschluss der erkrankten Hunde aus der Zucht aus den Populationen der einzelnen Rassen eliminiert werden. Diese genetischen Massnahmen erwiesen sich jedoch über drei Jahrzehnte als erfolglos. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) in Deutschland erzielte mit seinen Bemühungen keinerlei Erfolge gegenüber dem American Kennel Club (AKC) in den USA, dem Kennel Club (KC) in England oder der Société Centrale Canine (SCC) in Frankreich. Die Hüftgelenksdysplasie liegt in allen westlichen Ländern wie eh und je bei etwa 50% aller Hunde. Hinzu kommen noch andere pathologische Veränderungen, so dass sich eine Gesamtmorbidität- bzw. Gesamterkrankungsrate des Skeletts von 60-65% ergibt. In den meisten Fällen besteht die HD neben anderen Skeletterkrankungen.

Die Tierärzte in den westlichen Ländern forderten zwar ohne Nennung diesbezüglicher Einzelheiten eine »ausgewogene Ernährung« des Hundes und überliessen es der Industrie für Tiernahrung, den Hund mit »optimierten Vollnahrungen« zu ernähren. Derzeit werden 80-85% der gesamten Hunde ganz oder teilweise mit industriellem Fertigfutter ernährt, das somit zum Massstab einer gesunden Hundeernährung wurde. Mit diesen neuen Fütterungsmethoden konnte aber auch keine signifikante Verbesserung in der Morbidität der Hüftgelenksdysplasie erzielt werden. Es bestehen vielmehr darüberhinaus mit einer sehr hohen Gesamterkrankungsrate zahlreiche ernährungsbedingte Erkrankungen verschiedener Organsysteme.

Nach Marc Torel und Klaus Dieter Kammerer - einem Tierarzt und einem Wissenschaftsjournalisten mit medizinischer Ausbildung - können mit züchterischen Massnahmen und der derzeitigen industriellen Hundenahrung grundsätzlich keine Verbesserungen in der Erkrankungsraste der Hüftgelenksdysplasie erzielt werden, weil die HD nicht erblich ist und das heutige Hundefutter die HD nicht verhindert, sondern überhaupt erst verursacht. Nach Auffassung dieser Autoren wird die Hüftgelenksdysplasie des Hundes allein durch seine Fehlernährung verursacht.

Ein Artikel der TU erregte weltweites Aufsehen

Im Jahre 1996 veröffentlichte die angesehene »Tierärztliche Umschau« (TU) das Fortsetzungsreferat »Aktuelle Notizen über die Hüftgelenksdysplasie beim Hund« von Marc Torel und Klaus Dieter Kammerer. Darin referierten und analysierten die Autoren die gesamte Entwicklung der Hüftgelenksdysplasie. Sie legten dar, dass die Erblichkeit der Hüftgelenksdysplasie niemals schlüssig nachgewiesen worden war und objektiv nicht gegeben ist, sodass deshalb die Zuchtprogramme über nunmehr drei Jahrzehnte ohne Erfolg bleiben mussten. (Tierärztliche Umschau, Jahrgang 51, S. 455 ff., 1996)

Nach Auffassung von Torel/Kammerer spricht vielmehr alles dafür, dass bei der HD eine alimentär/hormonelle Ätiologie und Pathogenese infolge Fehlernährung und erhöhter Produktion von Somatotropin, Trijodthyronin (T3), Thyroxin (T4), des Parathormons und des insulinähnlichen Wachstumsfaktors IGF-I im Organismus des Hundes vorliegt. Die Autoren zogen weiterhin Schlussfolgerungen für die Ernährung und Haltung des Hundes und gaben Hinweise zur Prophylaxe seiner Skeletterkrankungen.

Damit brachten sie zum Ausdruck, dass die HD eine nahrungs- und hormonell bedingte Ursache und Krankheitsentstehung hat. Die Fehlernährung verursacht eine erhöhte Produktion von Wachstumshormon, der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin und Thyroxin, des Parathormons und des insulin-ähnlichen Wachstumsfaktors im Organismus des Hundes. Die Autoren beschrieben eingehend die Einzelheiten der Fehlernährung und die nachteiligen Folgen für das Skelett.

Die Publikation fand in der Tierärzteschaft ein grosses Interesse und eine weltweite Resonanz. Aus den USA, aus ganz Europa und selbst aus Südafrika und Australien gingen bei den Autoren und der Schriftleitung der TU durchweg sehr positive und zustimmende Zuschriften ein.

Der Dreißigjährige Krieg mit heftigen Kämpfen

Diese Aufsehen erregenden »Aktuellen Notizen« bildeten die Grundlage für das im Jahre 1997 erschienene Kompendium »Der Dreissigjährige Krieg 1966-1996«. Das von den Autoren Torel/Kammerer mit einer gewissen Selbstironie als Kampf- und Streitschrift bezeichnete Buch lieferte weitere Daten, Fakten und Hintergründe zum Thema Hüftgelenksdysplasie, insbesonders in der bereits im März 1999 erschienenen ergänzten und überarbeiteten 2. Auflage. (ISBN 3-9807236-1-5)

Der Titel lehnte sich an den Glaubenskrieg von 1618-1648 in Mitteleuropa an, da nach der mit ironischen Spitzen versehenen Darstellung der Autoren die gegen die Hüftgelenksdysplasie gerichteten Bekämpfungsmassnahmen in den Vereinen und Verbänden infolge der bestehenden dogmatischen Auffassungen nicht nur geradezu kriegerisch, sondern letztlich im Ergebnis auch sinnlos waren.

Durch seinen Furor teutonicus - sein teutonisches Ungestüm - machte das Kompendium Furore. Die Autoren Torel/Kammerer verstanden sich nicht nur auf Wortgefechte und fochten eine scharfe Klinge, sondern fuhren auch schwere Geschütze auf. Die Kampfhandlungen mit Angriff und Gegenangriff zwischen ihnen und den Betroffenen aus Industrie und Veterinärmedizin beschäftigen derzeit noch verschiedene Behörden. Die Bundestierärztekammer, der Verband für das Deutsche Hundewesen und die Firma Waltham/Effem boykottierten nach Kartellabsprachen das Buch und unterdrückten die Berichterstattung darüber in der Tierärzteschaft, in den Vereinen und in den Medien.

Als diese Massnahmen die Verbreitung des Kompendiums durch Mund-zu-Mund-Propaganda nicht verhindern konnten, wurde der VDH von der BTK und Waltham/ Effem vorgeschoben, um vor dem Landgericht Dortmund ein Verbot des Buches zu erwirken. Als selbst eine am 23.09.1999 bei der parteiischen und beeinflussten 7. Zivilkammer erlangte einstweilige Verfügung den Vertrieb des Buches nicht zu stoppen vermochte, intrigierte der VDH beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt und erreichte am 10.02.2000 eine Löschung des Titels im Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB-Verzeichnis), womit »Der Dreissigjährige Krieg« faktisch auf den Index verbotener Bücher gesetzt wurde, denn er ist über den Buchhandel nicht mehr oder nur mit erheblichem Aufwand zu erhalten. Die ersten gerichtlichen Massnahmen gegen den Börsenverein vor dem Landgericht Frankfurt scheiterten zunächst, da hinter den Kulissen zwischen den Richtern die Fäden gezogen und Absprachen zu Gunsten des VDH und seiner Auftraggeber getroffen worden waren. Nach weiteren Massnahmen wird aber das Buch wieder im Verzeichnis geführt und kann über den Buchhandel bezogen werden.

Mit vorgefassten Entscheidungen, die mit der geltenden Rechtsordnung unvereinbar sind und jeder rechtlichen Grundlage entbehren, und unter grober Verletzung des Zivilprozessrechts entsprach nunmehr am 16.03.2000 die 7. Zivilkammer des Landgerichts Dortmund den Anträgen des VDH auf ein Verbot des Buches und schränkte gleichzeitig das Grundrecht der Pressefreiheit ein. Die Verfahren sind aber noch nicht endgültig und rechtskräftig, sondern werden vom Kartellsenat des Oberlandesgerichts in Hamm in der Rechtsmittelinstanz überprüft und entschieden werden.

Dagegen ermittelt die Staatsanwaltschaft Dortmund inzwischen gegen Gisela Bremer, die 3. Präsidentin des VDH, dessen Geschäftsführer Bernhard Meyer und dessen ständige Rechtsanwältin Claudia Marienfeldt wegen der Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung und wegen Prozessbetrugs. Auch gegen den unkorrekten und parteiischen Vorsitzenden Beckers von der 7. Zivilkammer und seine Beisitzerinnen Altemeier und Meyer-Tegenthoff ist ein Ermittlungsverfahren wegen Rechtsbeugung bei der gleichen Staatsanwaltschaft anhängig. Gleichzeitig überprüft der Präsident des Oberlandesgerichts Hamm im Wege der Dienstaufsicht die Manipulationen und den Verdacht der Korruption in Dortmund.

Bei der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschafts- und Medizinkriminalität in Bochum laufen derzeit Verfahren gegen das aus BTK, VDH und Waltham/Effem bestehende Trio infernale wegen des Verdachts des Betrugs, des unlauteren Wettbewerbs und der Korruption mit aktiver und passiver Bestechung an. Auch die computergestützte Zuchtwertschätzung des Dr. Beuing am Institut für Tierzucht und Haustiergenetik der Universität Giessen wird als als profitable Scharlatanerie Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen sein.

Das Trio infernale muss zwangsläufig die Autoren Torel/Kammerer diffamieren und völlig unglaubwürdig machen, denn wenn deren Behauptungen zutreffen würden, wären die Spitzen der Kynologie, der Tierärzteschaft und der Industrie für Tiernahrung wegen ihrer sich über über Jahrzehnte erstreckenden Stümperei und Scharlatanerie in beispielloser Weise blamiert und kompromittiert. Das Kompendium »Der Dreissigjährige Krieg« wurde somit zu einem ausgesprochenen Politikum.

Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin

Nach einem weiteren Jahr brachte nunmehr Klaus Dieter Kammerer am 10.03.2000 seine neue Publikation mit dem Titel

»Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin«

und dem Untertitel

»Die Hüftgelenksdysplasie infolge Fehlernährung als nicht erbliche Skeletterkrankung des Hundes« heraus (ISBN 3-9807236-0-7).

In dem neuen Fachbuch stellt K. D. Kammerer in moderater Form und mit um zahlreiche neue Informationen erweitertem Inhalt die gesamte Entwicklung der Ernährung des Hundes im vergangenen Jahrtausend bis zum Jahresende 1999 und seine ernährungsbedingten Skeletterkrankungen dar. Die Abhandlung der übrigen von ihm bezeichneten ernährungsbedingten Erkrankungen des Hundes soll in der anschliessend noch im Jahre 2000 erscheinenden Fortsetzung unter dem Titel

»Ernährung und Fehlernährung des Hundes«

erfolgen, in dem auch eingehend über die für die langfristige Gesunderhaltung des Organismus des Hundes essentiellen bzw. lebensnotwendigen bioaktiven Substanzen und sekundären Nahrungsstoffe berichtet wird.

Der Autor fügte Stein um Stein zu einem eindrucksvollen Mosaik in bunten Farben und stellt ein letztlich eher düsteres Szenario dar:

Die 12 Thesen von Klaus Dieter Kammerer:

1. Wie in allen westlichen Ländern leiden auch 80-85% der etwa 5,5 Millionen Hunde in der Bundesrepublik mehr oder weniger chronisch und subchronisch an Adipositas, Leberparenchymschäden, Stoffwechselerkankungen, gastrointestinalen Störungen mit Pankreasinsuffizienz, Herz-Kreislauferkrankungen mit Gefässsklerose, Schwächung des Immunsystems mit gehäuftem Auftreten von Allergien, Infektionen und Karzinomen sowie verschiedenen Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates mit Dysplasien aller Gelenke, besonders jedoch der Hüftgelenke. Die Lebenserwartung des Hundes ist ganz erheblich reduziert, wobei der Krebs inzwischen die Statistik der Todesursachen anführt.

2. Ebenfalls 80-85% der Hunde werden ganz oder teilweise mit industriellem Fertigfutter ernährt, das neben Qualitätsmängeln der verwendeten Rohstoffe in der Regel methodische Fehler in der Zusammensetzung und im Herstellungsprozess aufweist. Die Morbidität der vorstehend bezeichneten Erkrankungen korrelierte in den letzten 30 Jahren zweifelsfrei mit den Umsätzen der Industrie für Tiernahrung. Insbesondere die Skeletterkrankungen mit der Hüftgelenksdysplasie stehen in direktem Zusammenhang mit der jahrzehntelangen Fehlernährung des Hundes und sind ihre direkte Folge.

3. Das Prinzip für die Herstellung moderner Hundenahrung wurde aus der Massenproduktion von Nutz- und Schlachttieren übernommen, besonders der Kälber- und Schweinemast. Kälbern und Ferkeln wird eine auf schnelles Wachstum und Gewichtszunahme berechnete Mischung aus den primären Nahrungsstoffen
Kohlenhydrate, Proteine, Fette,
Mineralstoffe und Vitamine
in den Trog gerührt. Für den Handel werden anstelle der 25 bzw. 50 kg Säcke des Kälber- und Schweinefutters für den Hund Kleinpackungen und Dosen mit bis zu 80% Wassergehalt als Hundefutter konfektioniert und angeboten. Dieses Futter unterscheidet sich nur durch hundespezifische, synthetische Aroma-, Geschmacks- und Lockstoffe sowie durch die aufwendige Verpackung vom Futter für Schlachttiere. Allenfalls besteht noch ein Unterschied darin, dass sich im Futter für die Hunde zur Täuschung der Verbraucher teilweise bis in die Faserstrukturen zu Fleisch und »fleischigen Brocken« imitiertes Soja befindet. Die gentechnische Veränderung von Soja führt zu Lipidablagungen in den Organen und der Gehalt an Phyto-Östrogenen zu pathologischen Veränderungen am Skelett:

»Frankenstein-Food«

Somit wurde nicht nur der angebliche Erbmodus bei der HD des Hundes aus der Nutz- und Schlachttierzucht übernommen, sondern auch seine Ernährung.

4. Durch die starke Erhitzung der Rohstoffe in Hochdruckwasserdampf bis zu 250° und die anschliessende Heisslufttrocknung werden die Kohlenhydrate zwar aufgeschlossen, die Proteine und Fette aber denaturiert sowie alle natürlichen Vitamine zerstört. Ebenfalls zerstört oder verändert werden die für eine langfristige Gesunderhaltung des tierischen Organismus lebensnotwendigen sekundären Nahrungsstoffe und bioaktiven Substanzen. Deshalb wird dem Futter anschließend eine standardisierte Mineralstoff- und Vitaminvormischung zugesetzt, die in der Regel zu hoch dosiert ist. Die Phyto-Östrogene aber bleiben weitgehend erhalten und greifen mit der gleichen Wirkung im Organismus wie die endogen gebildeten Sexualhormone auch in den Knochenstoffwechsel ein, während die Lipidablagerungen zu einer Sklerose der Blutgefässe und damit zu Hypertonie und Herz- und Kreislauferkrankungen führen. Aufgrund dieser Fütterungsmethoden entstehen beim Hund insbesondere Überernährung, die Osteodystrophia fibrosa, die Osteochondrose (OCD), hormonelle Dysfunktionen sowie Vitamin A und D3 Hypervitaminosen und in deren Gefolge pathologische Skelettveränderungen mit Hüftgelenksdysplasie. Allein durch eine Überdosierung mit Vitamin D3 in der Nahrung und vitaminisierten Mineralstoffpräparaten kann die Legg-Calvé-Perthes- Erkrankung mit einer aseptischen Femurkopfnekrose und pilz- und walzenförmigen Auftreibungen entstehen und damit HD. Das meist mit einem Appetizer versetzte Fertigfutter führt über eine verstärkte Nahrungsaufnahme zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Adipositas und langfristig zu chronischen Erkrankungen verschiedener Organsysteme, insbesondere von Herz- und Kreislauf. Die im Labor konzipierte moderne Nutztierernährung wurde ursächlich für die Hüftgelenksdysplasie des Hundes. Während Kälber und Schweine nach Erreichen eines Levels an Grösse und Gewicht innerhalb von Monaten mit ihrem pathologisch veränderten Skelett geschlachtet werden, muss der Hund sich sein Leben lang auf seinen kaputten Knochen fortbewegen.

5. Die Vererbung der Hüftgelenksdysplasie des Hundes und seiner übrigen Skeletterkrankungen wurde niemals nachgewiesen. Die ersten nach der Ätiologie der HD suchenden Veterinärmediziner stellten verschiedene Hypothesen auf, von denen schliesslich die polyfaktorielle Vererbung den Vorzug erhielt, weil sich mit ihr scheinbar alles erklären liess. Spätere Autoren übernahmen unreflektiert und ohne kritische Überprüfung diese Vermutungen und schrieben nur ab. Andere schrieben für Geld Gefälligkeitsarbeiten. Es entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie, dass Professor Helmut Meyer als Ernährungswissenschaftler, Oberassistent und Direktor in spe des Instituts für Tierernährung an der Tierärztlichen Hochschule Hannover im Jahre 1968 über die Vererbung der HD publizierte, obwohl es sich nicht um sein Fachgebiet handelte und er von der Genetik des Hundes nichts verstand, dafür aber bereits sehr gute geschäftliche und finanziell einträgliche Verbindungen zu Waltham/Effem unterhielt. Letztlich entstand ein ausgesprochenes Dogma über die polyfaktorielle (polygene, multifaktorielle) Erblichkeit der Hüftgelenksdysplasie.

6. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie des Geschicks, daß es sich bei der HD tatsächlich um eine polyfaktorielle Erkrankung handelt. Als Ursachen kommen nämlich verschiedene ernährungsbedingte Grunderkrankungen in Betracht:
a) Rachitis (Knochenerweichung durch Ca- und Vitamin D3-Mangel),
b) Morbus Moeller-Barlow (Skorbut durch Vitamin C-Mangel),
c) Vitamin A+D3-Hypervitaminosen (toxische Überdosierung),
d) Legg-Calvé-Perthes-Erkrankung (Femurkopfnekrose),
e) Genu valgum (X-Bein),
f) hormonelle Dysfunktionen (Schilddrüsenstörung u. a.),
g) Osteochondrose-Syndrom (degenerative Knorpelerkrankung),
h) Osteodystrophia fibrosa (Knochendystrophie),
i) Adipositas (Fettsucht, Übergewicht),
k) Überlastung bei der Bewegung.

Die diesen Grunderkrankungen zugrundeliegenden Stoffwechselentgleisungen mit alimentär/hormonellen Dys-Funktionen führen mithin zu Dys-Plasien am gesamten Skelett des Hundes und reichen von ganz leichten und vielfach klinisch unerkannt bleibenden Verlaufsformen bis zu schweren Deformationen. Da am Hüftgelenk die dynamischen und statischen Kräfte der Bewegung am stärksten sind, kommt es hier zwangsläufig zuerst zu Verformungen bzw. Dysplasien. Eine Dysplasie kann aber auch an allen anderen Gelenken auftreten und man würde sie in mehr oder weniger schwerer Form bei allen Hunden mit HD finden, wenn man nicht nur die Hüftgelenke röntgen würde. Bei einem grossen Teil der Fälle von Hüftgelenksdysplasie liegt auch gleichzeitig eine Dysplasie des Schulter-, Ellenbogen und Kniegelenks vor.

7. Bei der Ätiologie und Pathogenese der Hüftgelenksdysplasie hat deshalb nur der Begriff der Faktorenkrankheit Bestand, allerdings ohne den Faktor Gene. Demnach ist die Hüftgelenksdysplasie als Komplikation einer Stoffwechselerkrankung im Welpen- und Junghundalter und als Symptom einer generalisierten, alimentär/hormonellen Erkrankung des Skeletts anzusehen und keineswegs als erblich bedingte isolierte Anomalie von Acetabulum und Femur.

8. Die multinationalen Konzerne Nestlé (Bonzo, Friskies, Matzinger), Colgate-Palmolive (Hill's Science Diet), Procter & Gamble (Iams, Eukanuba), Heinz (Recipe)) und insbesondere Mars mit den Tochtergesellschaften Waltham und Effem (Schappi, Pedigree Pal, Advance, Frolic) beherrschen den Multi-Billionen-Dollar Weltmarkt für industrielles Hunde- und Katzenfutter und darin 90% des europäischen Marktes. Daneben haben Ralston Purina (Pro Plan, Purina, Latz) und Royal Canin (Selection, Size mini-medium-maxi) eine gewisse Bedeutung. Effem ist in Deutschland Martkführer mit einem Marktanteil von 75-80% bei einem Markt von 3,5 Milliarden Deutschen Mark und erwirtschaftet bei einem Umsatz von etwa 2 Milliarden nahezu 1 Milliarde Profit. Hinter den meisten der vielen kleinen Hersteller stecken zudem diese grossen Unternehmen.

9. Diese Firmen verfügen über nahezu unbegrenzte Mittel für die Werbung. In den westlichen Ländern stehen jährlich um- und zusammengerechnet über 10 Milliarden DM = 10.000 Millionen in den Werbeetats für die Hundefutterwerbung zur Verfügung. Allein in der Bundesrepublik setzt der Mars-Konzern mit Waltham und Effem nahezu ½ Milliarde = 500 Millionen DM jährlich zur Pflege der öffentlichen und nicht öffentlichen Landschaft ein. Die Gelder werden zunächst für Plakat- und Anzeigenwerbung, für Fernsehspots sowie für die bezahlten Public Relations Artikel in Zeitungen und Zeitschriften eingesetzt. Die kynologische Yellow Press ist vollkommen in der Hand der Industrie für Tiernahrung und kann und darf nur das veröffentlichen, was im Interesse ihrer Auftraggeber liegt. Kynologische Vereine und Verbände mit ihren Funktionären geniessen erhebliche finanzielle Zuwendungen. Der VDH und seine Vorstandsmitglieder sind jährlich Nutzniesser in Millionenhöhe und damit völlig abhängig und korrupt geworden. Während alle diese Gelder gezahlt werden, um Personen und Stimmen zu kaufen, fliessen Schweigegelder an die Parteien, an Institutionen und an die Justiz.

10. Aber auch die Tierärzteschaft ist inzwischen fest an diese multinationalen Konzerne gebunden. Dem gegenseitigen Filz verdanken zahlreiche Tierärzte Arbeit und Brot. Von den 20.000 praktizierenden Tierärzten in der Bundesrepublik sind ohnehin ca. 20-25% arbeitslos und weitere 20-25% müssten ihre Praxen schliessen, wenn ihnen nicht die durchschnittlich DM 40.000-50.000 jährlich aus dem Verkauf von Diätfutter und dem Röntgensystem des Verbandes für das Deutsche Hundewesen zur Deckung der Praxisunkosten (Miete, Personal) zur Verfügung stehen würden. Erhebliche Mittel in bar und Naturalien gehen an Studenten der Veterinärmedizin, an med.-technisches Hilfspersonal und an die Tierärzte selbst. Die meinungsbildenden Tierärzte bzw. Ernährungswissenschaftler an den Instituten für Tierernährung sind fast alle geschmiert und reisen auf Kosten der einzelnen Firmen um die ganze Welt. Sie empfehlen mithin aus Eigennutz diese Produkte und erzählen den Hundehaltern nur von den Vorteilen des industriellen Hundefutters, während sie zu den Nachteilen schweigen. Da die gesamten Werbeetats über die Umsätze und damit über die Verkaufspreise der einzelnen Marken finanziert werden, bezahlen die Verbraucher und Hundehalter die Gehirnwäsche, der sie fortwährend unterzogen werden, noch aus der eigenen Tasche und bedenken dabei nicht, daß die keineswegs so optimierten Produkte auch noch wesentlich überteuert sind. In den anderen Ländern liegen gleiche oder ähnliche Verhältnisse vor.

11. Die vorstehend aufgeführten Unternehmen - insbesondere jedoch Waltham/ Effem - initiierten das Dogma von der Erblichkeit der Skeletterkrankungen des Hundes zur Kaschierung der methodischen Fehler der industriellen Tiernahrung und hielten es über drei Jahrzehnte aufrecht. Fast alle massgeblichen Veterinäre, die sich in den USA, England und Deutschland mit der HD befassen oder befasst haben, erhielten irgendwann Zuwendungen von Waltham/Effem, Ralston Purina oder den anderen. Das Kalkül und die Marketingstrategien benötigen nicht den gesunden, sondern den kranken Hund. Die Erkrankungen der verschiedenen Organsysteme infolge der Fehlernährung gaben den Anstoss zur Innovation des Marktes mit den zahlreichen Diät-Produkten, die über den Tierarzt vertrieben werden und dem von den Herstellern nicht nur die jeweiligen Marken frei Haus geliefert werden, sondern auch die für ihren Einsatz erforderlichen kranken Hunde. Industrie und Tierärzteschaft unterhalten in den westlichen Ländern in einem durc0h und durch korrupten System eine weisse Kragen- und Kittel-Kriminalität mit dem grössten Betrug in der Geschichte der Veterinärmedizin, einer ausgesprochenen Chronique scandaleuse.

12. Die Fehlernährung des Hundes und das Dogma über die Erblichkeit seiner Hüftgelenksdysplasie stellen zunächst einen doppelten Irrtum und in Anbetracht des von der Industrie für Tiernahrung und den besonders in USA, England und Deutschland in ihren Diensten stehenden Professoren und Professorinnen an den veterinärmedizinischen Fakultäten der Universitäten bei der Gesundheit des Hundes geschaffenen und über vier Jahrzehnte unterhaltenen Desasters den Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin dar: Millionen Hunde in aller Welt wurden nämlich in diesem Zeitraum krank- und zu Tode gefüttert. Durch eine Reform der Hundeernährung mit einer Verbesserung der Qualität und Beseitigung der methodischen Fehler bei der Herstellung liesse sich in wenigen Jahren die Morbidität bzw. Erkrankungsrate der zahlreichen ernährungsbedingten Erkrankungen des Hundes signifikant senken. Insbesondere könnten die Skeletterkrankungen mit der Hüftgelenksdysplasie zumindest erheblich reduziert werden.

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Fassung vom 20.03.2000

Bezugsquelle:
Erhältlich ist die Neuauflage des Buches unter: info@maulkorbzwang.de - bitte Buchtitel und Autor angeben!

Original unter:

http://www.tierheim-olpe.de/links/irrtum.htm

Noch mehr:

http://www.tierheim-olpe.de/news/vdh/032vdh.html

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Der Begriff synthetische Vitamine stand und steht noch heute im Kreuzfeuer der Diskussion.


Lange Zeit wurde die Existenz von synthetischen Vitaminen von vielen Futtermittelherstellern, Tierärzten und Futterexperten schlichtweg geleugnet. Mittlerweile ist diese ignorante Haltung nicht mehr haltbar und einer Unterscheidung zwischen synthetischen und natürlichen Vitaminen muss zugestimmt werden.
1. Unterscheidung zwischen natürlichen und synthetischen Vitaminen
a) Natürliche Vitamine
Natürliche Vitamine sind in fast allen Nahrungsmitteln enthalten. Sie sind in die natürliche Struktur des Nahrungsmittels eingebunden, was sie unempfindlicher gegen Zerstörung durch Hitze, Kälte oder andere destabilisierende Faktoren macht. Diese schützende Struktur, in die die Vitamine eingebettet sind, besteht z.B. bei Obst und Gemüse aus so genannten Flavonoiden.
Gelangen Nahrungsbestandteile in den Darm, reguliert der Organismus, durch ein ausgeklügeltes System mit Hilfe von Enzymen und anderen Hilfsstoffen, das gezielte Ausbrechen aus der schützenden Struktur und die kontrollierte Aufnahme von tatsächlich benötigten Vitaminen (und anderen Nährstoffen) ins Blut, wo sie entweder zum sofortigen Verbrauch zu den Zellen transportiert und verstoffwechselt oder in speziellen, dafür vorgesehenen Depots (insbesondere die fettlöslichen Vitamine) in einem bestimmten Umfang gespeichert werden.
Bei einem Überangebot an natürlichen Vitaminen gibt der Organismus, nachdem sein Bedarf gedeckt ist, die Order, ein weiteres Ausbrechen der Vitamine im Darm zu unterlassen.
Überflüssige Vitamine werden dann innerhalb ihrer schützenden Struktur zum grössten Teil ausgeschieden.
b)Synthetische Vitamine
Synthetisch gewonnenen Vitaminen fehlen jedoch die natürlichen Begleitstoffe, in die die natürlichen eingebettet sind. Aus diesem Grund ist es auch wenig relevant, ob sie aus einem natürlichen oder einem synthetischen Ausgangsstoff synthetisiert wurden. Darüber hinaus ermöglicht die synthetische Herstellung nur eine einseitige Auswahl, da z.B. bei Carotinoiden die natürliche Variationsbreite auf 270 und aufwärts geschätzt wird, wobei die gentechnologische Produktion immer nur eine Art, nämlich das Beta Carotin, synthetisch nachbaut. Eine riskante Reduzierung der natürlichen Vielfalt, die näher betrachtet eigentlich nicht ohne Spätfolgen bleiben dürfte.
Fakt ist, dass synthetische Vitamine dem Körper in einer hochaufgeschlossenen Form vorgelegt werden und somit der eigentliche Ausbrechungsvorgang im Gegensatz zu den natürlich eingebundenen Vitaminen nicht mehr notwendig ist. Dadurch bedingt kommt es zu einer Umgehung der normalen Resorptionskontrolle im Darm, da derart hochaufgeschlossene Vitamine quasi zwangsresorbiert werden.
So gelangt einerseits eine nicht angeforderte Menge an Vitaminen ins Blut, was sich schnell zu belastenden Hypervitaminosen (Vitaminüberversorgungen) ausweiten kann, gerade wenn man sich die heutzutage üblicherweise verwendeten Konzentrationen im Hundefutter anschaut.
Einmal im Blut angelangt, muss der Körper sich über den Stoffwechselweg (insbesondere Leber, Nieren) des Überangebots erwehren.
Da die Stoffwechselkapazitäten nur in einem begrenzten Umfang auf diese Überversorgungen eingestellt sind, kann es schnell zu Überlastungen und Anreicherungen an nicht dafür vorgesehenen Stellen im Organismus kommen.
Andererseits führt dies zu nachhaltigen Irritationen des Immunsystems, weil die komplexen hormonellen und immunrelevanten Verdauungsvorgänge gestört werden. So werden häufig durch die Überversorgung mit bestimmten zugesetzten synthetischen Vitaminen und die dadurch ausgelöste allgemeine Erhöhung des Stoffwechselumsatzes auf der anderen Seite Mangelversorgungen bei nicht zugesetzten, aber auch in den Stoffwechsel eingebundenen, Nährstoffen ausgelöst.
Anmerkungen:
Heutzutage wird das Gros an synthetischen Vitaminen (zwischen 150000 und 200000 Tonnen weltweit jährlich) schon längst nicht mehr wie zu Anfang aus natürlichen Komponenten wie Getreide, Obst und Gemüse gewonnen. Die Industrie bedient sich weitaus kostengünstigerer Quellen.
So hat man es z.B. geschafft durch intensive Genmanipulation das Unkraut 'Gänserauke (Ackerschmalwand)' zu einem ungeahnt günstigen Vit E Produzenten par exellence umzupolen. Dass es in der Natur aber nicht nur diese eine Sorte Vit E gibt, die jetzt zufällig im Labor produziert wird, sondern unzählige Varianten, die für die Vitaminversorgung gedacht sind, scheint hierbei niemanden zu beunruhigen. Auch die Frage, ob das mithilfe der genmanipulierten Vitaminproduktion hergestellte Produkt nicht noch ungeahnte andere und unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringt, stellt sich anscheinend niemand.
Doch auch andere Methoden der synthetischen Vitaminproduktion sind bekannt. So wird der genmanipulierte Heubazillus (Bacillus subtilis) zu biotechnologischen Gewinnung von Riboflavin (Vitamin B2) eingesetzt und dient Ochsenfroschhaut als Hilfsstoff für die Bereitstellung der Basissubstanz (Pteridine) für die Folsäureproduktion. Auch für die Herstellung von Vitamin B12 kamen und kommen zum grossen Teil noch Biostoffe aus Tierkadavern zum Einsatz.
Seltsamerweise scheint der Stein der Weisen für die Gesunderhaltung von Mensch und Tier statt in einer natürlichen Ernährung in der Mixtur von genmanipulierten Mikroben, Tierkadavern und Pflanzen aus der Retorte zu liegen.
a) Vit A und Beta-Carotin (Pro Vitamin A)
Der Begriff Vit A umfasst verschiedene chemisch verwandte Zusammensetzungen wie z. B. Retinol, Retinal und Retinsäure, wobei Retinol die biologisch aktivste Form darstellt.
Vit A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und kann in der Leber gespeichert werden.
Vit A beeinflusst im Organismus u.a. die Bildung des Sehpurpurs, den Aufbau von Haut und Schleimhäuten, unterstützt aktiv den Knochenstoffwechsel und hat einen entscheidenden Einfluss auf die Fortpflanzungsorgane. So ist Vit A an der Bildung von Spermazellen und der Regulation des Zyklus der Hündin beteiligt. Unter anderem aufgrund seiner Funktionen innerhalb des Knochenstoffwechsels nimmt Vit A ebenfalls entscheidenden Einfluss auf das Wachstum.
Natürlicherweise kommt Vit A in tierischen Nahrungskomponenten wie Leber, Fleisch, Milch, Ei etc. vor. Zudem ist der Organismus des Hundes in der Lage aus den sogenannten Carotinoiden wie z.B. Beta-Carotin im Verdauungstrakt aktives Vit A selbstständig zu synthetisieren. Carotinoide sind in pflanzlichen Futterkomponenten wie Gemüse und Getreide in grossen Mengen enthalten. Aus diesem Grund kann es zu einem ernährungsbedingten Mangel an Beta-Carotin nur schwerlich kommen, womit gleichzeitig, bedingt durch die Fähigkeit des Hundes Beta-Carotin in Vit A umzuwandeln, ein Vit A Mangel beim Hund ebenfalls nicht zu erwarten ist.
Bei selbstzusammengestellten Rationen liegt der Gehalt an natürlichem Vit A in der Regel unter 550 IE/kg i. d. T. S.

Obwohl ein Vit A Mangel nicht zu erwarten ist, sind die heutigen Hundefuttermittel in der Regel mit enorm hohen Konzentrationen an synthetischem Vitamin A angereichert.
Was für Folgen kann eine Vit A Überdosierung haben?
Vorab bleibt festzustellen, dass es bei einer natürlichen Ernährung bzw. bei einem nicht mit Vit A angereichertem Futter nicht zu einer Vit A Überdosierung kommen kann, da die Natur die Aufnahme von derartig hohen Futtermengen von allein verhindert (Völlegefühl, Erbrechen, Ekel).
Ist aber nun ein Hundefutter mit hohen Konzentrationen an synthetischem Vit A angereichert, so entfällt diese natürliche Barriere, da selbst bei relativ geringer Menge (man denke z.B. an ein Vitaminpräparat) unglaublich hohe Dosen an Vit A in den Körper gelangen können.
Beschriebene Symptome einer Vit A Überversorgung in Abhängigkeit des Schweregrades sind Abbau von Knochensubstanz (Skelettmissbildungen), Sehstörungen, Übererregbarkeit, Fruchtbarkeitsstörungen, Mumienbildungen, Missbildungen bis hin zu tödlich endenden Krankheitszuständen.
Was für Folgen kann eine Pro Vitamin A Überversorgung haben?
In den letzten Jahren hat das Pro Vitamin A Beta -Carotin eine immer größere Bedeutung im Bereich der industriell hergestellten Hundefuttermittel erhalten. Dies beruht insbesondere auf dem Umstand, dass Beta-Carotin als Antioxidants sprich als Fänger von den mittlerweile in aller Mund geführten 'Freien Radikalen' in hohen Konzentrationen eingesetzt wird.
In der sogenannten Finnlandstudie verabreichte man dreißigtausend Rauchern (Raucher werden im Allgemeinen einer besonders durch Freie Radikale gefährdeten Zielgruppe zugeordnet) täglich 20 mg Beta- Carotin, um die Anfälligkeit für Lungenkrebs zu senken. Resultat der Studie: die Lungenkrebsrate stieg um 18%, die Sterblichkeitsrate um 8%. Während einer weiteren Studie verabreichte man einer Gruppe von Rauchern und Asbestarbeitern täglich 30mg Beta Carotin und 250000IE Vitamin A. Resultat der Studie: die Studie wurde vorzeitig abgebrochen, da die Anzahl an Lungenkrebsfällen um 28% stieg, die Anzahl an Lungenkrebstoten um 46%.
Wenn man nun bedenkt, dass die Menge an synthetisch zugesetztem Beta-Carotin in der Finnland Studie umgerechnet dem natürlichen Beta-CarotinGehalt von 30g Möhren i. d. T. S. entspricht, nimmt einem dies geradezu den Atem und man fragt sich unwillkürlich: Vergiften wir unsere Hunde letztendlich selbst im guten Glauben, das Beste zu tun?
Natürliche und synthetische Vitamine sind eben nicht identisch oder wirken auf gleiche Weise im Organismus.
Gerade am Beispiel von Beta-Carotin kann man deutlich erkennen, dass die Natur ein fein ausgeklügeltes System hat, das nicht ohne Gefahr mithilfe der Gentechnologie, einige Mikroben und Kadaverresten imitiert werden kann. Wie könnte ansonsten eine so geringe Menge an Beta-Carotin wie in der Finnland Studie beschrieben derart verheerende Folgen haben?

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Entwurmen - oder lieber doch nicht ???

Dies ist eine Frage, die sich viele immer wieder stellen. Viele Tierärzte und Züchter sagen ja, viele sagen aber auch nein bzw. nur dann, wenn auch wirklich ein Wurmbefall vorliegt. Dazu gehöre ich. Und zwar aus folgendem Grund.

Die heute auf dem Markt erhältlichen Entwurmungsmittel wirken in der Regel nur bei adulten (ausgewachsenen) Würmern. Die meisten Würmer durchlaufen aber verschiedene Entwicklungsstadien wie z.B. der Spulwurm. Seine Larven leben aber nicht im Verdauungstrakt. Das heißt ganz klar, dass wenn der Hund Spulwürmer hat und entwurme ihn, werden zwar die vorhandenen erwachsenen Würmer abgetötet aber nicht seine Larven. Die noch lebenden Larven wandern aber sofort wieder nach und entwickeln sich wiederum zu Würmern. Auch kann man nicht vorbeugend entwurmen. Es macht nur Sinn wenn der Hund tatsächlich Würmer hat. Ein Hund kann sich einen Tag nach verabreichter Wurmkur wieder mit Würmern infizieren, wenn er dessen Eier aufnimmt oder die Larven nachwandern.

Des Weiteren wirken auch nicht alle Wurmmittel gegen alle Würmer. Wenn man also nur prophylaktisch entwurmt, muss man sowieso auf ein Mittel zurückgreifen, dass gegen alle Würmer wirkt, weil man ja nicht genau weiß gegen welchen Wurm man überhaupt vorgeht, geschweige denn ob irgendwelche Würmer vorhanden sind.

Man sollte aber bedenken, dass Wurmmittel Medikamente sind. Und wie alle anderen Medikamente auch haben diese Nebenwirkungen. Einige Nebenwirkungen die auftreten können und auch so im Beipackzettel beschrieben sind, sind: gelegentliches Erbrechen, Störung der Koordination von Muskelbewegungen, beschleunigte Atmung, Appetitlosigkeit etc.

Jedes mal wenn Sie ihrem Hund eine Wurmkur verabreichen zerstören Sie seine komplette Magen- und Darmflora. Nicht nur die schlechten Bakterien und die vielleicht vorhandenen Würmer werden zerstört, sondern auch die guten Bakterien, die der Hund braucht um Nahrung überhaupt zersetzen und verdauen zu können. Die Folge davon ist nicht allzu oft Durchfall. Zudem tritt eine zunehmende Resistenz der Würmer gegen die gängigen Wurmmittel auf.

Ist es daher ratsam, zur Vorsorge regelmäßig – zum Beispiel alle drei Monate zu entwurmen, wie man so oft lesen kann oder von den Tierärzten gesagt bekommt? Dr. Doris Quinten-Graef rät in ihrem Buch „Was fehlt denn meiner Katze?“ davon ab: „Außer Katzenbabys, die grundsätzlich nach dem Absetzen von der Mutter entwurmt werden sollten, ist eine regelmäßige Entwurmung nicht zu empfehlen. Durch eine mikroskopische Kotuntersuchung sollte zunächst festgestellt werden, ob die Katze tatsächlich Würmer in ihrem Darm beherbergt. Nur dann, wenn das Tier wirklich verwurmt ist, sollte ein Medikament eingesetzt werden. Unnötiges Entwurmen belastet zudem noch die Leber.“

Genau so ist es beim Hund aber auch. Ich kann nur jedem raten, nicht einfach mal so zu entwurmen. Die Schädigung der Flora des Verdauungsapparates und die Belastung des kompletten Organismus stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Also: eine Wurmkur bedeutet: Komplette Reinigung des Darms von schlechte Bakterien, Würmer und vor allem aber auch von den guten Bakterien.

Die komplette Darmflora wird zerstört - alles "Leben" darin vernichtet. Der Darm ist aber, wie viele mittlerweile wissen (nicht erst seit Yakult) ein Gesundheitsspiegel. Nur der kann gesund sein, der auch einen gesunden und gut funktionierenden Darm hat. Der Hund braucht ohne menschliche Hilfe ca. ein Jahr um wieder eine gut funktionierende Darmflora aufzubauen. Immer vorausgesetzt er bekommt nicht nach 3 oder 6 Monaten wieder eine Entwurmung aufgebrummt. Dann hat das arme Tier nämlich keine Chance seinen Darm jemals wieder auf die Reihe zu bringen.

Hört sich also für Sie „vierteljährliche prophylaktische Entwurmung“ gesund an?

Mein Tipp: Kotprobe untersuchen lassen ... sind Würmer da ... ok ... sind keine da ... wunderbar für den Hund und für die gesunde Magen- und Darmflora.

Ich hoffe ja immer noch darauf, dass ich irgendwann einmal diese Ratschläge nicht mehr lesen muss: "entwurmen Sie Ihren Hund (oder auch Katze) alle drei Monate, sonst können Sie oder Ihr Kind ernsthaft krank werden."

Oder behandeln Sie Ihre Kinder vorsorglich mit Läuseshampoo, auch wenn es gar keine Läuse hat?

 


 

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